Serien Review: Castlevania Staffel 1

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Castlevania

Als Kind war ich leider nie so ein großer Castlevania Fan. Ich war sogar ein ziemlicher Schisser und hatte vor den unbedeutendsten Sachen Angst. Zum Beispiel der Abstellraum, der an mein Zimmer angrenzte, in dem ein Dino Poster hing. Ich liebte Dinos unglaublich, doch nachts musste die Tür immer zu sein, weil ich Angst hatte, die Dinos würden kommen und mich fressen. Vielleicht lag es an dem Schwarzen Kaninchen aus „Unten am Fluss“ oder „Friedhof der Kucheltiere“ die ich viel zu früh gesehen habe. Aber ich hatte Angst im Dunkeln. Und somit ging ein Franchise mit Vampiren und Monstern komplett gegen meine Vorlieben.

Erst einige Jahre später, nachdem mich dann wohl Event Horizon zugrunde gerichtet hat und ich meine Angst überwunden hatte, fand ich gefallen an Horror und natürlich auch an Castlevania. Mein erster durchgespielter Titel war der DS Ableger „Dawn of Sorrow“, welches ich begeistert durchgespielt hatte. Danach holte ich einige der älteren Titel per Emulatoren nach. Leider ist es seit einiger Zeit ziemlich ruhig um das Franchise geworden. Bis letztes Jahr Netflix mit einer 4-teiligen Animations-Serie durchstartete und viele Zuschauer begeisterte. Da die zweite Staffel nun vor ein paar Tagen online gegangen ist, haben wir die erste noch mal wiederholt. Viel Spaß mit meiner Review.

Von der Menschheit überdrüssig hat sich der große Vampirs Vlad Dracula Tepes in seinem Schloss in der Walachai zurück gezogen. Als die junge Wissenschaftlerin Lisa im Jahr 1455 plötzlich in dessen Schloss auftaucht, weckt diese in ihm neue Hoffnung in die Menschheit. Doch diese wurde bereits 20 Jahre später komplett zerstört, als die Kirche Lisa auf dem Scheiterhaufen mit der Anklage des Hexentums verbrennt.

Voller Wut und Hass schwört Dracula Rache an der Menschheit. Ein Jahr gibt er den Menschen der Walachei um sich in alle Winde zu zerstreuen. Jeder der dieser Warnung nicht folge leistet, würde dies mit seinem Leben bezahlen. Die einzige Hoffnung für die Menschheit war der in Ungnade gefallene Trevor Belmont. Doch würde dieser erneut, für die Menschen die ihn so sehr hassen, die Peitsche erheben und kämpfen…

   

Wir hatten die Serie bereits letztes Jahr bei ihrer ursprünglichen Veröffentlichung gesehen und ich wollte eigentlich schon damals dazu schrieben. Nur konnte ich damals irgendwie keine rechten Worte finden, mit der ich der Serie gerecht werden würde. Nun nach dem zweiten mal kann ich das definitiv, denn ich bin nun natürlich umso gespannter, wie es wohl weiter geht. Vorab muss ich wohl dazu sagen, dass ich nicht denke, das man die Serie (zumindest die erste Staffel) gesehen haben muss.

Es ist eine durchaus coole Serie die uns in eine interessante Fantasy-Welt wirft, die absolut Lust auf mehr macht. Dabei macht sie einen guten Job die richtigen Nerven zu kitzeln und gute Anspielungen zu machen. Sie ist Brutal und Actionreich zugleich und die Story die uns geboten wird, ist an sich okay. Leider fehlte mir damals etwas zu sehr die Fortsetzung um etwas dazu sagen zu können, denn nach den sehr kurzen 4 Folgen ist eigentlich eher so eine Art Vorspann für die eigentliche Serie gelaufen.

Denn sie hört genau dort auf, wo die meisten Serien (oder Anime) gerade ihren Anfang vor der großen Reise nehmen. Ich wiederhole noch mal die 4 Folgen sind nicht schlecht, fühlen sich ohne die zweite Staffel aber leider zu sehr wie eine Einleitung an. Denn den großen Helden unseres Abenteuers Trevor begegnen wir erst zum Ende der ersten Folge und wirklich Heldenhaft ist er bis etwa zu Beginn der dritten Folge auch nicht. In meinen Augen ist diese Art der Vorstellung, auch wenn es hier um einen Gefallenen Helden geht, nicht so gelungen gewählt.

Denn letztendlich wird er uns als typischer Tagelöhner und Söldner vorgestellt, der nur an seinem eigenen Vorteil interessiert ist. Ich meine im Laufe der Serie kann man das durchaus nachvollziehen, allerdings ist es echt keine schöne Art einen Charakter kennen zu lernen. Die anderen Charaktere wie Alucard und Sypha sind leider beide viel zu blass um wirklich etwas zu ihnen zu sagen. Ich denke dafür reichen 4 Folgen bei einer Actionreichen Serie einfach nicht aus.

Womit wir aber auch zur guten Serie der Serie kommen. Denn nachdem ich jetzt genug geraged habe, gilt auch das positive zu beleuchten. Denn das Setting und die Darstellung sind wirklich gelungen und gut gewählt. Die normalerweise „gute“ Kirche wird hier mal wieder in vollkommen korrupten Glanz präsentiert und auch die Dämonen die Dracula beschwört können sich sehen lassen. Von der Gewalt der Kampfszenen kann ich eigentlich nur ein Lied singen. Denn Trevor beherrscht den Umgang mit seiner Peitsche wirklich vorzüglich. Da lernt der ein oder andere Finger mal eben Fliegen.

Ohnehin sind die Kämpfe in meinen Augen das absolute Highlight der Serie. Sie sind vollgepumpt mit Action, Effekten und guten Handlungsabläufen. Ich freue mich schon unheimlich in der zweiten Staffel hiervon noch etwas mehr zu sehen. Dabei war es hier noch ein gelungener Wechsel zwischen Menschlichen und Dämonischen Gegnern. Ich bin aber guter Dinge in der zweiten Staffel eine Vielzahl von großartigen Monstern zu Gesicht zu bekommen die ich aus den Spielen kenne.

   

Vielleicht ist meine Meinung zu der Serie auch ganz interssant. Ich bin nämlich ein absoluter Neuling in Sachen Castlevania. Ich habe von dem Franchise schon gehört, aber nie eins der Spiele gespielt oder auf dem Schirm gehabt. Dennoch fand ich diese vier Folgen echt gut! Am Anfang ist es mir schwergefallen in die Story reinzukommen, deshalb fand ich es überhaupt nicht schlimm, dass wir es nun nochmal gesehen haben. Jetzt habe ich auch einiges besser verstanden. Ich fand die Action sehr gut, es war durchdacht und interessant gemacht. Ich hatte Spaß beim Ansehen und das ist ja die Hauptsache. Aber ja, es fühlte sich einfach sehr wie eine “Vorgeschichte” an und beim ersten Ansehen dachte ich nur so “Und jetzt? Wo ist der Rest?” aber jetzt können wir ja endlich weiterschauen!

Zusammengefasst muss ich sagen oder gestehen, dass ich leider nicht ganz so überzeugt von der ersten Staffel war, wie ich es gerne gewesen wäre. Es ist zwar grundsätzlich eine interessante Serie, ich denke aber, dass ich sie nun, da die zweite Staffel bereits veröffentlicht wurde, eher den Leuten ans Herz legen kann. Vier Folgen sind in meinen Augen einfach zu wenig um sowohl eine gute Story zu erzählen, wie auch einen Einblick in die Charaktere zu bekommen.

Die Serie dürfte somit mit der ersten Staffel wohl eher an Neue Leute gehen, die das Franchise nicht kennen und damit zum ersten mal in Kontakt mit Castlevania kommen. Für alteingesessene dürfte es lediglich eine köstliche Vorspeise oder auch ein Snack für zwischendurch sein um mal wieder in eins der Spiele herein zu schauen. Somit viel Spaß mit der Einleitung in das Franchise und ich freue mich schon die Serie fortzusetzen.

Euer


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