Manga Review: True Kisses Band 1

Die geschätzte Lesezeit für diesen Beitrag beträgt 3 Minuten.

True Kisses / Sekirara ni Kiss ©Fumie Akuta

In Japan ist es üblich, dass man eine Maske aufsetzt, um seine wahren Gefühle zu verbergen. Und genau um dieses Thema dreht sich der Manga True Kisses (jap. Titel: Sekirara ni Kiss), der am 02.11.2018 im Handel erschienen ist. Liebe und Wahrheit sind zwei Themen, über die man viel reden und zeigen kann. Der Name ist auf jeden Fall Programm. Ich danke Egmont Manga an dieser Stelle für das Rezensionsexemplar.

Chitose ist beliebt, lächelt immer und ist süß. Zumindest ist das ihre Maske, die sie ununterbrochen auf hat. Doch dann lernt sie Itsuki kennen, der es schafft, zu jeder Zeit hinter ihre Maske zu sehen. Das gefällt ihr gar nicht. Dennoch versucht sie Stück für Stück zu ihrem wahren Selbst zu suchen. Ob Chitose auch das Mädchen hinter der Maske mag und akzeptiert? Und kann Itsuki sie so liebe, wie sie wirklich ist?

   

Im ersten Moment hat mir der Manga gar nicht gefallen. Aber das hat sich schnell geändert. In dem Manga geht es viel um das Thema erwachsen werden, eine Fassade aufrecht erhalten und das Thema Selbstfindung. Ich stecke aktuell in einer Lebenslage, wo mir das Thema Selbstfindung enorm wichtig ist. Von daher habe ich mich bei diesem Manga so richtig “ertappt” gefühlt. Es hat etwas gedauert, bis ich das akzeptieren konnte beim Lesen. In dem Sinne habe ich bei diesem Manga mehrere Phasen durchschritten. Und viel über mich selbst nachgedacht.

“Wie würde ich an Chitoses Stelle in dieser und jener Situation reagieren?” Das habe ich mich oft zwischen den Seiten gefragt. Insofern fand ich es enorm positiv, dass der Manga so sehr zum Nachdenken anregt. Und dadurch hat er bei mir auch Pluspunkte gesammelt.

Der Zeichenstil gefiel mir am Anfang auch nicht. Das hat sich jedoch auch relativ schnell gelegt. Mittlerweile gefällt mir das Charakterdesign sogar. Vielleicht kommt das auch mit dem Voranschreiten der Story automatisch, da man auch die Charaktere besser kennenlernt.

In Japan ist das Thema mit der Fassade ein großes Ding. Dort bekommt man von klein auf beigebracht, andere nicht mit seinen eigenen Problemen zu belasten. Zu dem Thema ist auch ein sehr langer Text am Ende vom Manga, den ich äußerst informativ fand. Oft lese ich diese Extra Seiten gar nicht, aber hier war das so interessant, dass ich sogar froh darüber bin, es gelesen zu haben. Es wird auf die Geschichte von Japan eingegangen und darauf, warum dieses Thema dort so wichtig ist. Da bekommt man also direkt auch noch Bildung serviert, find ich gut.

Das Setting des Mangas ist für mich eher Fremd. Es geht um eine Kunstschule. Itsuki geht auf diese Schule und Chitose möchte daher auch beitreten. Als sie ihre Eltern fragt, ob sie dort anfangen kann, war es das erste Mal, dass sie einen Wunsch hatte. Dadurch, dass die Eltern ein Restaurant besitzen und die Kinder viel mitanpacken müssen, hat Chitose bisher kaum Wünsche angebracht. Aber genau darum geht es in diesem Manga. Erkennen, was man möchte und einen Weg dort hin finden.

Ein Fehler ist mir jedoch aufgefallen, am Anfang vom zweiten Kapitel. Da ist ein Stück eines Panels doppelt untereinander abgedruckt. Ich weiß jedoch nicht, ob das ein Fehldruck in meinem Manga ist oder bei allen Mangas aus dieser Auflage der Fall ist. Da das aber ein einmaliger Fehler war, kann ich da gut hinwegsehen, den Text konnte man dennoch gut lesen. Außerdem kommt der Manga noch mit zwei süßen Match-Me-Karten in der ersten Auflage, die einen auch besäftigen, da es leider keine Farbseiten in dem Manga gibt, obwohl man sieht, dass die ersten drei Seiten ursprünglich in Farbe gezeichnet sind.

Ich kann ehrlich sagen, dass mich der Manga sehr überrascht hat. Itsuki ist ein sehr schwieriger Charakter und es braucht seine Zeit, bis man warm mit ihm wird. Bei mir wird das auch noch einige Zeit brauchen und ist nicht mit dem ersten Band geschehen. Dafür kann ich mich sehr gut mit Chitose identifizieren oder mich zumindest fragen, wie ich in dieser oder jener Situation reagieren würde. Der Manga ist tiefgründig und regt zum nachdenken an, was ich als sehr positiv empfinde. Außerdem wurde ich gut unterhalten und das Thema Kunstschule ist zwar jetzt nichts, womit ich persönlich etwas anfangen kann, aber es ist eine gute Grundlage, damit der Manga funktioniert. Außerdem lernt man direkt auch noch etwas über Japan und die Sache mit der Fassade und der Maske in diesem Land. Ich werde den Manga wohl weiterlesen, bin aber wirklich sehr gespannt, ob er auf mehr als sieben Bände noch interessant bleibt, er läuft nämlich in Japan noch von der Mangaka Fumie Akuta.

Eure


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Mia

Hallo ihr lieben. Mein Name ist Mia und ich bin 25 Jahre alt. Ich liebe Animes und Mangas über alles, bin aber auch ein absoluter Film- und Serienjunkie oder lasse meinen Abend auch gerne mit zocken ausklingen und habe auch nichts gegen ein gutes Buch am Wochenende.

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