Light Novel Review: I’ve Been Killing Slimes for 300 Years and Maxed Out My Level Band 1

Die geschätzte Lesezeit für diesen Beitrag beträgt 5 Minuten.

Seit Ende 2017 lese ich verstärkt Light Novels. Als Yen Press Ende letzten Jahres also einen ganzen Haufen Light Novels für den englischsprachigen Raum ankündigte, waren natürlich unheimlich viele skurille Titel dabei, die mein Interesse weckten. Darunter natürlich auch viele Isekai Serien, von denen ich mittlerweile so einige mein eigen nenne. Nachdem ich mich diese Woche also schon mit That Time I got Reincarnated as a Slime beschäftigt habe, bleibe ich relativ nahe beim Thema Slime und widme mich dieses mal dem Slime töten.

Den bereits mit dem Titel „I’ve Been Killing Slimes for 300 Years and Maxed Out My Level“ schaffte es die Serie meine Neugier zu wecken. Das das Cover hier natürlich auch überzeugte ist natürlich auch von Vorteil. Vor allem hatte ich nach „So I´m a Spider, So What?“ und „Reborn as a Vending Machine, I Now Wander the Dungeon“ einfach mal wieder Lust auf einen menschlichen Protagnositen. Viel Spaß also mit meiner Review zu einer unglaublich spaßigen Light Novel…

Azusa Aizawa ist eine japanische Mid-Zwanzigerin, die nur für ihren Job lebt. Ein wahrer Firmensklave, für den Überstunden an der Tagesordnung stehen und für den Freizeit ein absolutes Fremdwort ist. Daher ist sie selbstverständlich immer noch Single. Als sie es eines Tages mal wieder so richtig übertreibt und einen Black out hat, muss sie feststellen, das sie wohl an Überarbeitung bzw. Entkräftung gestorben ist.

Eine mysteriöse Frau, die sie nicht richtig als Engel oder Teufel einzuordnen weiß, schenkt ihr eine zweite Chance in einer anderen Welt. Sie gewährt Azusa sogar einen Wunsch für ihr neues Leben, welchen sie so gleich für Unsterblichkeit nutzt. Diese will sie voll auskosten und ein zurückgezogenes lockeres Leben führen.

Ausgestattet mit dem Körper einer mächtigen Hexe und in einer verlassenen Hütte, etwas fernab eines kleinen Dorfes, startet sie also ihr neues Leben voller Faulheit und Gelassenheit. Lediglich hin und wieder begibt sie sich ins Dorf um ein wenig mit Kräutern zu handeln und erledigt dabei die Slimes die am Wegrand herum lungern. Ehe sie sich versieht sind 300 Jahre ins Land gezogen und als dann noch ein Drache an ihrer Tür anklopft beginnt ihr ruhiges Leben langsam aber sicher etwas aktiver zu werden…

   

Auch wenn ich das ganze hier jetzt nach „Reborn as a Slime“ schreibe, habe ich die Light Novel bereits vor ein paar Wochen beendet. Ich muss auch dazu sagen, das sich diese Novel hier deutlich besser lesen ließ als es bei Slime der Fall war. Das kann aber neben einem deutlich besser gewähltem englisch auch an den Charakteren selbst liegen. Denn obwohl die beiden Light Novels sich auf gewisse Weise ähneln, könnten sie an sich nicht unterschiedlicher sein.

Wobei die größte Gemeinsamkeit dürfte wohl der Overpowerte Hauptcharakter sein. Hier bei „Killing Slimes“ ist es aber genau jene Art OPler von dem ich bei „Reborn as a Slime“ sprach, den eine Story braucht um interessant zu sein. Azusa ist zwar nahezu stärker als alles was da kreuscht und fleucht, das heißt aber noch lange nicht, das sie es so raus hängen lässt wie Rimuru. Sie ist ein absolut angenehmer Hauptcharakter, die mit ihrer Einstellung für mich auch häufig unheimlich inspirierend war. Ich muss hier zwar auch sagen, dass es stellenweise, ganz sanft etwas nervt, wenn sie mal wieder darauf beharrt, das sich bloß niemand anstrengen soll, aber das ist durchaus verkraftbar.

Denn gerade für mich, bei dem es auch an der Tagesordnung ist Überstunden zu machen, hat ihre Art oder eher ihre Einstellung Spuren hinterlassen. Häufig wenn es bei mir auf der Arbeit nun heiß und übertrieben viel wird, schalt ich einfach nen Gang zurück. Warum soll ich das Abfangen was meine Kollegen, liegen lassen weil sie kein Bock haben? Also lass auch ich es liegen und kümmere mich nicht drum. Seit der Light Novel habe ich meine Überstunden auch etwas zurück gefahren, auf mich hat die Light Novel also definitiv einen Eindruck hinterlassen. Azusa hat schon recht, mit ihrer Meinung, dass zu viel Ehrgeiz meist eher schädlich als hilfreich ist.

Im Vergleich zu Rimuru ist sie auch nicht so übertrieben Overpowered. Klar ist sie stärker als 90% der Lebewesen in der neuen Welt, aber sie hat dennoch ihre Limits, was sie wiederum sympathisch macht. Ebenso setzt sie ihre Überlegenheit zwar ein, wenn es nicht anders geht, versucht bis dahin aber immer einen Ausweg zu finden. Selbst dann, ist sie mehr als bescheiden, was natürlich auch für sie spricht.

Aber auch die andere Charaktere rund um Azusa bilden mit ihrer Diversität eine gehörige Portion Abwechslung und sind eigentlich durch die Bank weg ansprechend. Dabei ist so ziemlich alles vertreten. Mit Laika ihrer ersten Schülerin haben wir einen mächtigen Drachen. Die beiden Slime-Spirits Falfa und Shalsha bringen gerade zu beginn ordentlich Leben in die Bude und die Elfen Apothekerin Halkara, die in der Fantasywelt einen Energydrink erfunden hat runden die kleine Familie hervorragend ab. Mit der Dämonin Beelzebub hat Azusa auch eine sehr gut geschrieben Freundin und Rivalin an ihrer Seite.

Obwohl der erste Band der Reihe sich nicht so große Mühe beim Weltenbau gibt, wie es etwa bei „Reborn as a Slime“ der Fall ist, überzeugt die Story dennoch. Denn das ganze ist gerade hier im Anfangsband gar nicht nötig. Denn vorrangig geht es hier ja um das gechillte Leben von Azusa und wie sie sich nach Möglichkeit aus absolut allem raus halten will. Das ihr das natürlich nicht so gut gelingt als Max Level Charakter und Patron des Dorfes ist von Beginn an absehbar.

Denn die Story ist sehr Episodisch aufgebaut, was in meinen Augen sowohl eine Stärke, wie auch eine schwäche ist. Denn die einzelnen Kapitel haben einen relativ ähnlichen Aufbau und beginnen damit, das irgendwer an Azusa´s Tür klopft und daraufhin eben ein neues Abenteuer beginnt. Das ist erzählerisch zwar ne echt gute Sache und macht das kapitelweise lesen auch mit größeren Zeitabständen dazwischen echt einfach.

Allerdings wirkt es beim durchgängigen lesen ein wenig repetitiv. Vielleicht sehe aber nur ich das so und empfinde es nur als seltsam, weil ich das aus Büchern bisher so nicht kenne. Nichts desto trotz bringen die Kapitel genug Abwechslungen mit sich. Denn die Gäste die bei ihre Aufdotzen könnten nicht unterschiedlicher sein. Von der Elfe in Nöten bis zum Drachen, kommt alles vor und bietet so ein gekonnt abgerundetes Erlebnis.

Von der ersten bis zur letzten Seite hat mich die Light Novel absolut köstlich unterhalten. Ich freue mich immer wieder, dass ich ein zuverlässiges Näschen habe, was neue Sachen angeht und das Cover und der Titel haben mich von der ersten Sekunde angesprochen. Wer also Lust auf eine gute Fantasy Story mit relativ seichten Isekai-Elementen hat, der ist hier genau richtig. Denn grundsätzlich könnte das hier auch eine „normale“ Fantasy-Story ohne den Zusatz Isekai sein und es würde immer noch genauso gut funktionieren.

Ich fand den Band also sowohl Unterhaltsam wie auch auf gewisse Weise lehrreich und kann ihn bedenkenlos empfehlen. Der Mix aus gutem Schreibstil, ansprechenden Charakteren und ner interessanten Story ist hier absolut gelungen und ich freue mich schon jetzt vollends auf den zweiten Band, der ja auch nicht mehr so lange auf sie warten lässt 😉

Euer


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