Anime Review: Attack on Titan Staffel 2

Die geschätzte Lesezeit für diesen Beitrag beträgt 7 Minuten.

Hier geht es zu unserer Review zu Staffel 1

Getreu dem Motto “besser spät als nie” schreibe ich heute die Review zur zweiten Staffel von Attack on Titan. Da ich unbedingt die dritte Staffel im Simulcast der Anime Summer Season 2018 schauen wollte, Fuma aber das Wissen der zweiten Staffel gefehlt hat, haben wir dies kurzfristig nachgeholt. Ich hatte die zweite Staffel auch noch nicht gesehen, allerdings habe ich das Wissen im grobe und ganzen schon im Manga gelesen, da ich aktuell bei Band 22 bin. Dennoch hat es mich natürlich auch interessiert, wie die Umsetzung im Manga ist und ob es Unterschiede gibt.

Wir danken an dieser Stelle Anime on Demand, dass sie uns einen Account zur Verfügung gestellt haben, um den Anime schauen zu können.

Als vor einigen hundert Jahren plötzlich die übermächtigen Titanen auftauchten, wurde die Menschheit an den Rand ihrer Ausrottung getrieben. Da sich die Titanen lediglich von Menschen ernährten und unerbittliche Jagd auf sie machten, verbarrikadierten sie sich hinter den 3 gigantischen Mauern Maria, Rose und Sina. Dort fristeten sie seit über 100 Jahren ihr Dasein und leben dort eingepfercht wie Schlachtvieh.

Nichts desto trotz, akzeptieren viele Bürger diesen vermeintlichen Frieden. Doch ein kleiner Teil der Menschheit, die sich mit diesem Leben nicht abfinden wollen, schließen sich dem Militär an. Dort erlernen sie den Umgang mit dem 3D-Manöver-Apparat, der einzigen wirkungsvollen Waffe gegen die Titanen.

Wer seine Ausbildung übersteht, hat die Wahl sich für eine von drei Einheiten zu entscheiden. Der Militärpolizei, die sich um die Belange innerhalb der innersten Mauer Sina kümmern. Dem Mauertrupp, der dafür verantwortlich ist, angreifende Titanen abzuwehren und dem Aufklärungstrupp. Letzterer bildet so etwas wie die letzte Speerspitze der Menschheit um irgendwann mal die Außenwelt zurück zu erobern.

Unzählige Titanen stürmten in das Innere und neben zahlreichen Toten, die es zu beklagen gilt musste die Menschheit letztendlich die äußerste Mauer aufgeben. Vom Tod seiner Eltern in brennende Wut gehüllt schwört Eren erbitterte Rache. Zusammen mit seinen Kindheitsfreunden Armin und Mikasa beginnt er das Training mit dem 3D-Manöver-Apparat.

   

In diesem Sinne gibt es bei Attack on Titan keine Unterscheidung in Staffeln. Die Story geht im Prinzip einfach weiter und auch die Folgen werden weitererzählt, statt wieder bei eins anzufangen. Das ist recht selten bei Anime, bietet sich hierbei aber absolut an. Der Manga ist schon sehr viel weiter als der Anime. In Deutschland ist bisher leider nur Staffel 1 auf Deutsch erschienen, die zweite Staffel kann man lediglich auf Japanisch mit deutschen Untertiteln bei Anime on Demand ansehen.

Aber diese Woche, Ende Juli, ist die erste Folge der dritten Staffel dort erschienen. Die Folgen werden wöchentlich ausgestrahlt, analog zu der japanischen Ausstrahlung im Fernsehen. Ich wollte diese Review hier unbedingt noch vorher schreiben, um dem ein oder anderen auch noch einmal die Erinnerung an die Geschehnisse der zweiten Staffel zurückholen. Und natürlich, um jenen die noch unsicher sind wann sie die zweite Staffel schauen sollen Lust darauf zu machen. Ich bemühe mich den Beitrag möglichst spoilerfrei zu halten, da es sich hier aber um eine Review zu einer zweiten Staffel geht, sind Spoiler nicht gänzlich auszuschließen. Wer den Anime also noch gar nicht kennt und auch den Manga nicht so weit gelesen hat, sollte sich erst einmal unsere Review zur ersten Staffel ansehen.

Für einige von euch, besonders die Mangaleser, ein paar Eckdaten zu Attack on Titan. Die erste Staffel umfasste 25 Episoden, die zweite Staffel dagegen nur noch 12 Folgen. Dies hatte verschiedene Gründe, der größte war jedoch der Personalmangel, aufgrund von einer aktuellen Überproduktion von Animes. Weil ich diese Frage schon oft gesehen habe: die erste Staffel umfasst die Kapitel 1-33 des Mangas, während die zweite Staffel die Kapitel 34-50 abdeckt. Dennoch ist die zweite Staffel keineswegs zu schnell vorangegangen, im Gegenteil, es hat sich teilweise gezogen wie Kaugummi. Was sich im Manga schnell und kurz anfühlte, war im Anime sehr in die länge gezogen und stellte uns als Zuschauer auf eine harte Probe. Dennoch hatte ich nach jeder Folge ein unbändigende Lust, den Anime weiter zu schauen. Der Anime macht also einiges richtig, zumindest für eingefleischte Fans des Franchise und da zähle ich definitiv dazu. Ich habe den Manga in kürzester Zeit durchgesuchtet und konnte einfach nicht aufhören. Jetzt musste ich leider pausieren, weil ich bei der aktuellen Veröffentlichung des Mangas von Carlsen Manga angekommen bin und erst auf Nachschub auf dem deutschen Markt warten muss.

Um jetzt aber endlich zum Punkt zu kommen, darum ging es in der zweiten Staffel: die Stimmung im Aufklärungstrupp wurde dadurch getrübt, dass plötzlich Titanen auf dem Weg zu ihnen waren. Es blieb nicht mal mehr Zeit, dass sie ihre Manöver-Gear ausrüstungen anziehen konnten, sie mussten sofort auf die Pferde und losreiten. Die Vermutung lag nahe, dass die Titanen erneut ein Loch in eine der Mauern gebrochen haben um in großen Scharen hindurch zu gehen. Diese Theorie wurde jedoch mit der Zeit Stück für Stück entkräftet und plötzlich blieb die Frage offen: Woher kommen die Titanen? Dazu gesellt sich die Frage, was Titanen eigentlich sind. Gibt es nur eine Hand voll Menschen die sich in Titanen verwandeln können? Es werden so viele Fragen gestellt, aber nur wenige Antworten gefunden. Die Kirche scheint jedoch viel mehr zu wissen, als sie zugeben. Beispielsweise scheinen sie zu wissen, warum ein Titan zum Vorschein kam, als ein kleines Loch in die Mauer gemacht wurde.

Trotz den vielen Fragen die aufgekommen sind, gab es auch weitere Indizien zum vorantreiben der Story und auch einige Antworten, die wir vielleicht besser gar nicht bekommen hätten. In dieser Staffel spielen nämlich Reiner, Bertholdt und Ymir sehr große Rollen. Sie enthüllen ihre wohl größten Geheimnisse und es wird erklärt, was sie mit Annie verbindet. Außerdem schafft es Eren eine Kraft in sich zu erwecken, von der er niemals gedacht hätte, dass sie existiert. Zudem weiß Christa wohl auch mehr, als sie eigentlich zugibt…

   

Wie auch in meiner Review zu Staffel 1, habe ich leider auch hier das ein oder andere Problem mit der Serie. Um diese zu erklären, werde ich Spoilern müssen. Wer also nicht gespoilert werden will, sollte ab hier zum Fazit springen. Für euch gilt, ich hatte auch hier meine Probleme, wurde aber ganz akzeptabel unterhalten. Wie und ob das für die Serie spricht ist da wiederum eine andere Frage 😉

Punkt 1.) Die Offensichtlichkeit mit der hier gearbeitet wird, nimmt der Serie ein Stück weit die Spannung. Ich meine wer sich ein wenig mit der nordischen Mythologie auskennt, weiß dass es sich bei Ymir um einen Riesen handelt…. was wird da wohl Ymir´s Geheimnis sein? … genau! Als sie sich dann als Leidenspartner von Annie herausstellt, war es mehr als offensichtlich, dass dies auch auf weitere Charaktere des 104. Trainingstrupps zutrifft. Suprise!! – Not!

Punkt 2.) Eren! Mal ehrlich, der Kerl hat Fragen und will antworten. Ist aber nicht bereit was dafür zu tun. Wenn 2 Leute dir helfen wollen auf die Antworten zu kommen, muss man sich da wehren, als würde man gerade bei lebendigem Leib in ein Fass voll kochendem Wasser geworfen werden? Ich denke nicht. Aber hey, ich bin nicht Eren. Seinen neuen Skill finde ich dahingehend schon fast wieder lächerlich….

Punkt 3.) Schon wieder sterben Reihenweise No-Name Charaktere unnötige Tode! Was soll das? Die Menschheit hat kaum noch (menschliche) Ressourcen muss man da ständig und zu jedem Zeitpunkt selbige wegwerfen? Versteht da jemand nicht so recht wie das ganze funktioniert mit den Soldaten? Wir sind in keinem beschissenen Spiel in dem man unendlich Einheiten nach produzieren kann.  Wenn man schon darauf angewiesen ist die Militärpolizei an die Front zu schicken, weil die anderen beiden Truppen langsam ausgemergelt sind… Seufz… Manchmal muss man halt mal ne Schlacht verlieren um den Endsieg zu erringen.

Aber es ist ja nicht alles schlecht den mit Hanji habe ich ja immer noch einen meiner Lieblingscharaktere mit an Bord die hier auch etwas mehr zugegen war. Naja mal sehen was die dritte Staffel so mit sich bringt. Ich bin jedenfalls mal gespannt und hoffe doch das sich langsam mal etwas bessert. Bei all den Offensichtlichkeiten, ist es irgendwie schon etwas schade wie viel coole Momente und Potenzial hier verschenkt wird…

Die Staffel war ohne Frage sehr spannend, wenn mich auch die erste Staffel noch viel mehr packen konnte. Vielleicht war es auch, weil ich die erste Staffel ohne Kenntnisse des Mangas gesehen hatte und im Anschluss direkt den Manga angefangen habe. Ich kann euch auf jeden Fall nur den Anime und den Manga sehr ans Herz legen, wenn ihr Interesse an dem Attack on Titan Franchise habt. Man wird hier definitiv nicht enttäuscht. Es gibt zwar fragwürdige Szenen und Entscheidungen, jedoch bleibt sich die Story dennoch treu. Es werden in der zweiten Staffel wirklich unfassbar viele Fragen aufgedeckt und nur wenige Antworten, was aber umso mehr Lust auf die dritte Staffel macht. Wenn ihr die dritte Staffel ebenfalls schaut, würden wir uns sehr freuen, wenn ihr jeden Sonntag in unsere Anime Summer Season 2018 reinguckt und mir einen Kommentar dalasst, wenn ihr die Folge gesehen habt. Zu guter Letzt noch die Frage: Welches ist bisher euer Lieblingsopening bei Attack on Titan? Von mir bekommt der Anime wie auch die erste Staffel 8 von 10 feuerrote Pfeile und Bögen.

Eure


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Mia

Hallo ihr lieben. Mein Name ist Mia und ich bin 25 Jahre alt. Ich liebe Animes und Mangas über alles, bin aber auch ein absoluter Film- und Serienjunkie oder lasse meinen Abend auch gerne mit zocken ausklingen und habe auch nichts gegen ein gutes Buch am Wochenende.

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