Anime Review: Made in Abyss Staffel 1 Volume 2

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Nun hat es ja gar nicht so lange gedauert bis wir die 2. Hälfte der 1. Staffel von Made in Abyss sehen konnten. Das freut mich, denn so war der Übergang deutlich flüssiger, als es häufig der Fall ist, wenn man solch eine Serie erst nach ein paar Monaten weiter schaut. Nachdem ich ja nach den ersten 7 Folgen der Serie gegenüber eher skeptisch eingestellt war, war ich natürlich unheimlich gespannt, ob mir denn die zweite Hälfte nun tatsächlich besser gefallen würde, oder ob die Ernüchterung sich deutlich breiter machen würde.

Denn mein größtes Problem war wohl, das ich das Setting und so gut finde, mir aber für die schiere Brutalität des Abyss, von der uns immer wieder erzählt wird, einfach der darstellende Beweis fehlt. Daher fand ich den unglaublich lockeren Anfang öde und den viel zu unproblematischen Abstieg viel zu unspektakulär, aber ich bin ja immer wieder gerne dazu bereit mich auf etwas neues einzulassen. Somit danke ich also Universum für das Bereitstellen der 2. Volume und wünsche euch viel Spaß mit meiner Review.

©2017 Akihito Tsukushi, TAKE SHOBO/MADE IN ABYSS PARTNERS

Seit frühster Kindheit ist Riku begeistert von dem sagenumwobenen Abyss. Ihr großer Traum ist es eines Tages ihre im Abyss verschwundene Mutter wieder zu finden und den Boden des ganzen zu erreichen und zu erforschen. Als sie eines Tages mit Reg ein humanoides Artefakt findet, sieht sie endlich ihre große Chance aus dem Weisenhaus zu flüchten und den Abyss auf eigene Faust zu erkunden.

Während die Flucht im großen und ganzen Problemlos verläuft gelangen die beiden Kinder schnell immer tiefer und tiefer in den Abyss. Erst in der 2. Tiefenebene, im sogenannten Camp der Sucher, hatten sie dank Ouzen eine etwas längeren aufenthalt. Diese zeigte nämlich größtes Interesse an den beiden Kindern. Nach einem schweren Kampf den Reg ganz klar verlor, erklärte sie sich bereit den beiden ein wenig unter die Arme zu greifen, wenn diese auf sie hören würden…

©2017 Akihito Tsukushi, TAKE SHOBO/MADE IN ABYSS PARTNERS

   

Wie oben bereits geschrieben war ich nach der ersten Volume schon unglaublich skeptisch wie es wohl weiter gehen würde. Meine Angst bezog sich hier ein wenig auf den bisherigen Folgen und ich erwarte einen, was Animationen angeht, hübsch anzusehenden Abstieg, dem es an Spannung und Gefahr mangelte. Schließlich hat bis dahin so ziemlich alles problemlos funktioniert. Wäre es in der zweiten Hälfte auch so weiter gegangen, wäre ich wohl maßlos enttäuscht gewesen. Glücklicherweise entwickelte sich die Serie in der 2. Volume genau dahin, wo ich sie mir gewünscht hatte.

Sie fängt zwar etwas anti-klimatisch an, wie es ja meist normal ist, wenn es einen größeren Kampf gab (hier ja der Kampf gegen Ouzen). Denn die beiden werden ja zuerst noch ein wenig Ausgebildet bevor sie sich weiter in ihr verderben stürzen. Auch wenn das keine neue Taktik ist, machte ich mir umso mehr sorgen, über den Ausgang. Jedoch passiert kurz darauf die erste tatsächlich richtig gefährliche Szene und ich war hellauf begeistert.

Denn endlich wurde die ganze Gefahr von der wir so oft und immer wieder erzählt bekommen, harte und im wahrsten Sinne des Wortes brutale Realität. Denn einer der beiden wird verletzt und muss dafür einen recht heftigen Preis bezahlen. Ich meine ich will nun nicht sagen, das ich unbedingt will das die beiden sich verletzten oder so, aber wenn man die ganze Zeit gesagt bekommt wie schlimm und brutal und gefährlich doch alles ist und der komplette Abstieg läuft einfach schlichtweg nahezu problemlos, dann macht es den Abyss in meinen Augen einfach unglaubhaft.

Überraschenderweise nahm die Serie von diesem Punkt an einen unglaublich dunklen Ton an, mit dem ich in dieser Art so gar nicht gerechnet habe. Denn neben der Gefahr durch den Dungeon, wird auch die Gefahr durch die Menschen, nochmal verdeutlicht. Denn oft ist es auch die unbewusste Gefahr, die einem den größten Preis abverlangt. Denn es wurde neben Ouzen und Lyza nun auch eine weitere Weißpfeife vorgestellt, der maskierte Bondrew. Mit ihm wurde nun auch der erste Antagonist der Serie eingeführt. Denn dieser hat es faustdick hinter den Ohren und ist bereit für seinen Fortschritt über Leichen zu gehen.

Unser dritter und neuer Hauptcharakter Nanachi kann hier ein Lied von singen. Dank ihm ist diese nämlich ein sogenannter Shadow, ein deformierter Mensch der dank des Fluches seine alte Form verloren hat. Sie hat es auch innerhalb der wenigen Folgen in der wir sie nun gesehen haben geschafft, sofort zu meinem Lieblingscharakter zu werden. Denn sie hat bisher auch die interessanteste Hintergrundgeschichte. Hier wird es zwar in der zweiten Staffel nicht mehr allzu viel zu erzählen geben, aber das ist Drama wie es mir gefällt.

Mir gefällt es übrigens sehr gut, das die Serie einen deutlich düstereren Ton angenommen hat, denn damit einhergehend, war auch deutlich mehr Spannung und Action vorhanden. Genau das wünsche ich mir ja schon die ganze Zeit von der Serie und ich hoffe wirklich, das mich die 2. Staffel dahingehend auch nicht enttäuschen wird. Was mir natürlich auch unheimlich gut gefallen hat, war auch, das wir nun endlich mal die Folgen des Fluches live und in Farbe sehen durften. Das war gerade für mich auch sehr wichtig.

Sehr lobend zu erwähnen wäre hier wohl auch noch das die letzte Folge eine Doppelfolge ist und damit die Serie sogar rein theoretisch 14 Folgen hat. Diese Folge oder eher die Extralänge war in meinen Augen aber auch wichtig um einen guten Abschlusspunkt zu setzen an dem man bis zur nächsten Staffel erst mal ausharren kann.

©2017 Akihito Tsukushi, TAKE SHOBO/MADE IN ABYSS PARTNERS

   

Prinzipiell gefällt mir der Anime gut. Die Charaktere sind interessant, wobei mir das Pacing des Animes leider nicht so zusagt. Die erste Volume ging recht schleppend und die zweite Volume war ungewöhnlich hart und brutal. Fand ich etwas unpassend bzw. nicht sehr gleichmäßig. Interessant war es aber dennoch. Das Charakterdesign stört mich tatsächlich sehr, aber irgendwie gewöhnt man sich auch daran, wenn man es denn akzeptieren kann. Besonders hat mir jedoch Nanashi in diesem Teil gefallen und sie hat die Stimmung gut aufgelockert. Außerdem erfährt man hier ja auch einiges mehr. Am liebsten würde ich direkt weiterschauen und es ist etwas traurig, dass es noch nicht mal eine zweite Staffel gibt. Aber ich bin den Manga am lesen, mal schauen wie viel Kapitel die erste Staffel abdecken. Auf jeden Fall ist der Anime doch besser, als ich im ersten Moment vermutet hätte.

©2017 Akihito Tsukushi, TAKE SHOBO/MADE IN ABYSS PARTNERS

Mit der Einführung neuer Charaktere und einer deutlich dunkleren Story hat mir die zweite Hälfte der Serie deutlich besser gefallen und mir Lust auf mehr gemacht. Hier bin ich nun natürlich mal gespannt, wie es wohl weiter geht und ob es weiterhin so gefährlich und dunkel ist, wie sie es hier gezeigt hat und nicht wieder in ein halbes Slice of Life Abenteuer abdriftet. Davor habe ich wirklich Angst.

Somit kann ich also sagen, wer sich nicht am Charakterdesign stört und Lust auf eine spannende und gefährliche Abenteuerstory hat ist bei Made in Abyss absolut richtig! Ich denke zwar immer noch nicht, das die Serie all den Lob verdient den sie erhalten hat, freue mich aber dennoch auf die zweite Staffel und bin gespannt wie es wohl weiter geht. Von mir gibt es hier also 7 von 10 gefundenen Relikten.

Euer


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