Manga Review: The Huntress

Die geschätzte Lesezeit für diesen Beitrag beträgt 5 Minuten.

Meine Geschichte mit Krimi´s ist so eine Sache für sich. Früher konnte ich sie überhaupt nicht leiden, was wohl vor allem an Serien wie Mord ist ihr Hobby und ähnliches, was meine Mutter sah, lag. Erst als ich im Englisch-Unterricht Sherlock Holmes and the Hound of Baskerville lesen musste fand ich gefallen daran. So auch kurz darauf an Detektiv Conan, der gar nicht so viel später hierzulande anlief. Seit dem genoss ich das Genre. Von Kinofilmen, über Hörspiele bis hin zu Spielen wie der Sherlock Holmes Reihe.

Bei Huntress wiederum war es etwas anders. Das Cover sprach mich irgendwie direkt an und erst beim lesen stellte ich fest, das es um Detektive und ihr Handwerk geht. Umso überraschter war ich dann natürlich, dass es dieses mal um eine Detektivin geht, die selbige jagt. Ein großes Danke schön also an Egmont Manga für das Bereitstellen dieses collen Hardcover Sammelbandes und viel Spaß mit meiner Review.

Bereits in jungen Jahren wird Rena Sasaki von einem heftigen Schicksalsschlag erwischt. Ihre Schwester wird von einem Stalker verfolgt und erst als dieser sich ihnen nähert, schaffen sie es ihn zu vertreiben. Um ihre Schwester zu schützen, wird diese weit weg zu verwandten geschickt und geht auf eine neue Schule. Doch bereits kurz darauf wird ihre Leiche gefunden und für Rena bricht eine Welt zusammen. Nichtmal sie wusste wo hin man ihre Schwester gebracht hatte, woher konnte es der Stalker gewusst haben?

Als sie kurz darauf anhand eines Überwachungsberichts erfährt, das der Stalker einen Detektiv angeheuert hat, schwört sie Rache. Sie macht es sich zur Aufgabe alle jene ruchlosen Detektive zu jagen, die ohne Ehre lediglich dem Geld auf der Spur sind. Jahre später ist sie Teil der Internen Untersuchungskommission und nimmt es täglich mit solchen schwarzen Schafen auf. Erst als ihr mit Kotoha Minemori eine neue Partnerin zur Seite gestellt wird, sickern neue Indizien über den damaligen Fall heraus…..

   

Vorweg muss ich schon mal sagen, dass ich die Entscheidung von Egmont, die aus zwei Bänden bestehende Serie in einer echt schicken Hardcover Variante zu veröffentlichen, echt total super finde! Denn das ganze sieht somit nicht nur schick aus, sondern ist auch eine kompakte Sache fürs Regal. Ja man kann sich durchaus über das Großformat, welches nicht unbedingt in die meisten Sammlungen passt oder den Preis von 20 Euro streiten.

In meinen Augen, ist das Preisleistungsverhältnis für das Gesamtergebnis aber absolut akzeptabel und super. So würde ich mir durchaus die ein oder andere Kurzserie ins Regal stellen. Davon mal abgesehen ist es mir mit dem Hardcover immer noch besser als manch einer der in Amerika sehr beliebt und heiß begehrten Omnibus-Versionen bei denen der Buchrücken meist bereits nach dem ersten lesen offensichtliche Rillen annimmt. So kann man das ganze immer wieder lesen und es sieht aus wie am ersten Tag.

Nun aber genug zum Äußeren, tauchen wir doch mal in das Innere des ganzen ein. Ich fange diesmal wohl bei den Charakteren an. Grundsätzlich gibt es ja mehr oder weniger nur eine Handvoll wichtiger Charaktere und dazu gesellen sich eigentlich eine sehr überschaubare Anzahl Nebencharaktere. Allen voran natürlich die Hauptcharakterin Rena Sasaki die im Hauptfokus der Story ist und die namesgebende „Huntress“ darstellt. Denn wie schon in der Story beschrieben ist sie eine Jägerin.

Ihre beute sind Korrupte Detektive, die nur den schnellen Rubel im Sinn haben und gegen den Kodex verstoßen. Hier finde ich ja vor allem sehr cool, das auch hier noch mal offen angesprochen wird, das ein Großteil der detektivischen Arbeit durchaus in der gesetzlichen Grauzone liegt. Schließlich sind Überwachung und Nachforschung ein relativ tiefer eingriff in die Privatsphäre. Ebenfalls wird das Bild welches uns Conan und andere Krimi´s manchmal glauben lassen will, von dem Dtektiv der alle verdächtigen ansammelt zerstört. Welcher Verbrecher nimmt sich auch die Zeit, sich Anschuldigungen anzuhören, wenn er währenddessen Beweise vernichten kann?

Ich mag es wenn Storys solche Sachen eben auch noch mal ansprechen und klar machen. Das häufige romantisieren von Handlungen ist zwar ganz cool, wenn es zur Geschichte passt, allerdings sollte das Werk es offenkundig klar machen, das es ein Verbrechen ist. Wie beispielsweise Code Breaker oder Akame ga Kill, die ja auch ganz klar sagen, dass sie Mörder sind, egal wie sehr es für die gute Sache ist.

Die Geschichte selbst, rund um Rena Sasaki und ihre Vergangenheit, ist eigentlich sogar ziemlich gut erzählt und spannend auch wenn böse Zungen der Story vielleicht vorwerfen wollen, das sie stellenweise etwas zu gut zusammen passt. Denn sie sucht ja den Detektiv der verantwortlich ist für den Tod ihrer Schwester und hat dabei eine Person im Fokus. Doch nur weil du jemanden im Auge hast, musst du noch lange nicht richtig liegen. Ich hatte hier aber doch kurz ein Bild von Holmes und Morriaty im Kopf, auch wenn das hier natürlich nicht so ganz passt.

Für einen Krimi war das ganze auch erstaunlich textlos. Will heißen, dass es viele selbsterklärende Panels gab, die die Situation einfach hervorragend eingefangen haben. Dabei kam vor allem der Zeichenstil sehr gut zur Geltung, da der Manga viel mit Bildsprache arbeitete. Durchaus ungewöhnlich, hat hier aber sehr gut gepasst. Zeichnerisch war der Manga allgemein auf einem recht hohen Niveau, auch wenn mir das Charakter-Design nicht immer gefallen hat. Da es sich bei dem Zeichner aber um den Another Zeichner handelt, sollten Kenner dieses Werks somit schon mal wissen worauf sie sich einlassen.

The Hunteress oder auch „Tantai no Tantai“ (Detektiv der Detektive) wie es im Original heißt ist ein spannender Krimi mit coolen Charakteren und sehr guten Zeichnungen. Mir persönlich gefällt es sehr gut, das die Story in einem Band zusammen gefasst ist und ich kann das ganze daher sehr gut weiter empfehlen. Es ist zwar nicht die Innovativste Story die ich je gelesen habe, für einen angenehmen Nachmittag weiß sie aber hervorragend zu Unterhalten.

Für Fans von Krimi´s und starken Frauen, sowohl auch Fans von Another Zeichner Hiro Kiyohara sollte der schicke Harcoverband also genau das richtige sein. Ein gelungener Mix aus Spannung und Rätsel weiß durch gute Zeichnungen zu überzeugen. Von mir bekommt der Manga 7 von 10 abgeschlossenen Fällen für die Interne Ermittlungsabteilung.

Euer


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