Anime Review: Made in Abyss Staffel 1 Volume 1

Vor etwa einem Jahr lief Made in Abyss im Japanischen TV und ging komplett an uns vorbei. Da mich das Charakter-Design nicht unbedingt ansprach und die Serie hierzulande ohnehin nicht im Simulcast lief, war das auch nicht so schlimm. Zu dieser Zeit habe ich auch unheimlich viel gutes zur Serie gehört, allerdings half auch das nicht, mein Interesse für die Serie zu wecken.

Ganz im Gegensatz dazu wurde mein Interesse durch Universum Anime geweckt, die sich ja eher gezielt Serien raus suchen um sie hier zu veröffentlichen. Siehe hier vor allem The Eccentric Family, Death Parade oder aber die jetzt gerade frisch erscheinden Violet Evergarden und Grimoire of Zero. Da mich die meisten ihrer Serien Ansprechen, wollte ich natürlich auch Made in Abyss eine Chance geben. Freundlicherweise wurde uns dann auch die 1. Volume von Universum Anime zur Verfügung gestellt. Danke schön dafür und viel Spaß mit meiner Review.

©2017 Akihito Tsukushi, TAKE SHOBO/MADE IN ABYSS PARTNERS

Das Abyss ist ein riesengroßer und gefährlicher Abgrund, dessen Boden für das menschliche Auge nicht sichtbar ist. Fasziniert von den Geheimnissen und Schätzen die im Verborgenen auf sie warten, zieht das Abyss unzählige Menschen in seinen Bann, die allzu bereit sind Opfer zu bringen. Denn die Schätze die im verborgenen lauern bringen sowohl Ruhm und Ehre und können im besten Fall ein tieferes Eindringen in den Abyss ermöglichen.

Um mit der Ausbildung möglichst früh zu beginnen und die größtmöglichen Erfolge zu garantieren, schickt man bereits Weisenkinder in jungen Jahren in den Abyss. Eins dieser Kinder ist Riku, ein wissbegieriges junges Mädel, das Regeln und Gesetzte gerne soweit ausdehnt, das es zu ihren Plänen passt. Als sie eines Tages einen Mysteriösen Jungen mit mechanischen Armen im Abyss findet, ist sie fest davon überzeugt, eine Möglichkeit gefunden zu haben, dank ihm nun endlich auch auf tieferen Ebenen des Abyss zu gelangen und so eventuell ihre Mutter wiedersehen zu können. Ein spannender Abstieg voller Gefahren und Wunder beginnt….

©2017 Akihito Tsukushi, TAKE SHOBO/MADE IN ABYSS PARTNERS

   

Nachdem ich nun die ersten 7 Folgen der Serie gesehen habe, steht natürlich die Frage im Raum, ob sie all ihrem Ruhm gerecht wird? Ich bin mir aktuell da noch etwas unsicher. Denn gerade die ersten 3 Folgen haben mir persönlich nun nicht so gut gefallen. Ich bin zwar ein großer Freund von Slice of Life, wenn eine Serie aber zumindest optisch gen Action oder sagen wir mal eher Abenteuer aufgebaut ist, bin ich kein großer Freund davon wenn man am Anfang lange braucht um endlich anzulaufen. Das ist meiner Meinung nach hier leider der Fall.

Gerade Abenteuer Serien sollten in meinen Augen zu Beginn unheimlich viel Gas geben, da sie einen den Zuschauer ja abholen sollen. Das heißt natürlich nicht, das sie nicht trotzdem überzeugen kann. Dennauch mit einem langsamen Start, kann eine Serie durchaus was werden. Denn zu einem gewissen Maß gehört World-building ja schließlich dazu. Allerdings sollte das ganze keine 3 Folgen dauern. Ein lernend/erklärender Prozess wie in anderen Serien finde ich persönlich deutlich ansprechender.

Dazu kommt das Charakter-Design das mich hier einfach nicht abholen will. Ich finde es ja durchaus okay, sich abseits der „Norm“ und dem Einheitsbrei zu bewegen. Dagegen ist wirklich gar nichts zu sagen. Allerdings ist es dann immer noch ein Unterschied ob man es wie bei Violet Evergarden macht und ne 14 Jährige wie ne 18 Jährige aussehen lässt oder ne 20 jährigen Loli wie 14.

Wenn es aber eine Abenteuer-Serie mit Kindern ist, nimmt ihr das ein klein wenig die Spannung weil es das ganze eben so unpassend wirkt. Das gleiche Problem habe ich zu einem gewissen Grad auch mit Promised Neverland, aber das ist wieder ne andere Geschichte. Also egal! Ist eben meine ganz persönliche Präferenz. Wird sicherlich mehr als genug Leute geben, bei denen das super ankommt.

©2017 Akihito Tsukushi, TAKE SHOBO/MADE IN ABYSS PARTNERS

Aber genug Beschwert! Kommen wir zu den guten Sachen der Serie. Die Welt und das Abyss finde ich unglaublich spannend und Interessant. Wie kam es dazu, wer hat es erschaffen und warum baut man eine komplette Zivilisation darauf auf selbigen zu erkundigen? Es gibt so viele offene Fragen die ich mir stelle, aber das ist auch gut so, denn es sind keineswegs unsinnige Fragen. Der Schleier der Geheimnisse macht es nur noch interessanter. Auch das absteigen in den Abyss und die einzelnen Ebenen, sind spannend in Szene gesetzt.

Auch das ganze System rund um die Taucher und ihre Ränge finde ich sehr interessant, auch wenn ich immer noch nicht so recht verstanden habe, wie man denn jetzt eigentlich im Rang aufsteigt. Und dass obwohl das Rangsystem eigentlich einer der wichtigsten Punkte ist. Darauf bin ich also mal gespannt, bzw. hoffe darauf das hier noch eine Erklärung zu den den kommenden 6 Folgen geben wird.

Was die Charaktere angeht, bin ich ehrlich gesagt etwas zwiegespalten. Die weibliche Main Riko nervt mich ehrlich gesagt ein klein wenig, während mir Rek als männlicher Protagonist relativ gut gefällt. Die Team-Dynamik der beiden erinnert in meinen Augen unheimlich an Rosett und Chrono aus Crono Crusade, was mir dann wiederum gefallen hat und mich wieder ein wenig abgeholt hat. Dafür gibt es andere Charaktere die ich interessant finde und über die wie hoffentlich noch ein wenig mehr erfahren.

Angefangen von Riko´s Mutter der legendären Weiß-Pfeife Lyza, die ja wohl der Coolste Charakter der Serie ist. Vielleicht nicht die beste Mutter, aber immerhin ein interessanter Charakter. Dazu gesellen sich Kandidaten wir Riko´s Onkel oder aber Lyza´s ehemalige Partnerin Ouzen. Ein unglaublich spannender Charakter, der mit seiner seltsam gebückten Haltung teilweise echt seltsam aussieht. Im Ending ist noch ein Hasenmädel zu sehen, auf das ich mich auch freue. Diese wird sicherlich eine gute Ergänzung zur Dynamik darstellen, ähnlich wie es damals Azmaria tat.

©2017 Akihito Tsukushi, TAKE SHOBO/MADE IN ABYSS PARTNERS

Ich hab zwar am Anfang viel gemeckert, bin aber voll und ganz davon überzeugt, das mir die Serie im Endeffekt gefallen wird. Der Unterhaltungswert ist sehr gut und die Abenteuer-Darstellung funktioniert besser als ich es erwartet hatte. Mit den Charakter-Design werde ich mich zwar nicht anfreunden können, aber das ist wie gesagt persönliche Präferenz.

Jeder Fan von Abenteuer-Geschichten kann ich das ganze absolut empfeheln und es lohnt sich alle mal, ein Auge zuzudrücken was das Charakter-Design angeht. Ich freue mich jedenfalls schon auf den 2. Teil der Staffel und bin gespannt, wie weit sie es bezüglich des Abstiegs wohl noch so schaffen werden bevor die Screentime ausgeht.

Euer


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Jimoku


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4 Antworten

  1. hellspawn2501 sagt:

    Und wie ich überzeugt bin, das dir die Serie am Ende gefällt. ^^ Sagen wir es so, das allerbeste kommt noch. Mir gefiel Made in Abyss auch unheimlich gut. Diese ganze Gestaltung des Abyss und wie lebensfeindlich dieser für uns Menschen ist, wurde überzeugend dagestellt. Auch in Sachen Optik überzeugt die Serie hier. Mit dem Charakterdesign hatte ich auch nicht solche Probleme wie Fuma. Insgesamt fand ich sah das doch sehr Digimonmäßig aus.
    Was mir aber am meisten gefiel ist das der komplette Anime erst wie eine Abenteuerkinderserie anmutet und dann völlig auf eine Schiene fährt, die man eher Erwachsenen empfehlen würde. Und dabei wirkt die Handlung zu keinen zeitpunkt unglaubwürdig.
    Bin jedenfalls jetzt sehr gespannt auf deinen WTF?-Kommentar (der wahrscheinlich positiv sein wird), sobald die abschließende Box erschienen ist. ^^

    • Fuma sagt:

      Na da bin ich ja mal gespannt, ob du damit wohl recht behalten wirst. Oben habe ich ja bereits meine Sorgen geäußert und sehe der 2. Box gespannt aber skeptisch entgegen. Schauen wir einfach mal ;)

  2. Akira sagt:

    Bitte informiert euch doch genauer… The Heroic Legend of Arslan ist NICHT von Universum Anime und es heißt The Eccentric Family.

    • Fuma sagt:

      Danke für diese konstruktive Kritik, die du natürlich auch etwas netter hättest formulieren können. Heroic Legend ist bei Universal erschienen, das habe ich wohl leider durcheinander geworfen und das meine Autokorrektur bei The Eccentirc Family, das Family in Familie verbessert hat tut mir ebenfalls Leid. Eine Schande auf Autokorrektur und das ich es beim drüber lesen solch einen extrem kritischen Fehler nicht bemerkt habe.

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