Spiel Review: Ys VIII – Lacrimosa of Dana

Mit der Ys Reihe bin ich schon eine ganze Weile am liebäugeln. Leider habe ich bisher noch nicht so viele Teile gespielt (um genau zu sein lediglich den ersten), war aber bereits seit dem 1. Trailer zum VIII Teil unheimlich gespannt auf das Spiel. Im Playstation Store gab es ja auch eine Demo, dank der ich das Spiel auch mal anspielen konnte und es gefiel mir von der ersten Minute an. Jedoch hatte ich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch eine ganze Hand voll anderer Spiele, die mich mehr interessierten. So dauerte es letztendlich bis ins späte 2017 hinein, bis ich es mir endlich für die PS4 ergattern konnte.

Doch leider fehlte mir erneut die Zeit es zu spielen und deshalb steht es leider auch jetzt noch unangetastet im Schrank. Allerdings kündigte NIS America an, dass sie den Port für die Switch auch hierzulande veröffentlichen würden und nun war ich in der Zwickmühle. Wollte ich ein spannendes Abenteuer unterwegs genießen oder doch eher gemütlich auf der Couch? Da ich von NIS America freundlicherweise einen Gamecode für die Switch erhielt, war die Frage geklärt. Ich bedanke mich also für das Bereitstellen des Codes und wünsche euch viel Spaß bei meiner Review.

Der Abenteuer Adol Christin hat schon einige Abenteuer in aller Welt erlebt und ist viel herum gekommen. Zusammen mit seinem Freund und Waffenbruder Dogi ist er auch diesmal wieder mit einem Schiff unterwegs. Doch sie sind nicht alleine, das Passagierschiff auf dem sie sich befinden, die Lombadia, ist voll gepackt mit den unterschiedlichsten Menschen, vom Adel bis zum Gladiator ist alles an Bort. Gerade als sie in der Nähe der Sagenumwobene „Insel der Sirenen“ befinden, werden sie plötzlich von den Tentakeln eines riesigen Seeungeheuers angegriffen.

Dies hat zur Folge, dass das Schiff kentert und Adol (mal wieder) bewusstlos am Strand angeschwemmt wird. Beim erkunden der Insel trifft er nach und nach auf weitere Schiffbrüchige und zusammen errichten sie eine kleine Basis. Das gemeinsame Ziel die Insel wieder zu verlassen, schweißt sie zusammen. Doch die Gefahr droht nicht nur von der Insel. Unter ihnen befindet sich auch ein Verbrecher und als plötzlich unerklärliche Ereignisse auftreten, steht Adol vor einer schier unlösbaren Aufgabe…

   

Wie schon oben geschrieben, hat mir das Spiel bereits nach den Trailern und der Demo sehr gut gefallen. Das actionlastige Kampfsystem hat unglaublichen Spaß gemacht und das Setting war einfach viel zu gut. Denn wie oft hat man schon mal ein Spiel bei dem man strandet und in dem man sich gefühlt ewig auf einer einladenden Strandpromenade aufhalten könnte? Somit haben sowohl die Spielmechanik wie auch das Setting bereits voll bei mir punkten können und ich freute mich unglaublich auf das Spiel welches mich hier erwarten würde.

Auch die ganze Sache rund um die Schiffbrüchigen war echt cool geregelt. Erst nach und nach erkundigt man die Insel und findet so weitere mögliche Bewohner für das Dorf. Dieses profitiert natürlich von jedem einzelnen neuen Einwohner. Auch wenn es nun keine komplexe Stadtsimulation ist, macht das ganze hier unglaublichen Spaß. Wer die Suikoden Reihe kennt, weiß ungefähr was ich meine und worauf er sich hier einlässt. Denn gerade hier hat sich die Reihe absolut an dieser Mechanik bedient. So ist man nämlich immer wieder auf der Suche nach weiteren gestrandeten. Die meisten bringen auch ihre eigene kleine Story mit sich, die gelegentlich interessanter und gelegentlich irrelevant ist.

Doch das ist nicht alles wozu die neuen Bewohner nützen. Denn beim erforschen der Karte trifft man immer wieder auf größere Hindernisse wie große Steine, umgestürzte Bäume oder ähnliches. Da keiner der spielbaren Charaktere, Hulk-ähnliche Fähigkeiten besitzt, geht es hier dann natürlich nur mit tatkräftiger Teamarbeit und Manpower weiter. Diese großen Hindernisse benötigen also meist eine gewisse Anzahl von Einwohnern ehe sie beseitigt werden können. Für Leute wie mich, die gerne alles entdecken, natürlich noch ein weiterer Anreiz um sie mir alle zu schnappen !! (Gotta Catch em all! Quasi)

Aber auch so gibt es auf der Insel viel zu entdecken. Überall befinden sich Truhen und Sammelpunkte an denen man die unterschiedlichsten Ressourcen auftreiben kann. Dazu kommen natürlich auch noch, wie könnte es auf einer Insel und gleichzeitig einem RPG auch nicht anders sein, eine ganze Menge Angelpunkte, an denen es die unterschiedlichsten Fische zu Fangen gilt. Von kleinen Sardellen bis zum Überdimensionierten Riesenfisch ist alles an Bord. Schade fand ich lediglich, das ich gefühlt immer so viel Ressourcen hatte, das ich mir alles ab dem Punkt ab dem es verfügbar war leisten konnte. Erst gegen Ende konnte ich nicht mehr alle 6 Waffen direkt aufrüsten.

Ansonsten bietet die Insel unglaublich viele unterschiedliche Orte und Locations, sodass es immer schön abwechslungsreich bleibt. Vom Strand, über den Dschungel, in tiefe Höhlen und auf Berge gilt es zu klettern und zu erkunden. Ich war immer wieder gespannt, was wohl als nächstes kommt. Die Schnellreise Punkte die Anfangs sporadisch und gegen Ende nahezu an jeder Ecke sind, machten das Reisen auf der Insel sogar noch komfortabler.

Die große Stärke des Spiels ist aber die Story, die mich unglaublich überrascht und fasziniert hat. Was zu Beginn noch „simpler“ Schiffsbruch startet, stellt sich im laufe der Story als großes Abenteuer heraus, bei dem es um weit mehr geht. Durch die Titel gebende Dana, die aus einer anderen Epoche stammt, wird Adol nämlich in ein viel größeres Ereignis eingebunden, bei dem es um nichts geringeres als die Existenz der gesamten Menschheit geht. Manch einer würde jetzt sagen, dass das ja ein bekanntes RPG Theme ist, Y´s macht hier aber echt einen guten Job was diesen Twist angeht.

Grafisch ist das Spiel vielleicht nicht unbedingt die Krone der Schöpfung und gerade die Switch-Version oder eher der Port sind nicht so hervorragend, aber für die meisten von uns, die JRPG´s spielen dürfte das ja ohnehin kein Kriterium sein. Der Switchport arbeitet nämlich mit Down-scaling, was man leider immer wieder in Sequenzen sieht, wenn die Szene lädt und sich dann erst „scharf“ schaltet. Eigentlich etwas schade, da es bei mir die Immersion etwas gestört hat. Ansonsten hier und dort ein paar Frame-drops aber alles hält sich in Grenzen.

Das Kampfsystem dürfte wohl am ehesten mit der Tales of – Reihe vergleichbar sein, auch wenn hier nicht „extra“ in die Kämpfe gesprungen wird sondern direkt vor Ort gekämpft wird. Sieht man also einen Gegner, kloppt man direkt drauf los. Dazu sind die 6 Charaktere in 3 Klassen (Schlag, Stoß und Hieb) unterteilt, die jeweils bei diversen Gegnern effizienter sind und somit mehr schaden machen. Jeder Charakter lernt im Laufe des Spiels auch eine Hand-voll Skills, die beliebig auf 4 Slot´s verteilt werden können und sich durch Nutzung hoch leveln und stärker werden.

Ich glaube damit dürfte ich so ziemlich alles abgedeckt haben, was es über das Spiel zu sagen gibt. Ich persönlich kann mal wieder meine Nase loben, die hier mal wieder goldrichtig lag, denn das Spiel trifft zu 100% meinen Geschmack und auch wenn ich es jetzt zu nahezu 100% auf der Switch beendet habe, werde ich sicherlich noch eine zweite Runde auf der PS4 absolvieren und mir die Platin sichern.

Wer also ohnehin schon großen Spaß an JRPG´s hat kann hier beherzt zugreifen, auch ohne die vorherigen Teile gespielt zu haben, mir selbst kam es nicht so vor als würde mir etwas wissenstechnisch fehlen. Das Spiel bietet mit Coolen und Interessanten Charakteren, einem gelungenen Kampfsystem und einer absolut spannenden und atemberaubenden Story eine nahezu perfekte Mischung. Ich hatte riesigen Spaß und kann das Spiel jedem wärmstens empfehlen. Von mir gibt es an dieser Stelle 9 von 10 Inselabenteuern.

Euer


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