Anime Review: Rosario + Vampire Staffel 1

Die geschätzte Lesezeit für diesen Beitrag beträgt 6 Minuten.

Rosario + Vampire

Ich kannte bisher nur den Anfang vom Rosario + Vampire Manga. Es hatte mich damals aber nicht so gefesselt, dass ich am Ball geblieben bin. Das sollte sich mit dem Anime nun ändern. Wir haben jetzt die erste Staffel durch, sprich Volume 1 und 2. Und ich muss sagen, dass ich unterm Strich doch besser unterhalten wurde, als ich dachte. In diesem Sinne beginnt meine Review mit einem großen Kapu chū! Und wir danken peppermint anime an dieser Stelle für die Rezensionsexemplare.

Tsukune Aono geht neu auf eine Oberschule. Leider erfährt er viel zu spät, um was für eine Schule es sich handelt. Die Schüler hier kommen ihm zu Beginn schon seltsam vor. Auch das komische Mädel auf seinem Schulweg, dass in seinen Hals gebissen hat, kam ihm komisch vor. Als die Lehererin dann aber noch verkündet, dass dies im wahrsten Sinne des Wortes eine Yokai Schule ist fällt Tsukune aus allen Wolken. Die Regeln der Schule: Es sind keine Menschen gestattet und kein Yokai darf seine wahre Gestalt jemandem zeigen. Und ab diesem Tag beginnt für Tsukune ein heilloses durcheinander zwischen Yokai Mädels und streitlustigen Kerlen, immer mit dem Gedanken im Rücken, dass hoffentlich niemand merkt, dass er ein Mensch ist.

   

Ich wusste gar nicht mehr so richtig, worum es in dem Franchise geht. Im Endeffekt bin ich echt froh, dass wir die erste Staffel geguckt haben. Es war sehr witzig. Aber der Anime ist wohl nur etwas für die, die übertriebenen Ecchi entweder lustig finden oder darüber hinwegsehen können so wie ich. An einigen Stellen hat es schon ziemlich genervt, aber in meinen Augen hat der Witz und Charme der Serie überwogen.

Ich fand das Pacing vom Anime sehr gut. Die Charaktere werden langsam eingeführt und es sind nicht von jetzt auf gleich da. Das finde ich bei so vielen Charakteren wirklich gut. Insgesamt habe ich hier außer Moka aber keinen Liebling gefunden. Alle haben ihre übertrieben seltsamen Eigenheiten und auf denen wird auf Kosten von Witzen immer wieder herumgeritten. Das kann auf Dauer recht nervig werden. Da wir die Folge aber nicht alle am Stück geguckt haben fand ich es erträglich.

Der Anime lebt nun mal von seinen Running Gags. Und das sollte man akzeptieren. Es gibt zum Beispiel eine Fledermaus, die ein bisschen als Sprecher oder Stimme aus dem Off agiert. Sie ergänzt hier und da das, was die Charaktere sagen um Erklärend zu wirken, tut dabei aber leider, als wären wir Zuschauer ziemlich blöde. Das kommt hier und da sehr lustig rüber, kann aber auch schnell nerven. Zum Glück hält es sich pro Folge im Rahmen. Außerdem kommentiert die Fledermaus auch nach jedem Kampf also ca. einmal pro Folge, wie lang der gesehene Kampf in Sekunden war. Damit hat sie mich oft zum Schmunzeln gebracht.

Die Story bedient sich wohl allen möglichen Harem Klischees die es gibt. Was dem Genre zwar nicht gut tut in meinen Augen aber das ist ein anderes Thema. Die Charaktere sind alle in meinen Augen sehr klischeehaft und austauschbar. Der Anime kommt auch leider nicht mit Tiefgang, es bleibt fast durchgängig oberflächlich. Tsukune als Hauptcharakter gibt sich zwar Mühe, den Mädels näher zu kommen, aber das geht in meinen Augen deshalb unter, weil es so viele Mädels sind. Die sich selbst zwar als Rivalinen ansehen, aber eigentlich wollen sie ja alle nix von Tsukune.

Es wurde sich bei den Folgen auch große Mühe gegeben, fast immer alle Folgen gleich zu beenden. Nämlich mit einem Kapu chū von Moka an Tsukune. So nennt sie es, wenn sie ihm Blut absaugt. Sie ist nämlich ein Vampir und Tsukunes Blut schmeckt einfach gut. Sollte man eine Abneigung gegen Vampire haben, kann ich nur sagen, dass Moka kein typischer Vampir ist. Vor allem in ihrer normalen Form. Ich mag sie in ihrer Kampf-Form übrigens mehr. Es wird fast immer als “Unfall” dargestellt, wie sie sich verwandelt und irgendwie muss man da schon oft schmunzeln, so ging es mir zumindest. Weils so bekloppt manchmal ist, dass man eigentlich nur mit dem Kopf schütteln kann.

Nahezu jede Folge gibt es einen Kampf. Der Anime ist im Prinzp schon wie ein Monster of the Week aufgebaut. Immer andere Klassenkameraden sind die bösen. Ist irgendwie witzig, aber auch irgendwie ausgelutscht. Ich bin gespannt, wie das in Staffel 2 wird. Diese heißt übrigens Rosario + Vampire Capu2 und somit auch eine Anlehnung an das Kapu chū von Moka. Die weiteren Mädels sind übrigens eine Hexe, ein Succubus und eine Schneefrau. Die restlichen Schüler und sogar die Lehrer sind natürlich auch alle Yokai, die lernt man auch mit der Zeit näher kennen.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich niemand bin, der großartig rummeckert wegen deutscher Synchronisation. Im Gegenteil, es gibt in Deutschland so viele geile Sprecher, die ich so gerne höre! Zum Beispiel Rieke Werner, die hier Kurono Kurumu ihre Stimme leiht. Aber leider muss ich gestehen, dass mir keine der anderen Stimmen so richtig gefallen wollte. Ist einfach nicht mein Geschmack. Moka spricht in ihrer normalen Form für meinen Geschmack viel zu hoch. Dafür liebe ich ihre Stimme in ihrer anderen Form und man mag kaum glauben, dass es sich hier um dieselbe Synchronsprecherin handelt.

   

Puh, jetzt müsste es eigentlich schwer werden, ist aber doch so leicht. Ich habe die Serie irgendwann vor 10 Jahren oder so mal gesehen und fand sie damals eigentlich ziemlich gut. So gut, dass ich mir letztendlich die Manga dazu geholt habe, sie aber bisher nie wirklich gelesen habe. Sie jetzt nach so langer Zeit zu rewatchen ist eigentlich ganz cool. Viele Leute meckern gerade hier über die Adaption, solange ich den Manga nicht kenne, kann ich nur sagen ist die Serie relativ unterhaltsam. Ja sie strotzt vor Klischee´s und schlechtem Fanservice, aber sie weiß damit so gut zu spielen, das es nicht unerträglich wird.

Mich hat zwar Kurumu´s Brustreiben durchaus ein wenig genervt, für die restlichen Witze hat es aber gepasst. Auch die von Mia bereits besprochenen “Unfälle” sind so schlecht, dass sie wieder gut und lustig sind. Auf gewisse Weise betrachte ich den Anime aber wahrscheinlich genau aus dem Blickwinkel, das er so schlecht ist, dass es Spaß macht. Edel-Trash sozusagen und damit will ich den Anime keinesfalls beleidigen. Denn mal ganz davon abgesehen dass die Kämpfe eben durch Moka alle relativ gleich verlaufen sind sie ansonsten eigentlich echt gut in Szene gesetzt, sodass alle Mädels im Harem mal ihr Können präsentieren können.

Der Eindrucksvollste Kampf oder eher die einzige Arc innerhalb der ersten Staffel dürfte aber das Sommer-Camp am Strand und ihr Aufeinandertreffen mit Ruby gewesen sein. Nicht nur das der Kampf am Hügel sowohl absurd wie auch amüsant war, auch Ruby selbst ist als Charakter schon mal ne gute Ergänzung der Gruppe. Die deutsche Synchro wiederum ist wirklich gewöhnungsbedürftig. Ich bin ja wirklich niemand der groß meckert, aber hier hat peppermint anime wirklich den Vogel abgeschossen ( Bzw. das Synchronstudio). Ich bin trotzdem gespannt, was mich in Staffel Zwei wohl so erwartet 😉

Der Anime hat in meinen Augen ein paar Ungereihmtheiten, z. B. fährt Moka in der ersten Folge Fahrrad, was sie danach glaube ich nie wieder macht. Über diese Kleinigkeiten kann man aber gut hinwegsehen finde ich. Hier gilt definitiv die Devise, dass man bei dem Anime einfach nicht zu genau nachdenken sollte. Am Besten einfach berieseln lassen, dann macht man nichts verkehrt und hat einen tollen und witzigen Anime vor sich, der mit farbenfrohem Artwork und witzigen Storys zu Überzeugen weiß. Von mir bekommt er 7 von 10 Vampiren.

Eure


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Mia

Hallo ihr lieben. Mein Name ist Mia und ich bin 25 Jahre alt. Ich liebe Animes und Mangas über alles, bin aber auch ein absoluter Film- und Serienjunkie oder lasse meinen Abend auch gerne mit zocken ausklingen und habe auch nichts gegen ein gutes Buch am Wochenende.

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