Manga Review: Layla und das Biest, das sterben möchte Band 1

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Layla und das Biest, das sterben möchte

Vor ein paar Wochen hatten Mia und ich mal ein wenig den Katalog von Manga Cult durchstöbert und ein paar Sachen herausgesucht, die uns soweit angesprochen hatten. Lustiger- oder sollte ich eher Ironischerweise sagen, kam genau an diesem Tag ein Überraschungspaket von Manga Cult bei uns an, in dem sogar überraschender Weise einige der von uns ausgesuchten Serien waren.

Auf den ersten Blick wollte ich mich um Das Land der Juwel kümmern und Mia wollte sich um Layla und das Biest das sterben möchte kümmern. Lustigerweise habe ich das Land der Juwel bereits vor ein paar Monaten digital von Loot Crate erhalten. Nachdem ich beide gelesen hatte, wechselten wir dann aber doch unsere Zuständigkeiten und ich schreibe nun Layla und das Biest das sterben möchte oder wie es im japanischen heißt Lailah to Shinitagari no Kemono. Vielen Dank also an Manga Cult für das Bereitstellen des Manga und viel Spaß mit meiner Review.

In einer Welt in der nicht nur Menschen sonder auch humanoide Tiere „Therianthropen“ genannt leben, ist Layla unter relativ behüteten Verhältnissen aufgewachsen. Da ihre Mutter leider kein gutes Händchen für Männer hat, ist ihr aktueller Gefährte ein Kleinkrimineller, der die beiden Frauen immer wieder in seine Machenschaften hineinzieht.

Der Therianthrop Aaron wiederum wurde bereits seit seiner Kindheit abgerichtet. Alles was er kennt, befindet sich in seiner Zelle und er darf lediglich raus um für seinen Herrn zu morden und die Drecksarbeit zu machen. Sein einziger Bezugspunkt ist ein Kinderbuch, in dem es um einen Engel mit blauen Augen geht.

Als Aaron bei einem weiteren Auftrag einen Kleinkriminellen und dessen Familie auslöschen soll, trifft er auf die Tochter Layla. Sofort sieht er in ihr, den Engel, der ihn erlösen wird. Jedoch kann Layla nur Hass für den Mörder ihrer Mutter empfinden, muss aber schnell einsehen, das ihr die Kraft für Rache fehlt. Ein Spannendes Abenteuer zwischen Hass Rache und Erlösung beginnt für das ungleiche Paar.

   

Aufgrund des Covers, habe wohl nicht nur ich Ancient Magus Bride Flashbacks bekommen. Ich meine ein Monster, das mit einer Rothaarigen Teenagerin etwas zu schaffen hat… wer wills mir verdenken? Das Cover schreckte mich damit also leider leicht ab, aber ich bin ja immer bereit mich auf neues einzulassen und hier bin ich sogar eigentlich ganz froh drum.

Das die Thematik rund um den Tod und sterben in dem Manga eine Rolle spielt, war ja allein schon durch den Titel etwas offensichtlich. Allerdings habe ich das ganze mehr in einer Drama Schiene geschoben, in der es eben darum geht, das das Biest eine Krankheit hat und bald sterben muss oder so etwas in der Art. Umso überraschter war ich dann eigentlich über die Brutalität des ganzen.

Denn allein schon im ersten Kapitel sterben einige Menschen auf unheimlich brutale weise. Klar ist das ganze noch kein Splatter, wie etwa Gantz. Es ist aber doch etwas unerwartet zu sehen, wie wenig die Menschenleben hier wert sind, oder sollte ich eher sagen wie gleichgültig Aaron hier mordet?

Selbstverständlich hat das seine Gründe und das er solch ein emotional totes Subjekt ist, wird im ersten Band schon hervorragend erklärt. Das ich es eigentlich schon fast etwas unfair finde, wie Layla ihn behandelt. Klar gibt es da bereits im ersten Band Entwicklungen in die richtige Richtung, aber auf wen sollte man Sauer sein, auf den Mörder oder die Waffe?

Interessante Themtik auf die hoffentlich noch in den weiteren Bänden eingegangen werden wird. Aber auch das Setting selbst weiß es gekonnt die Neugier im Leser zu wecken. Ich glaube zwar nicht das wir eine explizite Erklärung für die Existenz der Therianthropen bekommen werden, die Darstellung der Koexistenz ist aber schon ziemlich hart. Denn Rassismus ist hier eigentlich an der Tagesordnung.

Die beiden Hauptcharaktere erinnern wie oben bereits geschrieben nicht nur Äußerlich an Elias und Chise. Wobei weder Aaron noch Layla mit großen Kräften ausgestattet sind. Allerdings ist Aaron ebenso Emotionslos wie es Elias ist und ist auch eben so schnell zur Rettung von Layla vor Ort. Layla ist auf gewisse weise aktuell noch deutlich lebhafter als es bei Chise der Fall ist, dennoch habe ich das Gefühl das sie so ne gewisse Emotionale Ebene wie ihre optische Vorlage hat.

Mein größter Kritikpunkt an dem Manga dürfte wohl, abgesehen von Layla´s hasserfüllten Handlungen & Misstrauen, der Zeichenstil sein. Seufz… Ich selbst bin ja ein sehr großer Fan von Starker Linienführung und klaren Darstellungen. Dieser Manga macht das nicht so ganz so gut. Häufig wirken die Zeichungen etwas unfertig oder hektisch. Vor allem in den vorhanden Kampfsequenzen wird es stellenweise etwas unübersichtlich und es wird schwer den Ereignissen oder eher dem Weg zu folgen.

Auch das Charakter-Design sagt mir in den meisten Fällen leider so gar nicht zu. Das gilt sowohl für die Menschen wie auch für die Therianthropen. Selbiges gilt auch für die Panel-Verteilung, die für mich persönlich, auch oft wirr oder chaotisch wirkte. Es war aber alles noch so weit okay, dass es mich negativ beeinflusst hat. Da gab es schon schlimmeres.

   

Wie Fuma oben geschrieben, hat er sich den Manga mittlerweile unter den Nagel gekrallt. Ich kam leider nur bis zum zweiten Kapitel. Ich muss leider sagen, dass mich die Zeichnungen sehr stark abschrecken und mir die Lust am weiterlesen genommen haben. Vor allem in Actiongeladenen Szenen habe ich wenig erkennen können und mir waren es zu viele Striche im Bild. Die Story gefällt mir im Prinzip aber, weshalb ich den Manga auf jeden Fall noch weiterlesen werde!

Zusammengefasst ist Layla und das Biest das sterben möchte eine durchaus interessante Story. Sie hat ihre stärken und schwächen, weiß aber ziemlich gut mit ihnen zu arbeiten und bietet somit eine sehr unterhaltsame Geschichte. Da das ganze in 4 Bänden abgeschlossen ist, bin ich unglaublich gespannt, ob das ganze wohl mit der angeteasten Prämisse endet (also dem Tod von Aaron) oder ob das ganze vielleicht doch in eine ganz andere Richtung geht.

Mir hat der Manga gut gefallen und ich kann ihn an all jene empfehlen, die Lust auf eine gehörige Portion Action mit tiefen Charakter-Drama in einer ungewöhnlichen Welt haben. Die Thematik rund um Hass, Diskriminierung und Tod wird sehr gut als Spielball benutzt und macht dem Leser damit Lust auf mehr.

Euer


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