Manga Review: Purgatory Survival Band 1

Die geschätzte Lesezeit für diesen Beitrag beträgt 5 Minuten.

Wie bereits in vielen verschiedenen Beiträgen erwähnt, bin ich ein großer Fan des Psychological-Genre. Ich liebe es einfach wenn Charaktere sowohl um ihr Leben kämpfen, selbiges gilt natürlich auch für die spannenden Geistes-Duelle zwischen zwei ebenbürtigen Gegnern. Da die Szenarien in denen dieses Genre beheimatet ist aber leider nicht allzu diverse sind und es auch ein gewisses schreiberisches Können voraussetzt eine spannende Story zu kreieren, sind die Manga (im Verhältnis) eher rar gesät.

Das dies sich auf dem deutschen Markt dann natürlich auch exponentiell fortführt, dürfte relativ klar und offensichtlich sein. Daher letzte ich natürlich nach jedem Manga, welcher in diese Richtung geht. Wenn ich also bei den Neuerscheinungen einen Manga mit dem verheißungsvollen Titel „Purgatory Survival“ sehe, bleibt mir schon gar nichts anderes übrig als ihn mitzunehmen. Somit wünsche ich euch viel Spaß bei meiner Review zu Band 1 von Purgatory Survival.

Das Genie Sakai ist der große Stolz seiner Schule. Während er bei allen Prüfungen großartig abschneidet und sogar das juristische Staatsexamen besteht, sucht er doch nur nach einer wahren Herausforderung. Denn alles gelingt ihm ohne jegliche Anstrengung. Als er eines Tages genervt und gelangweilt auf dem Dach den Unterricht schwänzt, muss er mit ansehen, wie eine Mitschülerin sich vom Dach stürzt.

Beim Versuch sie zu retten, zieht sie ihn mit ins Verderben und sein kurzes Leben findet ein Ende. Umso verwirrter ist Sakai als er plötzlich in einem Raum voller Menschen erwacht, die sich ebenfalls das Leben genommen haben und erfährt, das er sich nun Im Fegefeuer befindet. Um dieses zu verlassen muss er sich tödlichen Spielen stellen und seinen Intellekt zur vollen Gänze nutzen…

   

Zu Beginn habe ich mich nun natürlich in erster Line gefragt, ob der Titel denn auch das hält was er verspricht. Schließlich könnte er im Zweifelsfall genauso zu seinem Comedy oder Romcom Manga gehören, bei dem es um das überleben als Jugendlicher im Schulalltag geht. Ob ich also wirklich richtig stehe, sehe ich wenn das Licht … Moment! Falsches Medium. Auch wenn ich das hier gleich noch als kleine Überleitung nutzen werde.

Denn wie schon in der Story beschrieben, geht es scheinbar tatsächlich ins Namesgebende Purgatory, also das Fegefeuer. An sich finde ich es schon mal ein interessantes Setting, rund um das Leben „danach“, auch wenn hier die Parallelen zu Gantz nicht gerade versteckt sind. Ich meine Hallo? Charaktere die nach ihrem Ableben dazu genötigt werden Spiele zu spielen, die tödlich für sie ausgehen (so mehr oder weniger)…. Hab ich echt noch nie von gehört! Naja aber wenigstens enthält er deutlich weniger Echi, was durchaus ne gute Sache ist.

Um aber noch mal zu meiner angedeuteten Überleitung zu kommen, finde ich die bisher vorhandenen Spiele eigentlich sogar ganz lustig. Gerade das erste Spiel, welches sich Rund um Türen drehte, war eigentlich durchaus den ein oder anderen Lacher Wert. Schließlich ging es ja um Vertrauen und wer vertraut jemand wildfremden schon das eigene Leben an…. Naja um gefressen zu werden? Sakai hat auf jeden Fall schon mal nicht richtig gestanden und hat statt eines Lichts einen Löwen bekommen. So ist das halt.

Ein weiterer Punkt der mir am Setting sehr gut gefällt, ist die Location. Denn hier im Fegefeuer bedeutet der Tod nicht unbedingt das Ende. So kann es auch durchaus vorkommen, das sich Sakai verzockt und dafür eben bezahlt. Also mit seinem Leben versteht sich. Das ist jetzt noch von Vorteil und kann im späteren Verlauf durchaus noch ein taktisches Stilmittel werden, gibt dem Manga aber gleich ganz neue Möglichkeiten. Wie bereits im zweiten Spiel am Ende des Bandes zu sehen. Auch das Etablierte System, dass man andere Töten muss, um einen Wunsch erfüllt zu bekommen macht die Sache gleich noch ein wenig interessanter.

Die Charaktere selbst sind leider etwas zu Platt geschrieben. Sakai empfinde ich zwar Grundsätzlich als guten Main und interessanten Charakter, allerdings konnte er mich noch nicht so ganz fesseln. Er ist aber definitiv genau der richtige Charakter für diese Story. Was Kagami angeht…. seufz… ich weiß nicht was ich so ganz zu ihr sagen soll. Im ersten Band ist sie mir dann doch noch etwas zu undurchschaubar und zu Egoistisch um die als Starken verbündeten für Sakai zu sehen. Liegt aber vielleicht auch an der Spielmechanik der Purgatory.

Zeichnerisch gefällt mir die Serie soweit auch ganz gut. Das Charakter Design ist sehr ausgewogen und die Gewaltdarstellung wird zwar vorhanden, wird aber in den meisten Fällen eher impliziert als tatsächlich dargestellt. Ich bin zwar ein Freund davon wenn ich sehe was passiert, finde es aber auch gut, wenn der Anteil gemessen an der Story gut ausbalanciert ist. Auch die visuelle Darstellung der Spiele ist sehr gut und unterstützt den Leser auch beim verstehen des ganzen.

Mein größter Kritikpunkt dürfte sich aber wohl rund um das Ende des Bandes drehen. Denn ein Cliffhänger ist ja schön und gut, allerdings bin ich durch Umineko ein gebranntes Kind, wenn ich kurz vor der Auflösung alleine gelassen werde. Vor allem wenn es nur ein einziges Kapitel ist, welches fehlt um die Arc abzuschließen. Warum macht man so etwas? Leider hat diese Aufteilung den Manga für mich auch erst mal aufs Abstellgleis bugsiert. Da ich befürchte, dass sie das ganze Fortsetzen um es „spannend“ zu halten (unabhängig ob es eine Entscheidung vom Mangaka/Verlag oder Tokyopop ist).

Ich werde also warten bis alle 6 Bände hierzulande erschienen sind und werde das ganze dann am Stück lesen. Spannung ist gut, wenn da aber alle 3 Monate ein Band erscheint und ich quasi genötigt bin einen halben Band vorher zu wiederholen um einzusteigen ist das in meinen Augen ein superfettes Minus!! Schade eigentlich, da der Manga ansonsten einen relativ soliden Eindruck hinterlässt.

   

Ich fand den Band super interessant. Hat was meine Vorlieben angeht genau gepasst. Es ist ein interessantes und gutes Setting. Aber ich muss Fuma leider zustimmen, dass es sich hier wohl wirklich lohnt drauf zu warten, bis alle Bände erschienen sind. Hier kann es fatal sein, jeden Band bei der Neuerscheinung zu lesen, weil man sich einfach kurze Zeit später nicht mehr an das Ende erinnert, was vor allem bei Cliffhangern sehr bitter sein kann. Ich weiß noch, am Ende von Band 1 war einer, aber was genau… Aber auf jeden Fall kann ich bezüglich des soliden Eindrucks auch nur zustimmen. Freude mich schon darauf, wenn alle Bände erschienen sind!

Der erste Band von Purgatory Survival, macht mit einem spannenden Setting und einen guten Hauptcharakter schon mal einen guten Ersteindruck, wenn auch das Ende einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt. Für Fans des Genre wie mich ist der Manga ein unterhaltsamer Zeitfüller und ich kann ihn somit durchaus empfehlen. Wenn auch dazu gesagt sei, dass ich empfehle zu warten bis alle Bände erschienen sind.

Wenn ein Cliffhänger nicht stört, der kann hier beherzt zugreifen und wird sicherlich seinen Spaß haben. Ich bin nun mal gespannt was die Story noch so zu bieten hat und vor allem, wie das ganze am Ende wohl ausgehen wird. Von dem Standpunkt aus gesehen freue ich mich also auf die kommenden Bände!

Euer


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