Spiel Review: Marvel’s Spider-Man

Die geschätzte Lesezeit für diesen Beitrag beträgt 6 Minuten.

Neben Batman dürfte Spider-Man der Superheld sein, der meine Kindheit am meisten geprägt hat. Vermutlich vor allem durch die großartige Amazing Spider-Man Serie. Allerdings habe ich im Laufe der Zeit und meines Wachstums, ein wenig die Lust am Charakter verloren, wobei ich dennoch immer wieder zu ihm zurück gefunden habe (wenn meist auch eher kurzweilig). Die 3 Filme von Sam Raimi fand ich auch super… wobei ich wohl eher sagen muss die ersten beiden. Dafür war ich aber schwer enttäuscht, das die Amazing Spider-Man Filme bereits nach dem zweiten abgebrochen wurden und dass obwohl sie mir deutlich besser gefielen.

Spider-Man dürfte somit mein Lieblings-Superheld von Marvel sein. Allerdings hielt sich mein Interesse was die Versoftungen von ihm angeht bisher eher in Grenzen. Dies lag wohl vor allem an dem Gameboy Spiel welches ich nie sonderlich weit geschafft habe, egal wie oft ich es probiert habe. Das 3. oder 4. Level war immer mein Game Over Punkt und das obwohl ich in Mega Man immer recht gut war. Somit war ich vorab leider von dem neuen Spiel nicht so gehypt wie der Rest der Welt.

Da mich auch die Demo auf der Gamescom nicht überzeugen konnte, war ich äußerst skeptisch, vor allem da ich mir ja die Special Edition PS4 PRO mit dem Spiel vorbestellt hatte. Da wir aber ehe eine zweite Konsole benötigten, wollte ich in den sauren Apfel beißen und das Kind schon irgendwie schaukeln…. Und es dauerte gar nicht so lange und schon schwang ich mich voller Freude durch die engen Gassen von Manhattan und hatte meinen Spaß, aber dazu unten mehr. Viel Spaß also mit meiner Review von Marvel´s Spider-Man.

Peter Parker´s Leben war noch nie einfach. Bereits in jungen Jahren verlor er seine Eltern bei einem Unfall und kam daraufhin bei seiner Tante May unter. Dort wurde er von ihr und ihrem Mann Ben wie das eigene Kind geliebt und aufgezogen. Doch auch dieses Glück hielt nicht lange, denn kurz nachdem Peter seine Spinnenkräfte erhielt, verstarb Onkel Ben. Peter schwor sich von nun an seine Kräfte mit voller Verantwortung für das gute einzusetzen.

Nun einige Jahre später steht er auf eigenen Beinen. Obwohl immer noch nicht alles Rund läuft, managed Peter sein Leben irgendwie. Denn obwohl er sich von M.J. Getrennt hat, findet er seine Berufung als Assistent des großen Otto Octavius und will mit ihm zusammen die Wissenschaft revolutionieren. Auch wenn die Stelle bei weitem nicht so gut bezahlt wird, wie es zum Leben nötig ist.

Als Spider-Man wiederum hat er seinen großen Rivalen den King Pin in die Ecke gedrängt und als er ihn nach einem harten Kampf endlich hinter Gitter bringt, erhofft er sich etwas mehr Ruhe für Manhattan. Doch in Form vermummter Männer, die Dämonenmasken tragen steht bereits die nächste Gefahr im Haus und Peter muss unweigerlich feststellen, dass er gerade vom Regen in die Traufe geraten ist….

   

Wie oben schon geschrieben war ich von Anfang an unglaublich skeptisch. Obwohl ich die Ankündigungs-Trailer echt cool fand, wollte sich der Hype gar nicht so recht aufbauen. Die Demo half dann wiederum die Vorfreude weiter zu schmälern… allerdings schiebe ich es bei der Demo auch drauf, dass man „zu viel“ machen konnte, ohne eine vernünftige Einleitung zu erhalten. Außerdem war meine Demo-Konsole auf der Gamescom wohl heiß gelaufen und ich musste mittendrin aufhören weil das Spiel einfach eingefroren ist…. Aber lassen wir das.

Denn sobald ich das Spiel dann in der neuen Konsole eingelegt hatte und die ersten 1 oder 2 Stunden gespielt hatte, war die Welt schon eine ganz andere. Denn das Spiel spielt und steuert sich einfach großartig. Ich hatte riesigen Spaß sinnlos durch die Gassen von New York zu schwingen und habe mich direkt zu Beginn einfach mal mit der Open World vergnügt und ein paar von den Collectibles gesammelt. Allerdings war die Auswahl zu Beginn noch relativ begrenzt, denn das Spiel schaltete erst nach und nach überall in der Stadt die Möglichkeiten frei.

Klar ich verstehe schon, das man nicht direkt zu Beginn alles machen kann und auch das man auch nicht sobald etwas frei geschaltet wird alle verfügbaren Missionen dieser Nebenhandlung abschließt. Allerdings fand ich es schön abwechslungsreich, diese Dinger immer zu machen sobald dies möglich war. Die Palette war auch bunt gemischt, allerdings gab es Nebentätigkeiten die spaßiger und eher nicht so spaßig waren. Z.b. war eine der Missionen Rucksäcke von Peter einzusammeln, die jeweils eine kurze Anekdote aus Peters Leben mit sich brachten, ebenfalls sehr cool waren Wissenschafts-Labore von Harry´s Mom in denen es kleine Tests und so durchzuführen galt. Ein Highlight war aber die Foto Mission, in der es galt bekannte Orte aus dem Marvel Universum zu fotografieren.

Es gab aber auch Nebentätigkeiten die nicht so cool waren. In einer muss man Tauben jagen…. urgh… die Flugbewegungen von den Viechern waren die Hölle, oder aber es galt unzählige Verbrechen zu bekämpfen. Das wäre ja an sich nicht so schlimm, wenn Manhattan nicht in 15 (oder so?) Distrikte unterteilt wäre und es gilt zu jeder Fraktion (und davon gibt es 4 im Spiel) je 5 Verbrechen pro Distrikt aufzuhalten. Das könnt ihr euch dann ja auch selbst hochrechnen. Das hat irgendwann dann eher weniger Spaß gemacht.

Naja Open World Games und ihre Nebentätigkeiten. Leider muss ich aber auch sagen, dass es mir persönlich zu wenig Nebenmissionen also handlungsorientierter Natur gab. Lediglich 3 kurze Einzelepisoden und 2 Quest-Reihen gab es da zu erkunden. Etwas wenig aber was solls. Denn das Hauptaugenmerk war hier ja die Story des ganzen, die sogar von 2 Autoren geschrieben wurde, die bereits tatsächlich an den Comic´s Hand anlegen durften und ne ganze Weile dafür verantwortlich waren. Dabei finde ich es echt super, das man sich hier nicht an ein Universum gebunden hat, also weder an den Filmen noch an den bisherigen Spielen oder gar den Comic´s, sondern ein ganz eigenes Universum kreiert hat.

So konnten sie ihre Geschichte frei erzählen, was soweit auch echt gut funktioniert hat. Ich muss zwar gestehen, das die Story selbst bei mir eine ganze Weile gebraucht hat bis sie gefruchtet hat und mich nicht sonderlich bewegen konnte. Ab dem abschließenden der 3 Akte war ich dann aber doch sehr stark gefesselt und muss auch gestehen das mich das Ende durchaus überrascht hat. Das es am Ende natürlich klare Hinweise auf eine Fortsetzung gibt, dürfte glaube ich auch ohne die Erwähnung klar sein. Der Handlungsbogen selbst ist aber absolut Rund und geschlossen. Selbst wenn es keine Fortsetzung geben sollte, wäre die Story also zufriedenstellend.

Kommen wir von der Story also zum nächsten Pluspunkt des Spiels, dem Kampfsystem. Hatte ich es auf der Gamescom noch verflucht, da ich ständig gestorben bin, hat es mir jetzt super gefallen. Am ehesten kann man es wohl mit der Batman Arkham Reihe vergleichen. Mit dem Spinnensinn der einen vor Schlägen und Schüssen warnt und zum ausweichen animiert. Die Geschwindigkeit in der man auflevelte und so neue Fähigkeiten freischalten konnte war in meinen Augen auch absolut gelungen.

Um etwas Schwung und abwechslung rein zu bringen entschied man sich leider auch dazu eine Hand voll kurzer Stealth-Missionen mit M.J. Und Miles rein zu packen. Diese fühlten sich aber so… unnötig und unfertig an und haben leider so wenig spaß gemacht das ich schnellstens durch gerushed bin und froh war, wenn sie dann vorbei waren. Auch die Taskmaster Missionen die man relativ spät frei geschaltet bekommt fand ich nicht so gut… allerdings waren diese optional, wurden aber für die Platin benötigt seufz…

Marvel´s Spider-Man ist ein echt gelungenes Open World Abenteuer Spiel, welches unglaublichen Spaß macht. Es ist einfach Cool sich durch die Straßen von New York zu schwingen und Verbrechen zu bekämpfen. Insomniac hat hier ein großartiges Spiel abgeliefert, welches die Essenz von Spider-Man perfekt einfängt und auch wenn mir der Vergleich fehlt, dürfte es eine der besten Versoftungen der freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft sein. Wer sich also einmal wie der Netzschwinger fühlen will, ist mit diesem Spiel bestens bedient.

Ich freue mich jetzt schon auf die kommenden DLC die mich erneut in die Stadt die niemals schläft entführen werden. Der Season Pass war ja zum Glück Teil meiner PS4 Pro Edition. Allerdings bin ich mir sicher, das ich ihn mir auch so geholt hätte, denn das Spiel ist echt gelungen. Ich kann es wärmstens empfehlen. Wer also schon Spaß an den Arkam Games hatte, oder sich einfach mal durch die Straßen von Manhatten schwingen will der sollte zugreifen. Von mir gibt es hier 8 von 10 von Spidercop gelösten Verbrechen.

Euer


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1 Antwort

  1. Kame sagt:

    Lustigerweise sind Batman und Spiderman wohl meine Favoriten bei den Superhelden, aber das war mein erstes Spiderman Spiel ^^ Keinerlei Hype, keinerlei Interesse, aber die guten Wertungen hatten mich zum Kauf bewegt. Zu 90% kann ich dir auch in der Meinung zustimmen: Das schwingen macht irre Spaß, ich habe keine 5 mal die Schnellreiseoption im Spiel gewählt (dabei sind die Screens in der U-Bahn irre komisch) und das Kämpfen ist interessant und frisch, da ist selbst Batman nicht 1 zu 1 zu vergleichen.

    Problem sind wie gesagt einige nervige Nebenmissionen, zumal Batmans Spiele da besser waren: Wo der Riddler mir da Rätsel aufgibt oder ein Killer mich per Telefon durch die Stadt schickt sammel ich hier nur geistlos Rucksäcke oder lasse mich (sehr peinlich) stumpf von Black Cat für den DLC Teasern (allgemein: 10 Minuspunkte für DLC Politik allgemein) das einzig gute eingebundene in Sachen Nebentätigkeit war eben der Taskmaster, der ja insofern sinn machte in Sachen Nebenmission.

    Problem waren auch die Boisskämpfe: Es hab keine! Es gibt einen (klasse) Kampf im Tutorial, dann zwei Missionen später gegen den Shocker… und dann gibt es 20 Missionen ala “Verdrische Gangster, rede mit der Tante oder schleiche mit Mj” nur um GANZ AM ENDE in den letzten 5 Missionen plötzlich alle Bosse auf einmal rauszuwerfen, das war sehr ungelenk Designt, da war Batman klar besser und bleibt es deswegen auch. Bin aber sehr positiv in Hoffnung auf Teil 2 des Spinners ^^

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