Manga Review: Werewolf Game – Beast Side Band 3

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Nachdem mir die ersten beiden Bände der Fortsetzung von Werwolf Game Beast Side ja bereits sehr gut gefallen haben, war ich natürlich gespannt, wie die Story letztendlich wohl ausgehen würde. Ich hatte mir ja bereits ein paar Szenarien ausgedacht, aber ich bin ja nicht der Mangaka, also heißt das ja noch lange nicht, dass wir hier an das selbe Ende denken. Somit habe ich den Band auch relativ schnell durch gesuchtet und war letztendlich doch ziemlich zufrieden mit dem was mir geboten wurde. Da dies der 3. Band ist, sind Spoiler natürlich unvermeidbar, ich werde mich hier aber auch etwas auf die gesamte Serie beziehen. Somit wünsche ich euch also viel Spaß mit meiner Review zum Abschlussband der kurzlebigen Serie, viel Spaß….

Nachdem Nishina Airi bereits als Bürger die erste Runde des Werwolf Game überstanden hat, steht sie nun auf der anderen Seite der Nahrungskette. Nun muss sie sich als Werwolf mit zwei anderen Kandidaten beweisen und morden, um letztendlich selbst in Freiheit leben zu können.

Doch die Runde verläuft bisher eher mittelmäßig. Der erste Werwolf wurde bereits relativ zu Beginn des Spieles ausgeschaltet und auch wenn die Werwölfe es bisher geschafft haben das Feld stark auszudünnen, zieht sich nach einer Fehlentscheidung von Airi plötzlich die Schlinge um Inoue ´s Hals merklich zu.

Airi´s spannender Kampf geht also in die letzte Runde. Wird es den beiden Werwölfen gelingen die Bürger von ihrer Unschuld zu überzeugen oder wird es am Ende des Spiels doch Werwolf am Spieß geben?

   

Ich muss schon sagen, im Vergleich zum eher ereignislosen 2. Band, gibt die Story im Abschlussband noch mal Vollgas. Nicht nur das für Inoue durch Airi´s unbedarftes handeln das Spiel quasi Schachmatt gesetzt wurde, auch für Airi wird es am Ende noch mal richtig eng. Das das schwache unbedarfte Mädchen aus der ersten Serie mal solch ein fieses Miststück wird, hätte ich eigentlich nie erwartet.

An sich ist sie aber auch ein Schatten ihrer selbst, denn man merkt richtig, das sie eigentlich vom Charakter nicht darauf ausgelegt ist, böse zu sein. Das macht aber den Sprung in der Platte umso lustiger. Denn nach ihrem ersten Mord im ersten Band, war schon etwas offensichtlich, das sie sich verändert hat.

Ich finde es aber etwas schade wie Eindimensional ihr Charakter leider ist. War sie zu Beginn (1. Serie) das unschuldige Mauerblümchen, das quasi durch Glück gewonnen hat, ist sie am Ende (der 2. Serie) ein ruchloser Mörder und Verräter, der nichts und niemanden wertschätzt und leider auch hier wenn man mal ehrlich ist, wieder nur durch Glück gewonnen hat.

Denn das ist wirklich mein größter Kritikpunkt an der Serie. Das Ende ist so random. Ich kann es eigentlich gar nicht anders nennen, denn undurchdacht wäre irgendwie falsch. Sagen wir mal Airi´s Handlungen sind undurchdacht und letztendlich gewinnt sie nur durch Glück, was eine absolute Schande für Psychological ist. Denn Idioten-Glück hat bei einer gut durchdachten Serie leider nichts zu suchen.

Allein schon, das Airi ihre Verbündete Inoue im 2. Band vor die hungrige Meute wirft und sie „Outet“, war keineswegs ein intelligenter Schachzug, sondern viel zu gefährlich. Aber sie denkt ja leider nie nach. Somit verstehe ich auch ihren Verrat in diesem Band eigentlich nicht so recht, denn er verringert ihre Chancen, dass sie überlebt. Aber was soll´s, denn sie hat ja den ultimativen Plot-Shield und das Glück der Dummen auf ihrer Seite.

Jetzt habe ich viel gemeckert, ihr merkt aber, es liegt zum größten Teil an Airi selbst, die mich total stört. Wäre doch Inoue der Hauptcharakter, würde mir die Serie sicherlich um einiges besser gefallen. Ich hätte es ohnehin besser gefunden, wenn in der Fortsetzung eben nicht der Main aus der ersten Serie, sondern jemand anderes im Fokus gewesen wäre, Airi aber dennoch als wichtiges Mitglied mit an Board gewesen wäre.

Da wäre es sogar okay gewesen wenn Airi das ganze auch überlebt und der neue Main drauf gegangen wäre, hätte etwas von einem bitter-süßen Ende gehabt und ich glaube ich hätte es umso mehr geliebt. So habe ich eine ganz gute Story mit einer schlechten Hauptcharakterin gehabt, was irgendwie ziemlich schade und verschenktes Potenzial ist in meinen Augen. Naja wer weiß, vielleicht macht es ja die 3. Serie besser?^^“

Davon abgesehen wusste die Serie mich immerhin an den richtigen stellen zu kitzeln. Die menschlichen Abgründe sind äußerst amüsant. Wie sollte es bei einer Partie Werwolf Game auch nicht sein? Dazu kommen die absolut grausam in Szene gesetzten Tode der einzelnen Spieler, die für das ganze noch als Sahnehäubchen fungieren. Dabei gewinnt der Manga aber auch durch ein sehr gutes Charakterdesign, während die restlichen Zeichnungen gerade was die Hintergründe angeht, leider etwas enttäuschen.

Ich denke es ist relativ offensichtlich geworden, das in meinen Augen Airi leider der Dorn in der Wunde ist, der dieser Serie einen leicht miesen Beigeschmack gibt. Abgesehen von ihr haben wir hier aber eine relativ spannenden und blutige Story, die mit ihren 3 Bänden ein kurzweiliges und spannendes Abenteuer erzählt.

Jedem Fan von solchen Death Gamble/Thrillern sollte sich hier auf jeden Fall gut aufgehoben fühlen. Ich bin jetzt jedenfalls mal gespannt, was denn wohl die 3. Serie für eine Story zu erzählen hat. Der Untertitel „Crazy Fox“ lässt ja immerhin amüsante Ereignisse vermuten. Ich kann die Reihe dennoch empfehlen, denn sie unterhält und letztendlich soll ein Manga doch genau das machen oder?^^“ Von mir bekommt die Serie 7 von 10 toten Bürgern.

Euer


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3 Antworten

  1. Timo sagt:

    [SPOILERGEFAHR]

    Nachdem ich gestern die Review gesehen und heute im Zug den 3. Band beendet, wollte ich diese natürlich direkt lesen und meinen Kommentar dazu schreiben (was ich äußerst selten mache).

    Ich muss nämlich leider auch sagen, dass ich von Airi ein bisschen enttäuscht war. Ich mein, in solch einer Situation kann keiner nur gute Entscheidungen treffen und schnell kann einem eine einzige Fehlentscheidung den Hals kosten, aber mal abgesehen davon, dass im ersten Band einfach mal jeder den Leibwächter in der ersten Nacht vergessen hat, so fand ich auch Airis Entscheidung im 2. Band, Inoue als Seherin zu “outen”, einfach nur dumm.

    Nicht nur, dass sie mir persönlich viel zu risikoreich erschienen ist, als dass es mir der potenzielle Vorteil wert gewesen wäre, so war dies eine ziemlich spontane Entscheidung und hat ihre Werwolfkollegen damit völlig ins kalte Wasscher geschmissen. Mal davon abgesehen, dass (soweit ich mich erinnere) in der Situation nicht im geringsten die Nötigkeit dafür bestanden hat.

    Aber um nochmal allgemein drauf einzugehen, während ich nicht sonderlich überrascht über die plötzliche Wandlung von Airi (und dadurch ihr rein auf Tötungslust u./o. vollkommen Vertrauensverlust zurückzuführender Verrat an Inoue) war, und ich es auch definitiv nicht nötig gehabt hätte, so war es doch trotzdem interessant zu sein, wie eine einst unschuldige und nette Person zu einem völlig kaltherzigen Menschen werden kann, wenn nur die richtige Situation dafür gegeben ist.

    Und wie man mit Inoue sehen konnte, jene Menschen, die sich kalt geben, aber letztlich dennoch nicht ihre Menschlichkeit verlieren. Weswegen ich es auch ziemlich schade fand, dass sie nach allem was passiert ist, mehr oder weniger nur wegen Airi, sterben musste. (war ihr letztes Ass im Ärmel doch auch ziemlich gewieft)

    • Fuma sagt:

      Ich kann dir da aber auch nur zustimmen. Denn die Risiko – Ergebnis Quote war wirklich und niemand hätte in solch einer Situation so unglaublich leichtsinnig reagiert. Wie du ja schon selbst schreibst, trifft man in solchen Situationen nicht immer die richtige Entscheidung. Aber das ist grundsätzlich auch okay. Das hätte ich auch hier durchaus akzeptiert. Ihre Handlung in Band 2 Inoue zu outen war eine dieser Entscheidungen.
      Ihre Entscheidungen im 3. Band waren aber alle einfach nur noch leichtsinnig und undurchdacht. Wie ich ja schon geschrieben habe, waren diese letztlich mehr Glück als Verstand. Manch einer würde hier ja jetzt argumentieren, dass sie aufgrund des Knackses den sie bekommen hat jetzt nicht mehr so ganz knusper ist und daher auf dem Adrenalinkick beinah erwischt zu werden aus ist. Ich bleibe aber dabei, das ich es einfach nur schlecht geschrieben mit nem heftigen Plot-Shield empfinde.

      • Timo sagt:

        Und was den Plot-Shield angeht (wo ich eben nicht dran gedacht hab) fallen mir auch direkt zwei Sachen ein:
        – der verliebte Junge der Selbstmord begeht
        – das arrogante Mädchen, das bei der täglichen Hinrichtung zusätzlich stirbt *

        Ich hab das Gefühl grad noch was/wen zu vergessen, aber die beiden Tode waren doch ziemlich unnötig (besonders der Selbstmord) und haben den Werwölfen vermutlich ungemein weiter geholfen.

        *hier hatte ich übrigens in irgendeiner Weise eine Ansage erwartet. Da die Rollen der Toten nicht geoutet werden, hätte vielleicht schwer was kommen können wie “Die Wöfle dürfen diese Nacht niemanden umbringen”, aber dass trotzdem wirklich garnichts kam hatte mich doch etwas gewundert.

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