Manga Review: Kakegurui Band 1

Hier geht es zu unserer Review zur 1. Staffel des Anime

Nachdem Fuma so eine schöne Review zur 1. Staffel von Kakegurui gemacht hat, versuche ich mich nun am Manga. Der erste Band kam nämlich Ende Mai und der nächste Band steht schon in ein paar Tagen in den gut geführten Mangaläden. Wir haben ja vor einiger Zeit bereits den Anime gelesen, daher war ich umso neugieriger auf die Vorlage. Der Anime hat meine Erwartungen nicht ganz erfüllt von seiner Art her, vielleicht schafft das schriftliche Medium hier eine Verbesserung. An dieser Stelle danken wir Altraverse für die Bereitstellung von dem Rezensionsexemplar.

Die Hyakkaou Privat Akademie ist ein Elitäre Privatschule, deren Schülerschaft zum größten Teil aus Nachkommen der reichsten Menschen Japans besteht. Um die Schüler auf die harte reale Welt vor zu bereiten, gelten dort ganz besondere Regeln, denn Glücksspiel steht ganz oben auf der Tagesordnung. Es wird sogar von der Schulleitung direkt begünstigt und gefördert.

Eine zentrale Rolle nimmt hier vor allem der Schülerrat ein, dessen Präsidentin die Schule mit eisernen Griff fest umklammert hält. Unter diesem Schülerrat wurde auch ein System aus Gewinnern und Verlierern etabliert, dass sich darauf aufbaut verschuldete Schüler zu „brandmarken“. Wie damals die Juden mit ihrem Davidstern, bekommen diese Verlierer ein Abzeichen verpasst. Die Jungs werden fortan als „Pochi“ und die Mädels als „Mike“ bezeichnet.

Als mit Yumeko eine neue Schülerin an die Schule wechselt, tritt sie langsam aber sicher einer Flut an Ereignissen los, deren Ausgang unvorhersehbar ist. Da sie aber eine „Kakegurui“ ist, jemand der lediglich Befriedigung in großen Risiken findet, schreckt sie nicht mal davor zurück ihr Leben als Wetteinsatz zu nutzen…

   

Der Manga wird im Gangan Joker Magazin in Japan veröffentlicht, er ist noch nicht abgeschlossen, ist gerade ungefähr bei Band 9 und läuft seit März 2014. Die Mangaka sind ein Duo bestehend aus Tooru Naomura, Zuständig für die Zeichnungen und Homura Kawamoto, der sich um die Story gekümmert hat. Beide sind in Deutschland noch eher unbekannt. Vor kurzem kam von Homura Kawamoto bei Tokyopop aber der Manga Purgatory Survival heraus, zu dem wir auch in Kürze eine Review veröffentlichen werden.

Wir sind beide froh, dass sich Altraverse die Lizenz von dem Manga geschnappt hat. Wir haben auch mit dem lieben Johannes von Altraverse auf der DoKomi ein bisschen geplaudert und er hat uns verraten, dass sie es geschafft haben, in die deutsche Variante des Mangas mehr Farbseiten rein zu bringen, als in der japanischen Ausgabe. Das freut uns natürlich sehr, Farbseiten sind immer schön am Anfang eines Bandes. Außerdem hat er berichtet, wie viel Mühe sie sich bei der Übersetzung gegeben haben. Das war hier durch viele Anmerkungen auch definitiv mehr als in anderen Mangas, Hut ab vor der Arbeit dahinter. Lobend muss man hier auch erwähnen, dass der Manga mit 252 Seiten recht dick ist im Gegensatz zu den meisten deutschen Mangas. In Band 1 sind vier Kapitel enthalten. Hier gibt es sogar bei Altraverse eine ausführliche Leseprobe.

Generell muss ich gestehen, dass mich der Manga mehr angesprochen hat, als der Anime. Im Manga sind viele der Ereignisse intensiver, was ich sehr interessant fand. Oft punkten Anime ja durch den Ton der Synchronisation, die Musik und die Farben. Damit kann ein Manga nicht dienen, aber dafür finde ich, kann man im Manga ganz andere Emotionen rüberbringen, gerade durch die Einschränkung der Darstellung. Und dieser intensive Aspekt passt einfach sehr gut zu Kakegurui, daher muss man wirklich sagen, dass die Mangaka hier sehr gute Arbeit geleistet haben.

Ich wurde auf jeden Fall gut amüsiert bei dem Manga, obwohl ich schon wusste, was passiert. Ich kann nur vom ersten Band reden aber bisher verlief alles sehr gleich wie im Anime, d. h. der Anime ist eine gute Umsetzung der Geschehnisse. Ich habe gehört, dass lediglich das Ende der ersten Staffel Anime Only ist, aber das war nur anhand von Band 1 nicht zu erkennen.

   

Ich kann Mia da eigentlich nur zustimmen, denn ich hatte ja auch diverse Kritikpunkte am Anime, die ich in meinem Beitrag auch kund getan habe. Der Manga wiederum macht da in meinen Augen einen deutlich besseren Job. Klar weiß ich bis zu einem gewissen Punkt was passiert und war jetzt weniger überrascht, als ich es vielleicht bei einer Story gewesen wäre, die mir noch neu wäre, aber ich hatte dennoch meinen Spaß.

Worin der Manga im Vergleich zum Anime meiner Meinung nach besser Punktet, sind sowohl der Spannungsaufbau wie auch das Charakterdesign. Was das Design angeht, beziehe ich mich hier vor allem auf die Fratzen, die im Anime ja gefühlt allgegenwärtig sind und mir hier im Manga gar nicht mal so stark aufgefallen sind. Es mag sein, dass sie durchaus vorhanden sind, ich halte dies aber durchaus für die bessere Variante. Auch die Spiele waren irgendwie spannender. Auch wenn ich hier keine Gefahr für Yumeko sah, war diese dennoch spannender, da es einfach interessanter war, ihr dabei zu zu sehen wie sie die Gefahren und Schummeleien ihrer Gegner wohl überlisten würde.

Zusammengefasst war mein Manga-Erlebnis also deutlich besser, als das Anime-Erlebnis und ich freue mich schon jetzt mit dem 2. Band erneut in die Welt eintauchen zu können. Bis dahin habe ich auch sicherlich etwas mehr vom Anime verdrängt und bin daher umso gespannter, was mich wohl erwartet xD

Von dem Genre her ist der Manga definitiv das richtige für mich in Sachen Psychological, Mystery, Drama, Glücksspiel und gerichtet an die Zielgruppe Shounen. Die Charaktere sind im Manga sehr gut dargestellt und es macht einfach Spaß, ihnen Seite für Seite zu folgen. In dem Sinne kann ich also guten Gewissens sagen, dass man sich den Manga bei diesen Vorlieben definitiv ansehen sollte. Auch, wer mit Glücksspiel nichts anfzufangen weiß, wird hier seine Freude haben, die Spiele werden allesamt gut erklärt und man kommt im Manga finde ich auch viel besser hinterher, was gerade passiert.

Auch, wer den Anime schon kennt, wird hier auf seine Kosten kommen, wenn auch nicht durch eine neue Story. Dafür muss man dann auf die nächsten Bände warten. Ich freue mich jetzt schon darauf. Und wer dann immer noch nicht genug von Kakegurui bekommt, kann sich auf Netflix noch die Realserie ansehen, den Anime gibt es dort auch. Im Prinzip war es der perfekte Zeitpunkt für Altraverse, den Manga nach Deutschland zu bringen.

Eure


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KAKEGURUI © 2014 Homura Kawamoto, Toru Naomura / SQUARE ENIX CO., LTD.
© Altraverse GmbH – Hamburg 2018

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1 Antwort

  1. hellspawn2501 sagt:

    Ich mag ja sowohl den Anime als auch den Manga, wobei die letzte Animeepisode (die ja Anime only ist) aber wirklich extrem schwach war. Trotzdem freue ich mich da auf schon auf Staffel 2. Beim Manga muß ich aber sagen fällt es mir nochmal um einiges leichter den Spielen zu folgen. Könnte damit zusammenhängen das ich gelesenes besser verstehe als gehörtes. Das liegt wohl aber auch daran das hier wirklich eine tolle Übersetzungsarbeit geleistet wurde und man sich auch keinen Schnitzer erlaubte wie die Netflixübersetzung. Story wußte ich ja schon wie gut die war und der Manga bringt die auch echt super zu Papier. Die Zeichnungen und die Texte lassen eine echt dichte Atmosphäre aufkommen. Da freu ich mich schon auf Band 2. Mal schauen ob ich den dann auch gleich verschlinge oder ich es schaffe ihn fürs nächste HouseofLeseWE aufzusparen. ^^

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