Manga Review: IM − Great Priest Imhotep Band 1

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IM − Great Priest Imhotep

Eigentlich gehört die ägyptische Mythologie wie auch die nordische nicht ganz so zu meinen Vorlieben. Ich kann es gar nicht so recht erklären, aber mein Favorit war schon immer die griechische Mythologie. Nichts desto trotzt kam ich in meiner Kindheit und Jugend eigentlich kaum darum, dem ganzen aus dem Weg zu gehen. Schließlich hat der gesamte Westen einen Faible für das Thema und die Thematik rund um Mumien geht gefühlt nie aus.

Von Filmen wie der Mumien-Reihe, über Zeichentrick Serien wie Mumies Alive und Papyrus, bis hin zu Anime wie Yu-Gi-Oh! War ich eigentlich durchgängig davon umgeben. Eine Kindheitsfreundin von mir war auch so fasziniert, das sie später ein mal Archäologin werden wollte. Sogar Assassin’s Creed wählte vergangenes Jahr die ägyptische Mythologie zum Thema.

Mit der Zeit habe ich das ganze zwar noch nicht lieb gewonnen, mich aber dran gewöhnt und zumindest ein oberflächliches Interesse daran entwickelt. So schlug auch mein Radar wieder mal aus, als ich IM – Great Priest Imhotep bei den Neuheiten im Comicladen liegen sah. Gestern kam dann ein schönes kleines Paket von Carlsen Manga und ich konnte es kaum erwarten den ersten Band zu lesen. Von daher viel Spaß mit meiner Review und ein großes Dankeschön an Carlsen für das Bereitstellen des ersten Bandes.

Der Hohepriester Imhotep war ein so talentierter Magier, dass ihn die Leute seiner Zeit fast für einen Gott hielten. Doch an der Spitze seiner Macht, verschwand er spurlos. Jahre später wurde er wiedergeboren und mit der Jagd auf die Magai, böse Wesen die sich als Götter ausgaben um die Menschheit zu terrorisieren, betraut.

Jahrtausende Später wird die Highschool-Schülerin Hinome von einem ungewöhnlichen Zustand geplagt. Sobald sie den Mund öffnet, speit sie Flammen und seit Jahren kann sie nicht mehr sprechen. Als verfluchter Einzelgänger gebrandmarkt verbringt sie ihre Schulzeit.

Als Imhotep eines Tages vor ihr steht und ihr erklärt, wie er den Fluch auf ihr brechen könne, änderte sich ihr Schicksal. Begeistert von ihrem Haus, hat sich Imhotep bei ihr einquartiert und so beginnt ein spannendes Abenteuer zur Vernichtung aller Magai.

   

Ich bin so froh, das mein Radar so großartig funktioniert. Kaum hatte ich den Band angefangen, wollte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen. Bereits nach dem ersten Kapitel wird eigentlich schon relativ klar, das es sich ziemlich eindeutig um einen Shounen Manga handelt. Nach kurzer Recherche bei MAL kann ich das natürlich auch bestätigen. Der Manga läuft im Monthly Gangan, dem Shounen Magazin von Square Enix in dem auch Serien wie z.b. Soul Eater liefen. Hier hat mich natürlich auch gefreut, zu sehen, dass der Manga bereits mit 11 Bänden abgeschlossen ist.

Aber zurück zum Manga selbst. Von seiner Prämisse her dürfte er auf gewisse Art wohl am ehsten an Serien wie Magi oder so erinnern, nur eben in unserer Moderne. Imhotep gehört zu jener Gattung Hauptcharaktere, die bereits von Beginn an relativ stark bzw. Overpowered sind und damit eher weniger Wachstum haben. Ich finde das nicht mal unbedingt schlecht, da ich zwar die „From Zero to Hero“-Storys an sich bevorzuge, zur Abwechslung mag ich es aber auch mal solche Charaktere zu lesen.

Imhotep bringt durch seine Fähigkeiten und Vergangenheit zwar eine gewisse Arroganz mit, die stellenweise schon etwas nerven kann, bisher die Story aber nicht negativ beeinflusst. Mit Hinome hingegen haben wir eine relativ starke und teils Burchikose weibliche Hauptcharakterin, die auf gewisse Weise als typischer Sidekick wie eine Nami oder eine Lucy fungiert. Auch wenn es bei ihr deutlich weniger Fanservice gibt, als bei den anderen beiden.

Bereits in diesem Band gesellt sich mit dem kleinen Anubis-Welpen ein weiterer Charakter oder eher ein Maskottchen hinzu. Sowas darf ja nicht fehlen, wobei ich ihn teilweise jetzt schon lieber mag, als manch anderes Maskottchen (Ja, ich gucke auf dich Happy!). Ebenfalls wird am Ende des Bandes bereits eine Art Rivale eingeführt, der sich dann vermutlich ebenfalls der Gruppe als fester Teil anschließen wird.

Die Charaktere und ihre Darstellung gefällt mir somit schon mal ziemlich gut. Imhotep bringt natürlich auch ein Geheimnis mit sich, welches erst später gelüftet wird (wie könnte es auch anders sein). Ich glaube der einzige Charakter den ich bisher so gar nicht leiden kann ist Hinome´s Vater. Da er unglaublich eindimensional geschrieben ist und eigentlich nur als Werkzeug für den wiederkehrenden schlechten Witz als Imhoteps Diener genutzt wird.

Die Story schafft es auch sehr gut einen Mittelweg zu schaffen um die ägyptische Geisterwelt einzubauen. Klar könnte man dem ganzen jetzt vorwerfen, das hier einfach Geister oder Yokai gegen ägyptische Wesenheiten getauscht wurde, aber ehrlich gesagt, was solls? Ich meine, ja es ist ein typisches Monster of the Week, für mich, der ich Yokai liebe, ist es aber auch mal ganz cool einfach eine neue Art „Monster“ vorgesetzt zu bekommen.

Der Manga nutzt damit das typische Schema F (Oder doch eher S für Shounen?). Ein Mensch hat ein Problem, der Magai nistet sich ein und ruiniert damit dessen Leben und Imhotep rettet den Tag. Letztendlich gibt es keine neuen Geschichten mehr, weil alles irgendwie schon da war. Ich bin ein Freund von dem Schema F und finde die Umsetzung damit echt gelungen.

Ein weiter Pluspunkt des Manga ist der Zeichenstil, der mir unglaublich zusagt! Ich bin ein Fan von kräftiger Linienführung und die bekomme ich hier geboten. Auch die Kampfsequenzen sind gut gezeichnet und recht übersichtlich. Auch das Design der Magai ist durchaus erfrischend, da es an die jeweiligen ägyptischen Gottheiten angelehnt ist.

IM – Great Priest Imhotep ist ein echt cooler Manga. Ich hatte riesigen Spaß beim Lesen und kann den zweiten Band eigentlich kaum erwarten. Die Story, das Setting und die Charaktere bilden eine gelungene Harmonie und machen Lust auf mehr und ich bin mal gespannt, in welche Richtung sich das ganze Geheimnis rund um Imhotep wohl noch entwickelt.

Somit kann ich den Manga all jenen empfehlen die ohnehin Spaß an Shounen Serien wie etwa, Magi, Toriko oder auch Nura – Herr der Yokai haben. Der Manga erfindet das Rad zwar nicht neu und ist vielleicht auch nicht der große neue Shit (sonst gäb es wohl nen Anime), er hat aber eine absolut stabile Basis und arbeitet gut damit. Ein sehr unterhaltsamer Manga bei dem ich gespannt bin wie es weiter geht.

Euer


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