Anime Review: Yunas Geisterhaus

Hier geht es zu unserer Review zu Band 1

Yuna hat diese Season erst mal ausgespukt, deshalb möchten wir euch auch eine Review zu dem tollen Anime präsentieren.

Bei dieser Review handelt es sich um eine gekürzte Zusammenfassung meiner wöchentlichen Beiträge im Rahmen unserer Anime Summer Season 2018 Beiträge. Das, was ich dort geschrieben habe, beläuft sich auf insgesamt 3000 Wörter und wer das nicht wöchentlich mitverfolgt hat, kann das selbstverständlich auch nicht so einfach nachlesen. Daher hier eine gekürzte Variante, ohne zu viel zu verraten und selbstverständlich wie immer ohne Spoiler.

Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei Wakanim bedanken, dass Sie uns einen Premium Account zur Verfügung gestellt haben, um uns bei den wöchentlichen Anime Season Beiträgen zu unterstützen.

Der Schüler Kogarashi Fuyuzora ist nicht gerade vom Glück geliebt. Bereits seit frühster Kindheit ist er spirituell begabt, was gerade damals sehr häufig dazu geführt hat, dass er gegen seinen Willen von Geistern besessen wurde. Aber nicht alle Geister brauchten so ihre Vorteile mit sich. Durch manch eine Heimsuchung hat er sich zwar den ein oder anderen Skill angeeignet, jedoch hatte vor kurzem der Geist eines Börsenspekulanten von ihm Besitz ergriffen und ihn in den vollständigen Ruin getrieben.

Seit dem lebt er auf der Straße und verdient sich sein Essen durch unterbezahlte Nebenjobs. Damit dies nicht mehr geschieht ist er auch bei einem Meister in die Lehre gegangen und hat sich den Skill, Geister mit einem Faustschlag auszutreiben angeeignet. Somit verdient er sich auch durch gelegentliche Austreibungen ein wenig Geld hinzu. Als er eines Abends ein älteres Pärchen vor einem Geist beschützt offenbart sich ihm eine unglaubliche Gelegenheit.

Denn der Mann besitzt ein verfluchtes Onsen-Hotel, in dem er bis auf weiteres für einen Spottpreis wohnen kann. Sollte er es schaffen, den dort ansässigen Geist auszutreiben, würde er sogar ewiges kostenloses Wohnrecht erringen. Doch schon bald muss er feststellen das es sich bei dem Geist um den eines jungen Mädchens in seinem Alter (körperlich) handelt und neben ihr bewohnen auch weitere Mädchen mit spiritueller Herkunft dort. Wird es dem jungen Medium gelingen das kostenlose Mietrecht zu erhalten oder wird er sich doch vorher in das Geistermädchen verlieben….

   

Ich erzähl kurz mal was von meiner Geschichte mit dem Franchise. Fuma hatte den Manga entdeckt, als er gerade frisch in Japan rauskam und noch nicht viele Kapitel da waren. Er wurde darauf aufmerksam, weil der Manga im Weekly Shounen Jump läuft und wir große Fans von den Mangas sind, die in diesem japanischen Magazin liefen oder laufen. Es ist auf jeden Fall ein guter Indikator. Und diesmal hat es auch absolut gestimmt, ich habe mich direkt so gut unterhalten gefühlt von dem Manga. Da ich seit einiger Zeit aber immer weniger englisches lese, weil ich einfach so viel deutsches im Schrank habe, was ich lesen will, bin ich nicht so weit gekommen mit dem Manga. Ich kam “lediglich” bis Kapitel 17. Ich habe mich aber auf jeden Fall unfassbar gefreut, dass der Manga in Deutschland rauskam! Ich bin Kazé Deutschland so unendlich dankbar dafür. Fuma hat auch zur “Feier” der ersten Folge des Animes eine Review zu Band 1 verfasst.

Soo und jetzt zum Anime. Er ist wahnsinnig nah am Manga dran. Teilweise wurden hier und da nur einzelne Panels getauscht aber im Prinzip wird wirklich dasselbe erzählt. Macht entsprechend nicht so viel Sinn den Anime zu gucken und prallel den Manga zu lesen. Da der Manga bei mir aber auch schon etwas her ist und die Erinnerungen nur noch Bruchstücke sind, ist der Anime eine schöne Auffrischung, bis es zu dem Punkt kommt, wo ich den Manga nicht mehr kenne. Da muss ich kaum sagen, wie begeistert ich von Folge 1 war, oder? Die Chraktere wurden hier ja alle mal vorgeschlagen bzw. angerissen und sie sind alle für sich so dermaßen sympatisch und liebenswert, vor allem Yuna. Wer Yuna nicht unendlich süß findet, mit dem stimmt wohl was nicht. Und ich liebe Kogarashi als Hauptcharakter. Er hat so einen tollen Charakter und ist stets ehrlich und aufrichtig und und und. Der Mann schafft mich. Er wurde hier im Anime so gut getroffen, ich bin richtig glücklich darüber.

Die Farbgebung im Anime ist auch der Wahnsinn, ich mag es total, dass alle der Mädels so unterschiedliche Farben haben. Das kommt ja im Manga nicht wirklich rüber.  Das einzige was mich doch dezent stört, ist die Zensur im Anime bei Wakanim. Ich meine, mir war klar, dass es Zensur geben wird, dennoch bin ich doch etwas enttäuscht. Allerdings gab es selten unnatürliche Zensur, was die Sache dann doch wieder okay macht. Der Ecchi Faktor ist auch so definitiv noch gegeben.

Hachja, einfach ein toller feel-good Anime. Ich fands auf jeden Fall gut, dass man jetzt direkt am Anfang erklärt bekommen hat, was für Wesen die Bewohner des Yuragisou Inn sind. Ich wusste es nicht mehr bei allen und man fragt es sich ja schon. Außerdem ist es auch verwirrend, warum jeder der Bewohner Yuna sehen kann, aber Leute in Kograshis Klasse zum Beispiel nicht, weil sie ganz normale Menschen sind.

Yuragisou no Yuuna-San ist definitiv der spirituelle Nachfolger von Love Hina. Das hatte ich nämlich letztens im Zusammenhang mit der Review zum ersten Band vom Manga auf Twitter so geschrieben. Als einzige Antwort kam dort, dass es nur im entferntesten Sinne so genannt werden kann. Finde ich allerdings nicht, es gibt soo verdammt viele Parallelen zwischen den Werken. Es hat mich arg gewundert, dass ich im Internet nichts gefunden habe, wie die beiden Mangaka zueinander stehen. Meine Vermutung ist ja, dass Ken Akamatsu (Love Hina) das Vorbild von Tadahiro Mirua (Yunas Geisterhaus) ist. Ich meine, es fängt beim Namen der Hauptcharaktere an. Naru Narusegawa und Yuna Yunohana, das kann doch kein Zufall sein. Die beiden sind sich auch vom Charakter her super ähnlich und befördern ihren männlichen Gegenpart mit Vorliebe regelmäßig aus dem Fenster. Wobei Yuna doch etwas umgänglicher ist, als ihr aufbrausendes Vorbild.

Die Ähnlichkeiten der anderen Charaktere sind auch nicht von der Hand zu weisen. Sagiri ist wie Motoko, Nonko ist wie Kitsune, Yaya ist wie Su, Nakai hat entfernt Ähnlichkeiten mit Shinobu und dass sich die männlichen Protagonisten nicht ähnlich sind kann mir auch keiner erzählen. Versteht mich nicht falsch, ich liebe es, dass alles so ähnlich ist. Es ist, als ob man ein zweites Love Hina in anderem Charakterdesign und anderen Witzen sieht, nur mit dem Unterschied, dass hier alle Yokai sind und keine Menschen. Ich finde es insgesamt halt nur verblüffend, dass darüber anscheinend kaum einer spricht! Ist Love Hina wirklich so alt, als Manga der 1998 erschienen ist? Bin ich wirklich schon so alt, dass das Werk heutzutage kaum jemand kennt? Nunja, lange Rede kurzer Sinn, ich könnte mit den Ähnlichkeiten der beiden Werken einen ganzen Blogeintrag füllen, das würde aber wohl niemand lesen wollen. Ich bleibe jedoch dabei, dass die Ähnlichkeiten einfach ZU offensichtlich sind, um zu behaupten, dass es hier um zwei komplett unterschiedliche Settings und Ideen geht.

Ich hab mich auf jeden Fall auf den Moment gefreut, wo Kogarashi in die Schule kommt. Mit Yuna im Schlepptau kann das ja einfach nur lustig werden! Und er tut mir so verdammt Leid, er rutscht wegen ihr immer wieder in Situationen, für die er echt überhaupt nichts kann! Und ja, man sieht, dass es ihr Leid tut, aber einen schlechten ersten Eindruck kann man eben auch nicht wieder zurücknehmen. Dass er dann aber knallhart sagt, dass er ein Geistermedium ist und in dem Sinne mit offenen Karten spielt ist ein richtig starkes Stück! Hätte wohl nicht jeder an seiner Stelle gemacht, ich auf gar keinen Fall. Aber er hat halt echt Mumm und steht zu sich und das ist Prima, das macht ihn so verdammt sympatisch! Und somit ist er die Ausnahme bei den ganzen 0-8-15 Harem Animes und das finde ich wirklich toll! Er ist kein Waschlappen, im Gegenteil.

Das Opening muss ich an dieser Stelle auch loben! Da wurden sehr viele Artworks des Mangaka umgesetzt, was mir richtig gut gefällt. Und auch die Musik passt sehr gut zu dem Anime. Bringt einen direkt in die richtige Stimmung für die Folgen, das mag ich gern. Am Anfang hat mir das Ending leider nicht so gut gefallen, das hat sich aber mit der Zeit geändert! Es passt wunderbar zum Anime, ebenso wie das Opening.

   

Als großer Fan des Manga´s der mich in mehr als nur einem Punkt an Love Hina erinnert, habe ich mich natürlich unglaublich auf die Adaption gefreut, auch wenn ich von Anfang an mit einer gewissen Skepsis heran ging. Schließlich sich solche Adaption häufiger Misslung als tatsächlich gut. Hier ist es aber eine 1 zu 1 Umsetzung, die die Szenen eher noch etwas ausbaut. Genau so wünsche ich mir grundsätzlich alle Adaptionen. Lediglich der ganze Dampf, die unglücklichen Sonnenstrahlen und was auch sonst hier so zur Zensur genommen wurde, hätte man sich auch sparen können. Leider hat die Serie hier im Laufe der Showtime etwas stärker zensiert.

Nichts desto trotzt ist Yuna´s Geisterhaus eine absolut gelungene RomCom Serie mit liebevollen Charakteren, deren Schicksal und Handlungen jederzeit bestens zu unterhalten wissen. Ich persönlich kann die Serie jedem empfehlen, da sie einfach super ist. Lasst euch bitte nicht von dem ganzen Ecchi abhalten hier eine großartige RomCom Story zu genießen, denn die ist hier wirklich super. Hin und wieder gibt es noch ein wenig Action um das ganze etwas zu garnieren und fertig ist ein bunter lustiger Mix. Und das beste, Kogarashi ist mal ein tatsächlich fähiger Hauptcharakter und folgt nicht dem allzeit beliebten und 08/15 Haremhelden-Klischee.

Da kann ich Fuma eigentlich nur zustimmen mit seinen abschließenden Worten. Ich war auf jeden Fall sehr gut von diesem Anime unterhalten und habe mich jede Woche auf die neue Folge gefreut! Es ist viel Ecchi, aber nicht nur. Wer auf Romantic Comedy in einem abgefahrenen Setting steht ist hier aber definitiv richtig und sollte sich den Anime unbedingt mal anschauen! Unseren Geschmack hat er auf jeden Fall getroffen und ich gebe ihm dafür wohlverdiente 9 von 10 Bewohner des Yuragisou Inn.

Eure


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Wakanim

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1 Antwort

  1. hellspawn2501 sagt:

    In einen Punkt muß ich euren Love Hina Vergleich vehement wiedersprechen. Es geht nicht um die Nebenchars. Da passt der Vergleich wie die Faust aufs Auge. Bei Yuna und Naru habt ihr ja nur die Art des Namens aufgeführt, was auch in Ordnung geht, aber was Kitarou und Fuyuzora angeht haben wir echt zwei völlig verschiedene Charaktere. Während der eine ein (wenn auch liebenswerter) chaotischer Trottel ist, haben wir mit Fuyozora jemand der sagen könnte “Eigentlich hatte ich ja ein Jobangebot für eine dieser Isekai Geschichten. Ihr wisst doch, die wo man in einer anderen Welt landet und meist total überpowert ist… na ja, aber das Skript zu dieser Ecchi Serie gefiel mir irgendwie besser …der …ähhh, Plot war dichter…”
    Ehrlich, ich fühl mich bei Fuyozora eher an die Protagonisten aus dieser Art von Anime erinnert. Da aber bei Yuna eh mehr auf Comedy und ecchi gesetzt wird, fällt Fuyozoras überpowertes Fähigkeitenrepertorie nicht störend ins Gewicht. Im gegenteil, er überzeugt dadurch sogar ungemein, da man hier mal einen extrem fähigen “Haremking” hat.
    Ansonsten kann ich eurer review eigentlich nur zustimmen. Die Zensur hat mich natürlich auch enttäuscht, vor allem da ich durch die Mangalektüre die Szenen in ihrer unzensierten Natur schon teilweise kannte. Hier zielte man ganz klar darauf ab, das Mangaleser sich die Bluray besorgen sollten, da selbst in Japan die AT-X Ausstrahlung zensiert war. Das war schon ein Wermutstropfen des Anime, wenn auch der einzige.

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