Manga Review: All You Need Is Kill

Kennt jemand von euch den Film “Edge of Tomorrow”? Wusstet ihr, dass dieser Film auf der Light Novel “All You Need Is Kill” aufbaut? Ich wusste es zumindest damals nicht, als ich den Film mit Tom Cruise gesehen hatte. Mir hatte der Film bzw. die Thematik damals sehr gut gefallen. Und das nicht nur, weil Tom Cruise so oft in dem Film stirbt und ich ihn als Menschen nicht mag. Als Schauspieler schafft er es jedoch, mich hier und da zu begeistern. Auf jeden Fall hatte ich vor kurzem wieder richtig Lust auf diesen Film, habe dann aber doch zum Manga gegriffen, der ebenfalls eine Umsetzung der Light Novel ist. Der Manga hat mich sogar so überzeugt, dass ich direkt danach mit der Novel angefangen habe. Das allein spricht zwar schon für sich, aber genaueres erzähle ich euch in meiner Review.

Keiji Kiriya kämpft. Er ist dafür bestimmt, zu kämpfen, bis auch der letzte Mimic getötet wurde, um die Menschheit zu retten. Er ist Mitglied der United Defense Force Japan beim Militär, kämpft mit der einzig effektiven Waffe, einem Exoskelett, mit seinen Kameraden in einer Schlacht gegen die seltsamen Wesen und er ist leider bei seinem ersten Einsatz gestorben. Seltsam nur, dass er wieder aufwacht und anscheinend die Zeit vor dem Mimic Angriff immer und immer wiederholt. Ist das ein Traum oder Realität? Wie kann er aus dieser Schleife ausbrechen, um dem Tod nicht so oft ins Gesicht zu blicken?

   

Ich liebe Filme mit Zeitschleifen. Ich habe keine Ahnung, wieso mich diese so oft so sehr begeistern, aber es ist einfach so. Ich geh bei solchen Filmen, Serien oder Animes total auf und fiebere extrem mit. So auch hier. Vor allem war ich aber super neugierig, weil der Manga tatsächlich nur zwei Bände hat. “Wie soll diese wahnsinnig tolle und detailreiche Story des Films in zwei Manga Bände passen?” habe ich mich damals gefragt. Ich wurde wirklich positiv überrascht was das angeht. Der Wahnsinn, wie viel doch in zwei Bände passt.

Meine Begeisterung für den Manga kam aber auch noch von etwas anderem. Die Romanvorlage für die Geschichte stammt von Hiroshi Sakurazaka, das Szenario selbst von Ryosuke Takeuchi und die Orginalzeichnunen von yoshitoshi ABe. Und die Zeichnungen des Mangas übernahm niemand geringeres als mein persönlicher Manga Gott Takeshi Obata. Ich hatte mich darüber so sehr gefreut! Und er hat mich wirklich nicht enttäuscht. Nicht nur die beiden Cover der Manga sind der absolute Wahnsinn, auch alles was im Manga passiert ist grandios gezeichnet. Du findest dich in jeder Situation super zu Recht, man weiß dank den detaillierten Hintergründen immer genau wo man sich befindet und die Charaktere und deren Mimik sind immer tadellos. Ich liebe es einfach, Mangas mit seinen Zeichnungen zu lesen. Ich finde, das hat dieser grandiosen Story hier einfach das i-Tüpfelchen aufgesetzt.

Aber kommen wir doch mal zu dem Punkt, warum der Manga und die Story dahinter so toll sind. Zeitschleifen sind ja eh schon was sehr cooles. Der Manga besteht insgesamt aus 17 Kapiteln. Wir folgen dem jungen Greenhorn Keiji Kiriya. Die erste Seite des Mangas konfrontiert und mit einem Kriegsschauplatz. Und im nächsten Moment mit einem in Schweiß getränkten Keiji in seinem Bett. Er ist verwirrt und verwundert. Er war doch eben noch bei einem Krieg und ist gestorben, oder war das nur Einbildung oder ein Traum? Und warum fühlt sich alles so vertraut an, als hätte er es schon einmal erlebt? Trotzdem kann er die Geschehnisse beeinflussen im Gegensatz zum Vortag. Alles wirklich sehr seltsam. Er merkt nach und nach, dass er sich in einer Zeitschleife befindet.

Der Krieg, in dem die Menschen hier kämpfen, ist gegen die Mimic. Dies sind kugelförmige Aliens, die die Menschen brutal und ohne mit der Wimper zu zucken abschlachten. Dies ist nur einer von vielen Schauplätzen auf der Welt, um gegen sie anzukämpfen und zu versuchen, zu gewinnen. Jedoch ist Keiji anscheinend der einzige, der etwas von dieser Zeitschleife merkt. Woher kommt sie und vor allem – wie kommt er wieder heraus? Diese Fragen beschäftigen ihn sehr, egal wie oft er mittlerweile schon gestorben ist und wiedergekehrte.

Sein Augenmerk wird immer wieder auf eine junge Soldatin gelenkt, die für ihr Alter und ihre Statur extrem gut darin ist, gegen die Mimics zu bestehen und nicht sofort von ihnen niederstreckt zu werden. Keiji nimmt sich ein Vorbild an ihr und lernt das Kämpfen in seinen Zeitschleifen, um irgendwann auch so gut zu sein wie sie, oder vielleicht sogar besser. Schritt für Schritt macht der junge Keiji Fortschritte, auch wenn er gar nicht so richtig weiß, was hier eigentlich abgeht. Er macht sich die Zeitschleifen zu Nutze um sich weiterzuentwickeln. Vielleicht ist er ja die einzige Rettung der Menschheit, oder?

Die Story ist einfach sehr komplex und in kurzen Worten schwer zu beschreiben. Ich fand es auf jeden Fall super spannend Keiji bei seinem Weg zu begleiten. Er ist super intelligent und lässt sich nur schwer unterkriegen. Ich habe sehr mit ihm mitgefühlt und das hat mich noch tiefer in die Story reingesogen. Die beiden Mangas waren definitiv schnell gelesen, obwohl ich es vergleichsweise schon viel Text nennen würde. Die tollen Zeichnungen haben einen da aber gut unterstützt als Leser. Ich finde auch die Tiefgründigkeit des Werkes beachtlich. Man muss so auf die Details achten, da oft darauf zurück verwiesen wird. Außerdem stehen nach jedem Kapitel auf einer schwarzen Seite sehr Tiefgründige Texte und Worte, was eine schöne Ergänzung war.

Ich habe zu Recht super viel Lust auf die Light Novel bekommen und hoffe, ich kann sie euch auch bald vorstellen und erzählen, ob sie etwas besser oder schlechter macht als der Manga. Bis dahin kann ich euch den Manga wirklich nur wärmstens ans Herz legen, wenn ihr keine Scheu vor Gewalt und hier und da spritzenden Blut habt. Es lohnt sich, dieses Werk ist wirklich ein Meisterwerk, wenn auch kurz, dafür aber knackig. Von mir gibt es 8 von 10 Wiederholungen in einer Zeitschleife, weil ich die Story am liebsten noch viel länger begleitet hätte und an manchen Stellen der Fortschritt sehr langsam vorangeht. Aber diese Kleinigkeiten lassen sich in meinen Augen wegen des Rests gut aushalten.

Eure


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