[Gastbeitrag] Anihabara´s Loot of Japan

Die geschätzte Lesezeit für diesen Beitrag beträgt 4 Minuten.

Hallo ihr lieben, wir hoffen, ihr habt ein wunderschönes Wochenende. Heute gibts mal einen etwas anderen Loot und einen etwas anderen Gastbeitrag. Der liebe Dimbu von Anihabara.de ist gerade in Japan und hat uns seine Fotos und Anekdoten zu seinem Loot inkl. Empfehlungen zum Shoppen in Japan bzw. Tokyo zugesendet. Wir hoffen, ihr habt viel Spaß damit!

Liebe Grüße
&


Hey, mein Name ist Domenic und ich mache heute die Urlaubsvertretung für Mia und Fuma – also eigentlich nicht wirklich. Mia und Fuma haben gar keinen Urlaub und vertreten könnte ich deshalb maximal Anihabara.de als dessen Chefredakteur. Sicher habe ich mit dem ein oder anderen von euch aber schon mal geschrieben und deswegen wissen einige bestimmt, dass ich – meine Mangas ausgenommen – gar nicht so viel Merchandise besitze. In meinem Tokyo-Urlaub sollte sich das ändern.

Eine Geschichte einer ausgeprägten Sucht nach Kapselautomaten, neuen Nerdshirts und einem achtstöckigen J-Pop-Musikladen.

Als Kind hatte ich viele Pokémon-Figuren. Sie hausten in einer Stadt aus Ton in meinem Kinderzimmer und wann immer ich an einem Kapselautomaten mit Pokémon-Figuren vorbeikam, wurden es mehr. In Tokyo kam diese Angewohnheit wieder ans Licht: Hatte ein Gatcha-Automat Anhänger einer Franchise, was mir gefällt, suchten meine Augen schon nach dem nächsten Geldwechsler, um meinen Vorrat an 100-Yen-Münzen aufzufüllen. Dabei bin ich in alle möglichen Fettnäpfchen getreten: Verlangt ein Automat 400 oder 500 Yen, füttert ihn nicht mit eurem Geld, irgendwo gibt es ihn für 300 Yen – also 2,30 Euro – und versucht nicht auf Gebrechen, euren Lieblingsanhänger herauszubekommen. Man kann sie nämlich auch für 600 bis 1200 Yen in einigen Läden kaufen. So bin ich zum Beispiel an meinen Yuna-Anhänger gekommen. Praktisch ist’s auch, wenn eure Mitreisenden auf ganz andere Charaktere einer Franchise stehen: Levi und ich haben zum Beispiel unsere Anhänger zu Laid-Back Camp und Love Live einfach getauscht. Für manche Events wie die Kunst-Ausstellung zu Final-Fantasy-Charakterdesigner Yoshitaka Amano in Ikebukuros Sunshine City werden sogar eigene Gatchapon angefertigt – vielleicht erkennt ihr ja Red VIII aus Final Fantasy VII auf dem Bild wider. Mein ganzer Stolz ist jedenfalls der Kyouka-Anhänger zu Bungo Stray Dogs, nachdem ich zuvor ‘nen Anhänger von einem der unnötigen Film-Bösewichten herausbekam. Was mich aber zu dieser Pokémon-Slotmachine geritten hat, weiß ich selber nicht. Zumindest mein Rucksack ist jetzt erfolgreich nerdifiziert.

Meine Empfehlungen: Radio Kaikan & Gamers für allgemeines Anime-Merchandise & Sammelkarten, Lashinbang für günstige Gebrauchtware

Nächster Tagesordnungspunkt: Nerdshirts. Die Herausforderung: Ich will meine Shirts auch wirklich tragen – egal, ob ich mit Freunden, Arbeitskollegen oder Familie unterwegs bin. Eben nicht nur auf Conventions, wo ich mit Jeans und Hemd nicht wirklich dem “Dresscode” entspreche. Mein Kleidungsgeschmack kommt mir in Japan aber gelegen: Ich war noch nie Fan von Fotomotiven oder Anime-Charakteren, wie sie in den Serien selbst hätten dargestellt sein können. Abstrakt ist nun mal King! Stellt sich jedenfalls heraus, meine abstrakten Shirts kosten 20 Euro und Darstellungen aus den Anime 50 Euro. Keine 5 Minuten in Akihabara landete deshalb schon das LLENN-T-Shirt im Rucksack – im Animate gab’s dann auch gleich den passenden P-chan-Schlüsselanhänger (8 Euro) und gegenüber im Sofmap ein Chihiro-Papierdiorama (8 Euro) zum Selberbasteln. Tag drauf verkaufte derselbe Bahnhofsstand dann das Asuna-T-Shirt, Yaya scoutete das T-Shirt mit der Karte aus Made in Abyss im ersten Laden des Otaku-Fashion-Labels Cospa, während neben uns zwei Männer sich ihre gerade gekauften Sailor-Moon-Cosplays zeigten, und im zweiten Laden landeten die zwei zusammengenähten T-Shirt-Hälften mit Monokuma drauf in meinem Einkaufswagen. Ich meine, ein T-Shirt, was gleichzeitig schwarz und weiß ist? Das kann ich mit allem kombinierten! Ein wahrgewordener Traum! Mit einem zweiten LLENN-Shirt habe ich geliebäugelt, aber Yaku hätte mich bei so viel Sword Art Online wohl umgebracht.

Meine Empfehlungen: Cospa für modische Nerd-Bekleidung und Cosplay-Utensilien, Animate & Sofmap für aktuelles Anime-Merchandise

Wo Levi Japans größte Anime-Gebrauchtwagen-Läden Lashinbang mit 9 seiner 12 Anime-Figuren verließ, landete bei mir ZAQs aktuelles Z-ONE-Album im Einkaufskorb. Mit Konzerten und Musikvideos auf der Blu-ray! Für 20 statt 50 Euro! Oh Gott, ich liebe das Album. ZAQ ist einer der wenigen Künstlerinnen, dessen Songs selbst komponiert, getextet und eingesungen sind. Sie macht das sogar für andere Künstler – Reason why XXX aus So I Can’t Play H ist zum Beispiel von der 30-Jährigen. Trotzdem sieht man bei ZAQ eine gewisse Entwicklung und einige musikalische Spielereinen. Gab es keinen Lashinbang in der Nähe ging’s halt in den nächsten Tower Records. Ich hätte sicher noch viel mehr CDs mitnehmen können – zum Beispiel das neue Best-of-Album von LiSA –, nachdem ich aber die ersten Tage jeden Tag ‘ne neue Platte ranschaffte, ging das dann doch irgendwann stark ins Geld. Neben Unison Square Garden, Myth & Roid und Sayuri wäre auch sicher noch was von meiner Lieblingsband Kishida Kyoudan & The Akeboshi Rockets dringewesen, aber ich mag das aktuelle Album einfach nicht. Etwas, was ich über Mode Mood Mode jetzt leider auch sagen muss. Ach ja, am ersten Tag rutschte mir gleich meine Powerbank aus der hinteren Hosentasche, ohne dass ich’s merkte. Die Gute mit 20.000 mAh vom chinesischen Fake-Markt! Jetzt habe ich jedenfalls eine mit Arktos drauf. Die passende Pokémon-Tasse dazu ist übrigens die aktuelle einer Reihe von Tassen, dessen Motiv zu Feiertagen und Jahreszeiten wechseln. Solche gibt’s exklusiv in den japanischen Pokémon-Centern, falls ihr mal nach Tokio kommt.

Meine Empfehlungen: Tower Records für aktuelle J-Pop-CDs, Yodabashi Camera für Elektronik

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