Anime Review: Atom The Beginning Volume 1

Die geschätzte Lesezeit für diesen Beitrag beträgt 5 Minuten.

Atom the Beginning

Osamu Tezuka ist eine Legende und das zurecht! Auch wenn ich zugeben muss das ich die wenigsten seiner Werke aktiv verfolgt habe, war doch das wenige was ich gesehen habe sehr überzeugend. Allen voran natürlich die Geschichten um den Arzt ohne Approbation Black Jack! Wir haben natürlich auch den Manga Buddha hier liegen und auch der Animationsfilm zu Astro Boy von 2009 hatten wir vor laaaaaanger Zeit gesehen.

Als dann im Frühjahr 2017 mit Atom: The Beginning der Prequel-Anime zu Astro Boy anlief, wollte ich ihn eigentlich sehen. Da ich Mia aber leider nicht überzeugen konnte, haben wir ihn damals nicht sehen können. Umso mehr habe ich mich über die Ankündigung von Universum Anime gefreut, den Anime hierzulande zu veröffentlichen. Freundlicherweise haben sie uns auch die erste Volume zur Verfügung gestellt, somit ein großes Dankeschön und viel Spaß mit der Review.

Nach einem einem großen Desaster befindet sich Japan im Wiederaufbau, was die Roboterforschung in ungeahnte Höhen treibt. Doch zwei junge Laboranten wollen darin noch nicht das Ende der Fahnenstange sehen. Denn sie sind fest davon überzeugt, das es möglich ist, eine A.I. Mit einem künstlichen Bewusstsein auszustatten. Doch da man von ihrer Forschung in der Fakultät nicht sonderlich viel hält, fehlen ihnen die Geldmittel für die Forschung.

Trotzt Geldmangel und dem fehlenden Vertrauen der Kollegen, geben Umatarou Tenma und Hiroshi Ochanomizu in ihrem Labor 7 alles dafür um ihren Traum zu erfüllen. Zur Finanzierung nehmen sie jeden noch so absurden Job an. Mit dem Roboter A10-6 haben sie schon großartige Erfolge erzielt, sind aber noch lange nicht am Ziel ihrer Reise.

   

Nur um es hier noch mal offensichtlich zu erwähnen, Osamu Tezuka ist vor mittlerweile gut 30 Jahren verstorben. Mir ist klar, das diese Prequel-Serie nicht von ihm ist. Allerdings zeichnet sich sein Sohn Makoto Tezuka mit verantwortlich für die Story und auf gewisse weise spürt man das ganze auch. Denn diese gewisse Prise unschuldiger Humor, die auch in den anderen Tezuka Werken steckt ist auch hier nicht verloren gegangen.

Als ebenfalls verhältnismäßiger Neuling, muss ich hier gleich dazu sagen, dass auch mir die meisten Anspielungen schlichtweg entgehen. Ich vermute aber das sich die meisten auf Kleinigkeiten und Charaktere beziehen, die wir dann eben in ihren jungen Jahren bewundern können. Nachdem wir nun mit den ersten 4 Folgen durch sind, empfinde ich es nicht als notwendig hier mit Vorwissen rein zu gehen.

Denn die Figuren werden uns nach und nach vorgestellt und funktionieren in ihrem Setting soweit bedingungslos. Gerade Hiroshi, der hier in die Position des Assistenten gedrückt wird ist unglaublich Sympathisch. Er bildet eine gute Brücke zwischen dem Wissenschaftsfreak Umatarou und den „gewöhnlichen“ Menschen. Den selbiger ist das Bilderbuch Exemplar eines Exzentrikers. Allein schon sein Part des Vortrags bei der Fakultät zur Ermittlung der Forschungsergebnisse war ein Musterbeispiel.

Aber auch die Nebencharaktere wie etwa Hiroshi´s Schwester Ran oder auch das Geschwister-paar Motoko und Moriya Tsutsumi bilden einen interessanten Cast, der die Story nach und nach voran treibt. Lediglich über Ran´s Outfit bin ich am verzweifeln. Wenn sie doch in die Highschool geht, warum trägt sie dann so ein typisches Grundschul-Outfit? Seufz… ob das Loli-Fanservice sein soll? Da Moriya ja bereits als Rivale vorgestellt wurde, hoffe ich doch, das dieser Faden noch fortgeführt wird in den kommenden Folgen.

Um noch mal auf den unschuldigen Humor zu kommen, wäre da wohl auch noch ein weiterer Charakter, der in meinen Augen auch der „schlimmste“ ist zu nennen. Denn mit Hige Oyaji, dem Detektiv/Speditions-Besitzer haben wir einen der wohl seltsamsten Charaktere mit an Bord. Laut MAL ist er ein wiederkehrender Charakter in den Tezuka Werken und das merkt man ihm an. Seine Abwehrhaltung gegenüber Robotern ist ein interessanter Gegenpol, allerdings ist sein angeklebter Schnauzer ein schlechter Witz für sich…

Das Storytelling der ersten 4 Folgen ist noch relativ episodisch aufgebaut. Da es aktuell eigentlich nur darum geht, wie sie an Geld kommen um ihre Forschungen zu finanzieren. Wenn man dem Opening und den Andeutungen der ersten Folge glauben mag, wird sich das aber bald ändern. Schließlich scheint es so eine Art Arena zu geben. Hier bin ich durchaus gespannt, wie der leicht beseelte „Sechser“ denn das Kämpfen zur Belustigung der Meute findet.

Sein Schutzinstinkt ist aber schon sehr ausgeprägt und ich finde die Transition in der Mitte der Folge, die durch seine Augen gezeigt wird echt süß gemacht. Auch die Kämpfe und die Action die es bisher so zu sehen gab, können sich absolut sehen lassen. Klar ist das ganze im Moment noch etwas Roh, allein schon durch das Aussehen vom Sechser und seiner nicht ganz so feinen Mechanik, aber es macht dennoch Spaß in in Aktion zu sehen.

Das Setting rund um den Campus/der Universität finde ich auch ganz cool, da es ja auch ein eher selten genutztes Setting ist. Auch wenn durch das Labor 7 und die die dahinter liegende Müllhalde

alles ein wenig abstrus für eine Universität wirkt. Aber ich will mich ja nicht beschweren. Neue Settings und Locations sind immer ne gute Sache um einer Serie einen eigenen Charme zu verleihen.

Aber auch durch den Comedy-Aspekt der Serie weiß zu unterhalten. Ich fand es ja knuffig das Umatarou dem lieben Hiroshi immer an die Knoll-Nase greift und dieser sich mit gleicher Geste auch bedankt. Normalerweise wäre das ja so ne Sache für sich, schließlich mobbt ihr ihn damit auf gewisse Weise, ich finde es aber echt süß geregelt. Auch die Roboter der A10-Serie die wir neben dem Laptop und dem humanoiden Secher sehen, sind zu niedlich, als sie sich bei dem Soba-Nudel zubereiten beteiligen.

Atom: The Beginning ist eine absolut lustige und unterhaltsame Serie, die sowohl für Neu-Einsteiger wie auch für Tezuka Veteranen etwas zu bieten hat. Der Start ist von einem sehr philosophischen Thema rund um A.I. geprägt, ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Damit bietet die Story eine amüsante und unterhaltsame Mischung.

Für jeden der schon immer wissen wollte wie es den letztendlich zu Astroboy kam und vor allem auch alle Fan´s der A.I. Thematik ist die Serie genau das richtige. Ich wurde von den ersten 4 Folgen super unterhalten und bin gespannt in welche Richtung die Serie wohl gehen wird.

Euer


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