Anime Review: Tales of Zestiria the X – Staffel 1 inkl. Dawn of the Shepherd

Die geschätzte Lesezeit für diesen Beitrag beträgt 7 Minuten.

Seitdem ich Tales of Symphonia damals auf dem GameCube zum ersten mal gespielt hatte war ich ein großer Fan der Reihe. Die meisten Teile die von da an erschienen habe ich wenigstens mal angespielt und leider kann ich lediglich zu Tales of Graces F sagen, dass ich es auch beendet habe, Nichts desto trotzt mag ich das Franchise und werde sicherlich auch in Zukunft noch das ein oder andere Spiel nachholen bzw. spielen.

Unter den Spielen die ich lediglich angespielt habe, gehörte auch Tales of Zesteria. Obwohl ich unglaublich gespannt darauf war, habe ich letztendlich lediglich 4-5 Stunden gespielt und es dann beiseite gelegt. Natürlich mit dem Wunsch es irgendwann noch mal anzugehen. Bereits vor dem Release kam die OVA „Dawn of the Shepherd“ heraus, die schon mal unheimlich Lust auf das Spiel machte und Mitte 2016 kam dann auch die dazu passende Serie „Tales of Zesteria The X“ die in zwei Staffeln die Handlung nacherzählte.

Wie auch bei Tales of Symphonia, hat sich KSM die Lizenz der ersten Staffel vom Studio Ufotable geschnappt und hat sie zusammen mit dem Special (Episode 0) im Paket und dazu noch die OVA (Dawn of the Shepherd), veröffentlicht. An dieser Stelle also ein großes Danke schön an KSM Anime für das Bereitstellen der Serie und Viel Spaß damit.

Auf dem Kontinent Klammwald, existiert seit Jahrhunderten die Legende des Hirten. Dieser kommt in der Zeit der größten Not, wenn die Dunkelheit erneut aufersteht und die Herzen der Menschen verfinstert. Mit seinen Fähigkeiten und Begabungen reinigt der Hirte die Finsternis in der Herzen der Menschen und vertreibt die Dunkelheit. Doch sobald seine Aufgabe erledigt ist, verschwindet er.

Nach vielen hundert Jahren des Friedens, ist die Geschichte über dir Hirten zur Legende geworden und in Vergessenheit geraten. Da die Dunkelheit sich relativ im Zaum hielt, bestand auch keine allzu große Gefahr für die Menschen. Doch seit einiger Zeit häufen sich die Vorfälle und immer wieder werden die gefährlichen Hellions, Verkörperungen der Dunkelheit, gesichtet. Doch von einem neuen Hirten fehlt jede Spur.

Der Waise Sorey und sein Seraphim Freund Mikleo sind unglaublich neugierig und erforschen gerne unbekannte Ruinen die sich rund um die Stadt Elysia befinden. Dort hoffen sie Informationen über den Hirten zu finden. Da Sorey die Geschichten und Legenden dieses Helden unglaublich liebt, gelingt es ihm immer wieder Mikleo in gefährliche Abenteuer zu ziehen. Doch als er ein Artefakt des Hirten findet und somit selbst zum nächsten Hirten wird, steht ihm eine abenteuerliche Zukunft bevor…

   

OVA – Dawn of the Shepherd

Die OVA bot schon damals ein unglaublich guten Einstieg in das neue Spiel, da sie eine etwas ausgebaute Variante des Spielanfangs darstellte. Somit diente sie gleich in doppelter Hinsicht als gute Starthilfe. Wer also schauen will ob sowohl das Spiel wie auch die Serie etwas für ihn ist, der ist bei der OVA genau richtig.

Da sie aber auch genau als solch ein Sprungbrett konzipiert ist, hört sie eigentlich dort auf, wo es spannend wird. Denn am Anfang ist alles ein klein wenig Geplänkel. Der Fokus hier liegt vor allem auf dem kennenlernen der beiden Charaktere Sorey und Mikleo und diese beiden doch so unterschiedlichen Jungs bilden eine großartige Einheit.

Was Neugier angeht, geben sich die beiden eigentlich die Klinke in die Hand. Allerdings ist Sorey eher der spontane Hau-Ruck Typ, während Mikleo eindeutig der nachdenkliche Stratege ist. Diese Unterschiedlichkeit ist aber auch ihre größte Stärke, da sie sich damit gegenseitig komplettieren. Was dem einen also an Tollkühnheit, macht der andere durch seine Vorsicht gut.

Auch die Einführung der Seraphim und Hellion erfolgt hier sehr organisch. Das all dies in der kleinen Isolierten Gegend rund um Elysia geschieht, macht eigentlich den perfekten Maßstab aus um nach und nach die Situation in der Welt gezeigt zu bekommen. Eben das Menschen keine Seraphim sehen können und Hellions eine unglaubliche Gefahr, selbst für die mächtigen Seraphim, darstellen.

Tales of Zestiria the X – Staffel 1 inkl. Folge 0

Ich finde es von KSM absolut klasse, dass sie zur Serie auch die Episode 0 also das Alica Special gepackt haben. Ich finde es häufig unglaublich schwer an diese Specials heran zu kommen und bin daher immer sehr dankbar wenn die deutschen Publisher sich Mühe machen und eben diese zu ihren Veröffentlichungen hinzu zu fügen. Danke KSM! Bitte weiter so!

Was allerdings dieses Special angeht, muss ich gestehen, dass ich persönlich, auch darauf hätte verzichten können. Das liegt nicht nur daran das mir Alysa bereits von Anfang an eher unsympathisch war. Irgendwie hat sich das Special auch so … erzwungen und überflüssig angefühlt, mal ganz davon abgesehen das es in meinen Augen, eine absolute CGI Überflutung war. Ich bin mir auch jetzt leider noch etwas unsicher, ob es mir als Zuschauer denn etwas gebracht hat um den größeren Kontext besser zu verstehen… aber ich freue mich dennoch die Chance gehabt zu haben, mich selbst davon zu überzeugen.

Was mir dann wiederum (wenn auch Positiv) aufgefallen ist, das man in Epsiode 5 und 6 einfach mal eine kleine Kehrtwende hingelegt hat und den „normalen“ Cast hinter sich gelassen hat. Wem es nicht bewusst ist, dem erkläre ich es gerne. Nachdem 2014/2015 Tales of Zesteria veröffentlicht wurde, folgte dem ganzen im Jahr 2016 die Fortsetzung Tales of Beseria. Dieses Spiel war ein Prequel zu Zesteria und spielte viele Jahre vor dessen Handlung.

Umso überraschter war ich also, als plötzlich am Anfang der 5. Folge die gute Velvet (Main von Beseria) zu sehen war und sich das ganze auch in der 6. Folge so fortsetzte. Nicht das ich es nicht begrüßen würde, finde ich ihre Story doch leider deutlich spannender als Soreys Reise. Ich weiß nicht, ich finde sie einfach interessanter als den neuen Hirten. Dazu kommt die Sache das mir das Charakterdesign von Zesteria einfach nicht gefallen will. Lediglich Alysa und Rose gefallen mir, der Rest ist irgenwie … meh.

Um hier den richtigen Sprung zu machen, ist die Animationsqualität von Ufotable gewohnt bombastisch. Kampf und Actionszenen sind einfach ganz deren Ding. Egal welche Serie, es ist immer die reinste Augenweide, wenn es Charaktere dieses Studios mal wieder richtig Krachen lassen. Die Kämpfe und die Optik sind auch mein ganz klares Highlight der Serie. Denn die Story ist leider eher so 08/15. Auch wenn ich es mir immer noch wünschen würde, wenn man vielleicht hin und wieder etwas weniger CGI Hilfe in Betracht ziehen würde.

Wie eben schon gesagt, ist die Story in meinen Augen leider der schwächste Punkt der Serie. Wäre dies also keine ufotable Serie mit solch großartigen Kampfanimationen, hätte ich die Serie sicherlich nur so nebenbei gesehen. So muss man einfach hinsehen um bloß nichts zu verpassen, zumindest wenn gerade mal gekämpft wird. Aber das passiert eigentlich relativ häufig.

Zu den Charakteren, muss ich leider sagen, dass mir keiner (außer vielleicht Velvet) so wirklich zusagt. Irgendwie sind sie halt da und hin und wieder gibt es mal einen lustigen Spruch oder so. Gerade die Kurzen Sketche am Ende die als Vorschau ausgelegt sind haben häufig den besten Humor zu bieten. Immer noch besser als ein Maskottchen, dass die Klamotten der Protagonistin zeigt… Kein Kommentar.

   

Ich habe früher Tales of Symphonia sehr oft und exzessiv gespielt. Seitdem kam ich bei den Tales of Spielen aber leider überhaupt nicht nach und habe komplett den Überblick verloren. Dennoch habe ich mich natürlich gefreut, dass Tales of Zestiria einen Anime spendiert bekommen hat. Außerdem habe ich bei Fuma teilweise zugeguckt gehabt, wie er das Spiel gespielt hat.

Ich muss sagen, dass der Anime wirklich schön ist. Besonders das Opening hat es mir soo angetan, ich liebe es mit so vielen Fasern meines Körpers. Genauso ist generell die Musik in dem Anime echt gut gemacht und passt einfach richtig gut. Da muss ich auch wirklich ein Lob an die deutsche Synchronisation aussprechen, die ist richtig gut.

Nichts wirkt unpassend oder deplatziert und das Gefühl beim ansehen und vor allem anhöheren ist wirklich toll und rundet alles nochmal schön ab. Die Animationen sind wie für das Studio bekannt wirklich wunderschön und besonders die Kämpfe sind eine absolute Augenweide. Ich hatte bei dieser ersten Staffel richtig viel Spaß und freue mich, auf die zweite Staffel, die hoffentlich auch noch nach Deutschland kommt.

Im großen und ganzen ist die Serie eigentlich eine ganz nette Adaption und weiß relativ gut zu unterhalten. Lediglich über den Inhalt mache ich mir etwas sorgen, da die 12(13) Folgen der ersten Staffel, höchstens ¼ der Story abdecken und die 2. Staffel somit ja sogar ¾ bei 12 Folgen abdecken müsste. Ob das wohl so gut geht? Der Handlungsbogen der ersten Staffel macht jedenfalls Lust auf mehr. Ich hoffe also das KSM die zweite Staffel vielleicht auch noch holt.

Für Fans von rasanter Fantasy-Action bietet die Serie, auch ohne jegliches Vorwissen der „Tales of“- Reihe, einen durchaus gelungenen Unterhaltungswert. Ich kann sie von meiner Seite also empfehlen. Von mir gibt es an dieser Stelle 7 von 10 geläuterten Seraphim.

Euer


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