Anime Review: Bleach Box 1

Ich weiß gar nicht mehr, wie er darauf kam, aber Fuma hatte vor ein paar Wochen eine unbändige Lust, Bleach zu gucken. Und wie stillt man diese? Na, man guckt Bleach. Also haben wir uns die erste Box, sprich Folge 1 bis 20 angesehen. Jeden Tag 1-2 Folgen, das hat ziemlich gut geklappt. Und ich fand die Idee übrigens auch gut, denn ich kannte Bleach bisher noch gar nicht. Bleach ist eines der Beispiele wo ich ganz klar sage: wenn man es nicht kennt, hat man eine Anime-Bildungslücke. Andere Animes machen nämlich nicht gerade selten Anspielungen oder Referenzen auf den Anime, die man ohne Kenntnisse einfach nicht versteht. Also bin ich froh, dass wir nun gegen diese Bildungslücke ankämpfen. Viel Spaß mit meiner Review und dem Versuch euch davon zu überzeugen, dass man Bleach gesehen haben sollte.

© Tite Kubo/Shueisha, TV TOKYO, dentsu, Pierrot

Bleach spielt in einer Welt, in der es Shinigami (dt. „Todesgötter“) und Hollows  (Horō, dt. „Leere“) gibt. Denn neben der uns bekannten Welt gibt es noch die Welt der Soul Society (Sōru Sosaeti, dt. „Leichenseelenwelt“). Dort werden Shinigamis ausgebildet, damit sie Hollows besigen können, die den Menschen durch das fressen ihrer Seelen Schaden zufügen. Ruika Kuchiki ist eine solche Shinigami und trifft bei der Verfolgung eines Hollows auf den 15-jährigen Schüler Ichigo Kurosaki. Er besitzt seit seiner Kindheit die Fähigkeit Geister zu sehen. Ruika erkennt in einem Moment der Schwäche seine Fähigkeiten und überträgt ihre letzten Kräfte auf ihn. Diese Handlung hat Folgen, denn ab sofort kämpft Ichigo als Shinigami ebenfalls gegen Hollows und andere abscheuliche Kreaturen, um den Menschen in seinem nahen Umfeld ein gutes Leben zu verschaffen.

© Tite Kubo/Shueisha, TV TOKYO, dentsu, Pierrot

   

Eine kleine Anekdote aus unserem Leben: Wir haben den Anime bei Kazé Deutschland angefragt. Leider hatten sie die erste Box nicht mehr vollständig vorrätig und schickten uns deshalb Box 2 und nur eine Disks von Box 1. Da wir den Anime so nicht von vorne beginnen konnten, haben wir unseren Kumpel gefragt, ob er vielleicht die Disks zu Hause hat, weil er auch viele Anime besitzt. Und er antwortete nur “Hä? Ihr habt die doch im Regal stehen!”. Wir schauten uns verwirrt gegenseitig an. Er stand auf, ging zu unserem Regal und zeigte auch prompt auf die fünf DVDs von Panini Video die sich Fuma vor vielen, vielen Jahren gekauft hat. Zum Glück sind auf diesen fünf Volumes exakt die 20 Episoden drauf, die auch auf Box 1 von Kazé Deutschland drauf sind.  Und Voila, das ist die Geschichte, wie wir Bleach anfangen konnten. Dafür können wir aber leider nichts zur Qualität der Box Disks sagen.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich niemals gedacht hätte, dass Ichigo so dermaßen sympatisch ist. Aber auch die anderen Charaktere brauchen sich überhaupt nicht hinter ihm zu verstecken. Von den Haupt- und wichtigen Nebencharakteren mag ich alle sehr gerne. Man lernt sie immer besser kennen und das macht unheimlich viel Spaß. Die Folgen vergingen daher auch wie im Flug. Aber auf positive Art und Weise. An Ichigo mag ich gerade seine Ist-mir-egal-Einstellung bzw. eher gesagt die Seite an ihm, dass er sich sehr um andere kümmert und ihm doch nicht alles so egal ist wie man denkt. Es macht einfach Spaß ihn kennen zu lernen.

Auch seine Familie schießt einfach regelmäßig den Vogel ab. Besonders sein Vater ist so bescheuert, dass man sich kaum mehr wundern muss, warum die Kinder so bekloppt sind. Aber alles im positiven Sinne. Es ist einfach so süß. Besonders mag ich seine schwarzhaarige Schwester Karin, die Geister spüren aber nicht sehen kann. Sie ist ein furchtbar interessanter Charakter. Genauso mag ich aber auch Rukia. Besonders gefällt mir an ihr ihre zuckersüße Weltfremde Art. Wie sie in der einen Folge versucht hat den Strohhalm zu finden und ihm in das Trinkpäckchen zu stecken war einfach Gold wert!

Aber genau das ist das coole daran – die Comedy bei Bleach ist grandios! Ich habe einen riesigen Spaß dabei. Es gibt viele Szenen wo man sich einfach nur fragt, wo man hier eigentlich gelandet ist. Aber genauso gibt es auch viele Szenen, die den Bauch und die Lachmuskeln einfach nur an ihre Grenzen bringen. Die Mischung ist einfach Top und dazu kommt eben noch die notwendige Ernsthaftigkeit. Denn der Anime hat genauso auch negative Seiten und kann auch sehr düster sein. Ebenso können die Hollows und Gegebenheiten die Charaktere auch an ihre Grenzen bringen. Dass diese jedoch auch in solchen Situationen nicht aufgeben ist der Wahnsinn. Das ist für mich Shounen Pur und so soll das sein.

Genug der Worte über die Charaktere und die Eigenschaften des Animes. Diese Aspekte haben mich auf jeden Fall schnell überzeugt und ich erreichte auch sehr flott den Punkt, wo ich unbedingt weiterschauen wollte. Dazu trägt auch die Story in Bleach bei. Diese ist nämlich allein auf diesen 20 Folgen sehr abwechslungsreich. Man könnte anhand der Storybeschreibung zwar denken, dass jede Folge ein neuer Hollow auftaucht und dieser besiegt werden muss, ganz so ist es aber nicht. Die Story umfasst tatsächlich noch viel mehr Facetten. Außerdem bekommen die vielen Charaktere alle ihren eigenen Platz, es ist also genug Zeit sie näher kennenzulernen. Außerdem lernt nicht nur Ichigo massiv in der Zeit dazu, auch seine Freunde entdecken ungahnte Kräfte, je mehr Zeit sie mit ihm verbringen. Die letzte Arc in der Box wird nur angeschnitten, endet aber auf einem sehr guten Höhepunkt, wo man unbedingt weiterschauen möchte! Nach dem abschicken dieser Review können wir dann auch endlich weiterschauen.

© Tite Kubo/Shueisha, TV TOKYO, dentsu, Pierrot

   

Ich hatte meinen ersten Kontakt zu Bleach ja bereits 2006 als der Manga hierzulande durch die Neugründung von Tokypop erschien. Gerade zu Beginn gefiel er mir auch unglaublich gut und ich blieb damals auch eine ganze Weile dran, bis ich ihn irgendwie aus den Augen verlor. Eine ganze Weile später blickte ich auch wieder in den Anime rein und verfolgte die Serie bis zu einem gewissen Ereignis, das in den Augen der meisten Leser, wohl das eigentliche Serienfinale war. Naja danach ging die Serie halt doch weiter^^”

Vor ein paar Wochen suchte ich also wieder etwas Abwechslung bei Handy-Games und fand das Bleach Spiel. Ich dachte mir warum nicht und fing es halt an. Gerade bei der Wiederholung des Anfangs,  wuchs meine Lust ins unermessliche und somit dauerte es nicht allzu lange bis wir auch endlich angefangen haben. Ich denke gerade der Anfang der Serie gehört zu den ganz großen Stärken der Serie und macht auch immer wieder Lust mal rein zu schauen. Einfach weil hier nicht alles so dermaßen Over-the-Top ist wie es später noch der Fall ist.

Nach und nach lernt man die Welt und ihre Charaktere kennen und diese entwickeln sich auch lediglich langsam aber stetig. Wenn ich da alleine an Chad und Orihime mit ihren Fähigkeiten denke, kann ich nur wiederholen wie gut der Anfang ist. Aber auch Uryu, der durchgeknallte Quincy und spätere verbündete von Ichigo, feiert mit einem spektakulären Auftritt sein Debüt.  Ich freue mich nun vor allem auf die Kommende 2. Box, da wir hier ganz tief in die Soul Society eintauchen und endlich mal die Sache rund um die Schwerter und die anderen Shinigami und vor allem taucht auch mein Liebling Toshiro auf!!

© Tite Kubo/Shueisha, TV TOKYO, dentsu, Pierrot

Ich kann den Anime bisher wirklich jedem empfehlen, der Spaß an einem guten Shounen Anime hat. Die Zielgruppe ist ganz klar Männlich, jedoch hatte auch ich meinen Spaß daran. Es ist wirklich der Wahnsinn, wie in kürzester Zeit die Charaktere so ans Herz wachsen können, dass man mit ihnen lacht und leidet. Vor allem die letzte hier angeschnittene Arc macht unfassbare Lust auf mehr und entführt uns tiefer in die Welt der Shinigami. Action kommt hier keinesfalls zu kurz und sogar mehrere Folgen mit längeren Kämpfen machen unfassbaren Spaß. Ebenso ist die Comedy in diesem Anime sehr amüsant und hinterlässt ein gutes Gefühl. Ich freue mich sehr aufs weiterschauen!

Eure


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