Serien Review: Westworld Staffel 1

Die geschätzte Lesezeit für diesen Beitrag beträgt 4 Minuten.

Unsere Geschichte mit Westworld ist etwas holprig. Damals, als die erste Folge in Englisch ausgestrahlt wurde, wollte Fuma die Serie unbedingt ansehen. Ich hatte jedoch leider nicht so Lust auf eine Serie im Wilden Westen. Aber damals hatte ich auch irgendwie nicht verstanden, wie cool diese Serie ist! Es ist SO viel mehr, als “nur” eine Serie im Wilden Westen. Von daher bin ich sehr froh, dass wir der Serie vor ein paar Wochen nochmal eine Chance gegeben haben. Seitdem treffen wir uns fast jeden Donnerstag mit unserem Kumpel Chris und schauen immer eine Folge Westworld. Was genau die Serie für mich so cool macht, erkläre ich euch jetzt.

Westworld ist ein Vergnügungspark. Aber nicht irgendeiner. Das Setting ist der Wilde Westen, dennoch ist der Park sehr futuristisch. Hier werden nämlich keine Schauspieler oder ähnliches zur Unterhaltung der Gäste genutzt – sondern menschenähnliche Roboter, genannt Hosts. Auf den ersten Blick, sind diese nicht von uns Menschen zu unterscheiden. Jeder von ihnen hat im Park eine ganz eigene Rolle, die er jeden Tag spielt. Die Gäste können dabei in ihre Geschichte eingreifen und alles mit ihnen machen, was sie wollen. Egal, ob Banküberfälle, Goldsuche oder sich mit den Prostituierten im Saloon vergnügen.

Die andere Seite der Serie spielt sich hinter den Kulissen vom Vergünungspark ab. Hier geht es vor allem um die Erstellung und die Wartung der Hosts. Sie sind so Programmiert, dass sie Menschen nicht verletzen können, im Gegenzug können sie aber sehr wohl verletzt werden und müssen dann über Nacht von der Wartungseinheit repariert werden. Außerdem werden die Erinnerungsspeicher der Hosts regelmäßig zurückgesetzt. Ein neues Update bereitet den Parkmitarbeitern zu Beginn einige Kopfschmerzen.

Die Geschichte wird von mehreren Blickwinkeln erzählt und wirft sehr viele Frage auf. Unter anderem, ob die Hosts ein Bewusstsein entwickelt haben können.

   

Ich liebe Serien mit Robotern! Diese Gedankenspiele, wie unsere Zukunft vielleicht einmal aussehen kann, finde ich unfassbar interessant. Ich muss gestehen, dass mir das Western Setting wirklich nicht gefällt. Es ist zwar ein zentraler Bestandteil der Serie, aber man merkt am Anfang schnell, dass sich die meiste Interaktion auf einer anderen Ebene abspielt. Die Serie bedient so viele verrückte Ideen und Gedankenspiele. Nach jeder Folge hatte ich den Wunsch, sofort die nächste Folge schauen zu wollen! Es ist einfach so spannend gemacht und entführt den Zuschauer in eine ganz andere Welt.

Ist die Vorstellung von dieser Art von Vergnügungspark nicht Klasse? Es gibt zwar keine Fahrgeschäfte, wie es in Vernügnungsparks gängig ist, aber die Unterhaltung spielt sich auch woanders ab. Es ist total interessant, dass man in jede Geschichte der Hosts einfach eingreifen kann. Bei vielen Gästen am Tag ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass kein Tag wie der andere ist. Es ist vor allem so krass, dass die Gäste alles mit den Hosts machen können, was sie wollen. Aber nicht umgekehrt.

Das greift auch die Thematik sehr gut auf, ob die Hosts wirklich keine Gefühle oder ein Bewusstsein haben. Und genau das finde ich als Kernpunkt der Serie so toll! Teilweise habe ich mehr mit den Hosts gelitten, als mit den Menschen.

Außerdem hat die Serie sich einer tollen Art des Storytellings bedient. Es wurden mehrere Storystränge nebeneinander erzählt. Das hat die ganze Geschichte zusätzlich etwas aufgelockert fand ich. So ist man nicht nur strickt einer Person gefolgt, sondern mehreren Personen. Und dabei wurden auch drei komplett verschiedene Bereiche abgedeckt. Zum einen geht es um die Kämpfe der Mitarbeiter und des Vorstands hinter den Kulissen von Westworld. Oder vielleicht sollte man eher sagen unter Westworld, darunter befindet sich nämlich hauptsächlich unterirdisch die verschiedenen Labore und Bereiche. Man erfährt hier so vieles hinter den Kulissen, was schief läuft oder anders als geplant. Außerdem hat die Basis so viele Stockwerke und wir sehen nur einen kleinen Teil davon. Das lässt den Gedanken freien lauf, was sich wohl im Rest des Gebäudes befindet.

Weiterhin folgen wir der blonden, schönen Dolores. Sie verbringt viel Zeit mit Logan und William. Die beiden Herrn sind Besucher im Park, jedoch ist sie ein Host. Dadurch entstehen viele Situationen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Ich empfand es als sehr spannend, ihnen zu folgen und ihre Geschichte mit an zu sehen. Da gab es so viel mehr, als man anfangs vermutet hätte. Ich wurde mehr als einmal überrascht und das auf eine positive Art und Weise, die mich die Serie lieben gelernt hat!

Im dritten großen Storystrang geht es um einen Host, der kein Host mehr sein möchte. Er kommt langsam aber sicher dahinter, dass die Hosts operiert werden, wenn sie verletzt wurden und macht so bekanntschaft mit den Metzgern, die sich um die Körper der Hosts kümmern. Es ist auch hier wieder sehr spannend, dem Host dabei zuzusehen, wie er langsam das System hinter Westworld versteht.

Zwischen diesen Strängen geht es noch um so viel mehr und um so viele Personen mehr. Es ist einfach der Wahnsinn, wie sehr die Geschichten sich unterscheiden, aber doch aufeinander abgestimmt sind. Ich hatte wirklich mehrere “WTF?!”-Momente innerhalb der Serie. Es gab zwar am Anfang einen kleinen Durchhänger in meinen Augen, weil man erst einmal alle Stränge beginnen musste und die Charaktere langsam vorstellt. Danach geht es aber so richtig los und damit hätte ich niemals gerechnet.

Ich kann die Serie wirklich nur wärmstens empfehlen! Vor allem, wenn ihr spannende Action haben wollt und Roboter interessant findet, sowie die Kommunikation zwischen den Robotern und Menschen. Außerdem geht es hier und da schon sehr düster zu, da man wirklich mit den Abgründen der Menschheit konfrontiert wird. Das hat für mich jedoch die Serie noch interessanter gemacht! Ich hoffe, dass ich euch – auch ohne etwas genaueres zu verraten oder zu spoilern – einen guten Eindruck von der Serie vermitteln konnte. Wir haben bereits die zweite Staffel begonnen und ich muss sagen, die ist noch viel besser als die erste! Ich bin wirklich gespannt, was noch so passiert.

Eure


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Mia

Hallo ihr lieben. Mein Name ist Mia und ich bin 25 Jahre alt. Ich liebe Animes und Mangas über alles, bin aber auch ein absoluter Film- und Serienjunkie oder lasse meinen Abend auch gerne mit zocken ausklingen und habe auch nichts gegen ein gutes Buch am Wochenende.

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