Anime Review: Tsugumomo Volume 1

Die geschätzte Lesezeit für diesen Beitrag beträgt 7 Minuten.

Am 29. Juni 2018 ist der Anime Tsugumomo in Deutschland bei Nipponart erschienen. Ich muss zugeben, dass ich von dem Anime überhaupt nichts mitbekommen habe, obwohl er vor knapp einem Jahr in der Anime Spring Season 2017 lief. Ich weiß nicht, warum der Anime so an uns vorbei ging. Dennoch muss ich sagen, dass ich froh bin, ihn nun gucken zu können.

Die ersten vier Folgen auf der ersten Volume sind sehr ansprechend und durchaus interessant. Wobei ich ganz ehrlich auch sagen muss, dass ich einen völlig falschen Eindruck vom Cover der Volume und von der Genreauswahl bekommen hatte. Der Genre-Mix wird beschrieben als wilde Mischung aus Comedy, Horror und Erotik. Ob die ersten paar Folgen das wiedergeben, könnt ihr in meiner Review nachlesen. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Nipponart für die DVD als Rezensionsexemplar.

© Yoshikadu Hamada · Futabasha / Tsugumomo committee

Kazuya Kagami geht ohne seinen wertgeschätzten Obi nirgendwohin. Er hat ihn von seiner Mutter bekommen und hütet ihn wie einen besonderen Schatz. Eines Tages, als Kazuya in der Klemme steckt, erscheint vor ihm die blauhaarige Kiriha, die ihn zu kennen scheint. Er weiß jedoch nicht wer sie ist, erkennt es aber recht schnell. Sie ist ein Tsukumogami, also ein Wesen, das früher mal ein Gegenstand war. Und dabei handelt es sich um keinen geringeren Gegenstand als den Obi seiner Mutter. Fortan beschützt Kiriha ihn, bezeichnet ihn jedoch als ihren Knecht. Sie ist sehr temperamentvoll und bringt Kazuya in die ein oder andere brenzlige Situation. Offiziell sagen die beiden, dass Kiriha seine Cousine ist.

© Yoshikadu Hamada · Futabasha / Tsugumomo committee

   

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich durch das Cover der ersten Volume einen völlig falschen Eindruck von dem Anime bekommen habe. Soo viel Nacktheit ist zumindest in den ersten Folgen nicht vorgekommen. Allerdings muss man schon sagen, dass die Charaktere allesamt nicht Prüde sind und man das hier und da merkt. Wobei ich persönlich, das alles eher noch als Fanservice oder Ecchi bezeichnen würde, als Erotik. Ich bin ja wirklich die letzte die was gegen nackte Haut sagt, aber manche Animes bestehen eben einfach nur aus dem Plot Fanservice oder Ecchi und haben keine gute Story vorzuweisen.

Den Stempel kann man Tsugumomo wirklich nicht aufdrücken, die Story ist bisher sehr gut und mega interessant. Ich mag ja generell die japanische Art des Denkens und Glaubens. Dass sich ein alter Gegenstand, dem viel Liebe innewohnt in ein Wesen/Yokai verwandeln kann ist daher ein sehr schöner Gedanke. Da sich der Anime viel um dieses Thema dreht, kommen damit natürlich auch viele lustige Szenen zustande und ich musste wirklich oft lachen. Manchmal ist es auch einfach bescheuert, generell glänzt der Anime aber definitiv mit Slapstick Einlagen. Meinen Humor trifft es auf jeden Fall.

Aber wo gute Yokai sind, sind böse auch nicht fern. Die Tsugumomo sind gutartige Yokai, die ihrem Herrn dienen und umso stärker das Band zu ihrem Besitzer ist, umso mehr Fähigkeiten können sie hervorbringen. Dann gibt es allerdings noch die Amasogi. Während Tsugumomo erst nach längerer Zeit erweckt werden, manifestieren sich Amasogi sehr schnell, und rufen ohne Rücksicht übernatürliche Phänomene hervor. Beides sind jedoch Tsukumogami. Die Amasogi sind böse und definitiv feindselig. Daher kommt auch die Action in diesem Anime wirklich nicht zu kurz. Ich mag diesen Aspekt sehr gerne und habe hieran definitiv auch meinen Spaß. Außerdem finde ich die Art zu kämpfen von Kiriha sehr interessant, sie kämpft nämlich mit ihrem Obi bzw. der Vervielfältigung dessen und benutzt so etwas wie Schnittmuster verschiedener Art als Waffe oder Schutz.

Dem Horror Genre des Anime kann ich jedoch nicht zustimmen und würde es eher als Supernatural also Übernatürlich bezeichnen. Generell ist der Anime eher für eine männliche Zielgruppe gemacht, ich habe aber genauso auch meinen Spaß hieran, wobei ich ja generell eher ein Shounen Fan bin. Am Anfang einer jeden Folge kommt eine kurze Szene, dann werden Begrifflichkeiten erklärt, wie beispielsweise die Worte Tsukumogami, Amasogi, Regionale Götter, Ursprungsfluch und Ursprungsfluchreiniger. Im Anschluss folgt das Opening.

Das Opening ist farbenfroh und fröhlich, was aber dennoch zum Anime passt. Dennoch finde ich, dass das Opening zu viel verrät, was innerhalb den 12 Folgen noch passiert oder welche Charaktere noch auftauchen werden. Sowas gibt es bei Anime wirklich oft, ich persönlich mag es aber nicht, da ich die Geheimnisse des Animes lieber im Anime selbst aufdecken möchte, statt alles im Opening serviert zu bekommen, wenn auch ohne den Sinn dahinter. Und ich muss auch sagen, das Opening ist überraschend angezogener als ich es vermutet hätte.

© Yoshikadu Hamada · Futabasha / Tsugumomo committee

   

Ich bin da ganz auf Mia´s Seite. Als ich das Cover des Anime gesehen habe, habe ich ihn als plumpen Ecchi-Streifen abgetan. Umso mehr freut es mich jetzt ja sagen zu können, dass ich mich getäuscht habe. Ich bin zwar nicht ganz so begeistert von der Serie wie Mia, finde sie aber an sich wirklich sehr unterhaltsam und wie schon so oft gesagt, solang eine Serie dass kann, macht sie alles richtig… oder? Ich denke hier aber auch das Nipponart die Serie etwas falsch promoted. Mit Horror hat das hier wirklich nichts zu tun. Ich vermute mal, sie beziehen sich hier auf die Yokai im allgemeinen.

Auch was die Kämpfe angeht, stehe ich ganz auf Mia´s Seite. Diese haben mir auch wirklich sehr gut gefallen und ich finde Kiriha´s Kampfstil auf gewisse Art äußerst erfrischend. Wobei ich sie auf gewisse Art und Weise auch etwas overpowered finde. Denn letztendlich kann sie mit den Mustern die sie mit ihrem Stoff bildet quasi alles herstellen. Dabei ist sie sogar in der Lage den Stoff so hart zu machen, dass er Eis zerschmettert. Ich meine es bleibt doch Stoff… oder? ^^”

Was die Comedy angeht, trifft der Anime leider nicht ganz meinen Nerv. Aber mein Geschmack was das angeht, ist hin und wieder auch etwas speziell. Von daher liegt es an mir und nicht an der Serie! Mir gefallen dafür aber die Abgedrehtheit und die Charaktere an sich umso besser. Wobei mir Kiriha mit ihrer dominanten Art aber eindeutig besser gefällt, als es das Weichei Kazuya tut. Was die abgedrehte Art angeht, konnte allein schon die zweite Folge mit dem riesigen Büchergolem bei mir voll ins Schwarze treffen. Somit freue ich mich jetzt schon auf die Fortsetzung der Serie in Volume 2 und bin gespannt, was sie denn noch so zu erzählen hat.

© Yoshikadu Hamada · Futabasha / Tsugumomo committee

Alles in allem hat sich die erste Volume wirklich gut gemacht, ich bin ziemlich zufrieden. Ich habe was komplett anderes erwartet und wurde daher sehr positiv überrascht. Die ersten vier Folgen sind eine tolle Mischung aus Comedy und Action und bringen einem die Tsukumogami wirklich toll näher. Ich mag die Idee dahinter auf jeden Fall sehr und begrüße somit einen Plot damit. Ich freue mich sehr auf die weiteren Folgen und bin gespannt, ob die Qualität gehalten werden kann. In Sachen Bild und Ton gibt es von meiner Seite aus nichts zu bemängeln und auch die Synchronisation klingt richtig gut. Zudem wurde auf Kleinigkeiten geachtet, alle wichtige im Hintergrund hat Untertitel bekommen und es werden auch die Folgentitel gesprochen. Ich bin rundum zufrieden und gespannt auf mehr!

Sonstiges

Wir haben die DVD der ersten Volume vorliegen. Hier zeigen wir euch noch ein paar Fotos des Produkts und geben euch Nenneswerte Infos weiter.

Das Cover der DVD ist ein Wendecover und man kann somit das hässliche FSK-Zeichen in die durchsichtige Innenseite der Hülle verbannen. Aber nicht nur das FSK-Logo bekommt ihr damit weg, sondern auch die Zensur auf dem Cover. Die Kirschblüten sind auf der Wendeseite nicht mehr zu sehen und Kiriha wird entblößt. Dasselbe Motiv ist in der DVD als großflächiger Aufkleber enthalten. Dieser hat einen weißen Hintergrund, wenn man ihn abzieht.

Dazu gibt es noch ein Booklet, wo nähere Informationen zu den Charakteren, den vier Folgen und Erklärungen zu den vorkommenden Yokai und einigen Attacken stehen. Generell muss man sagen, dass man hier für sein Geld solide und qualitative Produkte erhält. Wir haben euch auch das Menü der DVD fotografiert, dort seht ihr, welche Spracheinstellungen euch zur Verfügung stehen.  Die nachfolgenden zwei Volumes erscheinen in einem Rhythmus von 1 1/2 Monaten und zu einem späteren Zeitpunkt wird es einen exklusiven Sammelschuber für die Volumes geben. Volume 2 erscheint am 17.08.2018.

Hülle inkl. Wendecover ohne FSK-Logo, der Aufkleber und das Bootklet. Von mir mit Zensur, damit ich es hier auch gefahrlos zeigen kann.

Die Charakterbeschreibung von Kiriha aus dem Booklet, alle Seiten sind so schön gestaltet und liebevoll mit Informationen gefüttert.

Das Menü, wenn man die DVD einlegt. Keine Werbung davor. Die Musik finde ich unpassend, allerdings hält man sich hier ja eh nicht so viel auf. Im Hintergrund laufen Szenen ab.

Die Sprach- und Untertitelmöglichkeiten der DVD im Menü.

Eure


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Mia

Hallo ihr lieben. Mein Name ist Mia und ich bin 25 Jahre alt. Ich liebe Animes und Mangas über alles, bin aber auch ein absoluter Film- und Serienjunkie oder lasse meinen Abend auch gerne mit zocken ausklingen und habe auch nichts gegen ein gutes Buch am Wochenende.

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