Anime Movie Review: Redline

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Redline

Es gibt viele großartige Anime Filme, ganz vorne hausiert da natürlich auch Ghibli mit seinen Werken. Doch seit einer ganzen Weile, bis hin zu Hayao Miyazakis Rücktritt, haben die Filme leider etwas an Glanz und Epos verloren. In der Zwischenzeit hat sich vor allem Makoto Shinkai mit seinen Filmen wie Garden of Words und Your Name einen großen Namen gemacht.

Allerdings kommen hier und dort auch immer wieder die ein oder andere Perle heraus. Die Project Itoh Reihe war sehenswert, selbiges gilt für King of Thorns und natürlich nicht zu vergessen Summer Wars. Mein absoluter Favorit darunter ist aber mit Abstand Redline. Wiedermal ein Film der sich mit etwas beschäftigt, mit dem ich IRL einfach nichts anfangen kann. Denn es geht um Autorennen, wenn auch in Space….den alles ist besser im Weltall!! Viel Spaß mit meiner Review 😉

J.P. Ist ein Gentleman und Fahrer der alten Schule. Während alle anderen Fahrer der Intergalaktischen Rennliga in stark abgewandelten Fahrzeugen oder gar Raumschiffen das Rennen beschreiten, fährt er in seinem geliebten TransAM20000. Um sich für das ultimative Rennen, dem Redline, zu qualifizieren, muss J.P. Beim Yellowline Rennen siegen. Doch unmittelbar vor der Ziellinie explodiert sein Fahrzeug und er landet im Krankenhaus.

Die Explosion verdankt er seinem Freund und Mechaniker „Frisbee“, der sich mit dem organisierten Verbrechen eingelassen hat, um ans schnelle Geld zu kommen. Da sich die Organisatoren des Redline dazu entschlossen hatten, selbiges auf dem Militärplanet Roboworld abzuhalten, ergatterte J.P. Doch noch einen Platz. Ein spannendes Rennen bei dem es um deutlich mehr als nur den Sieg geht, beginnt.

   

Redline ist ein ganz besonderer Film. Wenn ihr euch fragt warum, dann kann ich es mit einer ganz einfachen Erklärung rechtfertigen. Denn er hört auf dem absoluten Höhepunkt auf. Jetzt denkt ihr vielleicht, das tun doch viele Filme, oder das ist doch normales Storytelling. Aber nein, keineswegs! Denn für gewöhnlich kommt nach dem Höhepunkt noch diese Abkühlphase oder eben die letzte Szene, mit der der Film meist auf einem Ruhigeren Punkt oder einem Cliffhänger endet. Redline endet aber tatsächlich auf dem Höhepunkt ohne die Abkühlphase und das ist auch absolut okay!

Die Frage womit sich der Film am ehesten vergleichen lässt, ist eigentlich auch sowohl schnell wie auch einfach beantwortet: Tengen Toppa Gurren Lagann. Wer gefallen an der unglaublich verrückten und epischen Serie hatte, wird diesen Film lieben. Denn er kommt mit mindestens genauso viel Verrücktheit und Epic daher. Normalerweise ist das ja nicht so meins. Kill la Kill und Space Dandy, die in eine ähnliche Art haben, gehen mir beide so gar nicht ab.

Ist wohl das selbe Problem welches ich mit Krimi-Serien habe. Sie brauchen den gewissen Twist. Bei Gurren Lagann waren es die Mecha´s, denn ich mag das Genre und die Idee der riesigen Roboter einfach hier bei Redline ist es das Absurde Sci-fi Wettrennen, welches mit einer großartigen Lovestory garniert ist. Denn selbstverständlich geht es hier um so viel mehr als um das Rennen. Es geht um Liebe, um Freundschaft und natürlich dem wichtigsten Punkt, Vertrauen.

Obwohl die Story das Highlight des ganzen ist, kann sie eigentlich nur durch ihre Chraktere so richtig brillieren. Denn mit J.P. haben wir die genau die Art Hauptcharakter, der in Animes leider viel zu selten vertreten ist. Ein selbstbewusster teils desinteressierter junger Mann, der nicht nur vollstes Vertrauen in die Leute hat mit denen er zusammen arbeitet sondern auch gerne mal zum Ritter in strahlender Rüstung wird, wenn es die Situation bedarf. Ich glaube es sind auch seine leicht veralteten oder eher altmodischen Ansichten, die im Kontrast zur futuristischen Welt, für uns als Zuschauer einen super Anker bildet.

Dazu gesellen sich noch seine Rivalin und Love Interest Sonoshee McLaren und sein Mechaniker und Freund Frisbee. Erstere könnte man, wenn man es den negativ auslegen will als Damsel in Distress bezeichnen, wobei ihr das nicht gerecht werden würde. Denn sie wird als unglaublich starke Frau präsentiert und wird ihrem Auftritt als Femme Fatale durchaus das ein oder andere mal gerecht, wenn J.P. Quasi alles für sie hinwirft.

Frisbee wiederum ist ein ziemlich Zweischneidiges Schwert. Obwohl er es meist gut meint, wird er zu Beginn noch als relativ skrupeloser und Geldgeiler Kerl dargestellt, der alles für ein paar Kröten opfert. Ich finde es großartig wie man im Film seiner Charakterentwicklung beiwohnen kann und man quasi Live dabei ist, wie er das Vertrauen in seinen Charakter wieder aufbaut.

Ebenfalls gesellt sich noch ein bunter Cast von liebevollen Chaoten hinzu. Manch einer ist da deutlich zielbewusster als der andere und einige wissen durch ihre Art zu amüsieren. Gerade auch durch den Cast bleibt der Film durchgängig unterhaltsam. Auch im eher ruhigen Mittelteil bevor das Redline Rennen dann auch tatsächlich beginnt.

Kommen wir also zur Story selbst. Denn obwohl das Rennen der dreh und Angelpunkt des ganzen ist, könnte der Film mit seinen parallel verlaufenden Storylines auch genauso eine Serie sein. Denn jeder Charakter bekommt seine eigene Kleine Storyline serviert, die letztendlich meist ein Teil des größeren ist. Ich glaube eine 12-teilige Serie wäre großartig! Auch das die Organisatoren das Rennen bewusst auf Roboworld und gegen deren Willen veranstalten, bringt eine unglaublich interessante Storyline mit sich.

Der wohl größte Kritikpunkt an der Serie dürfte der Zeichenstil sein. Ich finde zwar das es hier absolut passt, es ist aber doch sehr gewöhnungsbedürftig und wird so vermutlich den ein oder anderen Abschrecken. Gerade die außerirdischen Charaktere sind stellenweise sehr skurril und gerade wenn die Action in vollem Gange ist, kann es hier und da etwas unübersichtlich werden. Für mich ist aber genau diese Inszenierung eine absolute Trumpfkarte, die den Film zu etwas einzigartigem macht.

Neben den großartigen Charakteren und der großartig unterhaltsamen Story, ist es aber auch der Soundtrack der den Film großartig untermalt! Alleine schon der Titelsong „Redline Day“ ist so großartig das ich gar nicht genug davon bekommen kann! Dieser wird auch im Menü genutzt und ich glaube ich habe noch nie ein Menü gesehen, das so viel Lust auf den Film macht! Die ganze musikalische Untermalung des Films ist aber konstant passend und kommt genau auf den Punkt.

Redline ist mein absoluter Lieblings Anime-Movie, den ich einfach immer wieder gucken kann!! Und das ist bei mir wirklich etwas besonderes, da ich mich bereits beim 2. oder 3. sehen für gewöhnlich langweile wenn der Film nicht super ist. Redline ist ein fantastisches Abenteuer das durchgängig unterhält und eine großartige Story erzählt!

Ich kann den Film absolut jedem empfehlen, da er eigentlich für jeden etwas hat. Action, Liebe, Freundschaft, Drama, Mecha´s und Kaiju´s. Der Film bietet das und noch viel mehr, ohne überladen zu wirken, was braucht ein Film mehr? Nichts! Somit fällt meine Wertung natürlich glatt mit der vollen Punktzahl oder eher schon einem 11 von 10 aus, für mich ist Redline ein absolutes Meisterwerk, das keiner verpasst haben sollte.

Euer


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