Film Review: Die Unglaublichen – The Incredibles

Die geschätzte Lesezeit für diesen Beitrag beträgt 5 Minuten.

Ja, es ist wahr, ich habe noch nie Die Unglaublichen gesehen – bis jetzt. Ich fand es sehr unglaublich, dass ich den Film wirklich noch nicht gesehen habe. Irgendwie kam ich nie dazu und jetzt ist auch noch ca. 14 Jahre später der zweite Teil erschienen. Ich kenne die Familie Parr nur aus Spielen wie Disney Infinity. Jetzt bin ich aber wirklich super froh, dass ich die Familie kennenlernen durfte und auch die tolle Story dahinter. Wer das also bisher noch nicht getan hat: tut es. Ich kanns euch wirklich nur wärmstens Empfehlen. Der Film läuft auf Netflix. Jetzt teile ich euch aber erst mal mit, wieso ich den Film so toll finde. Und für alle, wo der Film schon länger zurückliegt

Die Familie Paar, bestehend aus Mutter Helen, Vater Bob und den Kindern Violetta, Flash und Jack-Jack. Sie sind eine Familie von Superhelden in einer Welt, in der Superhelden keine Erlaubnis haben, zu Helfen und Leben zu retten. Die Geschichte beginnt schon viel früher. Bob ist als Mr. Incredible unterwegs und rettet wieder einmal den Tag, bevor er am Abend eine wichtige Verabredung hat. Dabei muss er sich nach der erfolgreichen Rettung von jemandem, der gerade Selbstmord begehen wollte, dem Bösewicht Bomb Voyage stellen, der im Begriff ist Diebstahl zu begehen. Der erfolgreiche Superheld wird jedoch dabei gestört, weil ein Junge vorbeikommt, der sich selbst Incredi-Boy nennt und der Sidekick von Mr. Incredible sein möchte und drängt sich regelrecht auf. Durch dessen eigenen Erfindungen geht so einiges schief und es endet damit, dass ein Zugunglück passiert. Obwohl der Superheld nichts für die entstandenen Schäden kann, wird er von nahezu allen Zuginsassen verklagt und auch von dem Selbstmord opfer, mit der Begründung, dieser wollte nicht gerettet werden. Ein neues Gesetz wird erlassen: Superhelden dürfen nicht mehr tätig werden, besondere Kräfte hin oder her. Es beginnt eine schwere Zeit für alle Superhelden da draußen und die Geschichte setzt 15 Jahre später ein.

   

Ich muss ehrlich sagen, dass ich überhaupt nicht wusste, was in diesem Film auf mich zukommt. Klar kennt man die Familie Incredible heutzutage, auch wenn man den Film nicht gesehen hat. So ging es mir zumindest, ich weiß wer alles in der Familie ist, ich weiß wie der Bösewicht aussieht. Solche Sachen bekommt man durch Spiele und generell das Disney und Pixar Universum früher oder später einfach mit. Ich meine, die Familie gibt es schon seit so langer Zeit. Dass jetzt ein zweiter Teil raus kommt hat mich ehrlich gesagt ziemlich überrascht. Aber positiv überrascht. Dennoch wollten wir auf jeden Fall erst mal den ersten Film schauen, bevor es in den zweiten geht, damit ich überhaupt weiß, worum es geht.

Ich find den Aspekt des Films wahnsinnig spannend und interessant. Ein schönes Gedankenspiel. Es ist zwar ein Superhelden-Film, aber kein typischer. Die Superhelden dürfen sich hier nicht ausleben und sind durch das Gesetz gezwungen sich zurück zu halten und nicht in die Kostüme zu schlüpfen. Und das ist mega traurig. Die Familie tut mir da wirklich Leid. Es ist wirklich hart, wenn sich die komplette Bevölkerung gegen einen stellt, obwohl man wirklich nur helfen will. Wenn man aber bedenkt, wie viele Schäden bei der Rettung durch Superhelden entstehen, kann ich die Empörung verstehen.

Das Setting ist einfach noch sehr unverbraucht und dazu kommt eine super süße Familie, die man einfach gern haben muss. Jeder der Charaktere ist unterschiedlich und sie gehen mit ihrem Leben und mit ihren Kräften auch sehr unterschiedlich um. Das finde ich nämlich auch eine tolle Sache, die Familienmitglieder haben alle unterschiedliche Kräfte. Der Vater ist super stark, die Mutter kann ihre Gliedmaßen beliebig verlängern und dehnen. Die Tochter kann mit Energie bzw. Licht zu ihren Gunsten Manipulieren, indem sie beispielsweise unsichtbar wird oder ein Energiefeld zum Schutz vor außeneinwirkung erschafft. Der Sohn als mittleres Kind hat nicht ohne Grund den Spitznamen Flash, er ist nämlich unfassbar schnell. Ob und welche Kräfte der jüngste Sohn hat, erfährt die Familie im ersten Film nicht. Und alle bekommen Anzüge geschneidert, die genau auf ihre Fähigkeiten zugeschnitten sind.

Dadurch, dass die Familie ihre Kräfte nicht zeigen darf, entstehen einige Probleme. Beispielweise darf Flash nicht am Sportunterricht teilnehmen, damit er sich aus versehen nicht als Superheld enttarnt. Man kann die Ängste dahinter auf Seiten der Eltern definitiv verstehen, jedoch auch den Sohn, der doch nichts mehr möchte als wie die anderen Kinder sein.

Im Film ist ein Plottwist eingebaut, den ich sehr intelligent und gut fand im Bezug auf den Bösewicht. Es ist mal ein Bösewicht, den man zwar irgendwie verstehen kann, der es aber absolut übertreibt und alle in Gefahr bringt. Also bleibt der Familie gar keine andere Wahl als im wahrsten Sinne des Wortes gegen das Gesetz zu verstoßen und zu handeln.

   

Eigentlich hatte ich keine allzu guten Erinnerungen an den Film. Nicht das er sonderlich schlecht wäre, er hat mich nur einfach nie so sehr in seinen Bann gezogen, das ich ihn idealisiert hätte. Vielleicht liegt das auch ein wenig daran, das die 4 mit ihren Kräften zu sehr an die Fantastischen Vier erinnern, die ich nie sonderlich gut leiden konnte. Wer weiß. Nachdem wir ihn aber am Donnerstag gesehen haben, muss ich sagen gefällt er mir dann doch etwas besser.

Der Humor ist gut und gelungen, die Action passt und ist weder übermäßig noch zu limitiert vorhanden und auch die Charaktere haben ihren gewissen Charme mit dem sie zu überzeugen wissen. Das gilt aber für beide Seiten (sowohl gut wie auch böse). Lediglich der Fokus auf Bob finde ich etwas schade, da die anderen Familien-Mitglieder einfach in seinem Schatten abtauchen und daraus nicht mehr hervor kommen. Klar sieht man alle in Aktion… aber naja es ist mehr die Dreingabe als das Hauptaugenmerk. Dahingehend hatte ich also durchaus meinen Spaß an dem Film und wurde sehr  gut unterhalten.

Ich hatte bei dem Film auf jeden Fall eine unfassbare Freude zuzusehen. So viele Aspekte sind in diesen Film eingebaut, die ihn einfach wunderbar machen. Es gibt in meinen Augen auch mehrere Höhepunkte, die dafür sorgen, dass er Film nicht langweilig wird. Was auch sehr gut ist, der Nachfolger, der ab dem 27. September 2018 im Kino in Deutschland zu sehen ist, setzt genau am Ende vom ersten Teil an. Es besteht hier keine Pause der Story, sondern tatsächlich ein nahtloser Übergang. Außerdem wird man im zweiten Film belohnt, wenn man auf Kleinigkeiten im ersten Film achtet, das finde ich richtig schön. Wer Superhelden mag oder gar eine andere Interpretation des Superhelden Genre sehen möchte, ist hier genau richtig. Natürlich ebenso, wie Pixar Animationsfilm Fans. Übrigens schreibe ich heute diese Review, weil morgen unsere Review zum zweiten Teil online geht. Wir hatten die Ehre den Film bereits in der Pressevorführung zu sehen. Seid gespannt. Der erste Film bekommt von mir 7 von 10 glorreichen Heldentaten.

Eure


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Mia

Hallo ihr lieben. Mein Name ist Mia und ich bin 25 Jahre alt. Ich liebe Animes und Mangas über alles, bin aber auch ein absoluter Film- und Serienjunkie oder lasse meinen Abend auch gerne mit zocken ausklingen und habe auch nichts gegen ein gutes Buch am Wochenende.

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