Anime Movie Review: Fireworks – Alles eine Frage der Zeit

Die geschätzte Lesezeit für diesen Beitrag beträgt 4 Minuten.

Fireworks

Wir haben uns endlich Fireworks angesehen! Da wir ihn mit Freunden zusammen angucken wollten hat es etwas länger gedauert. Und da der Film wiederum leider meinen Erwartungen nicht gerecht wurde, hat es mit der Review jetzt auch etwas länger gedauert. Aber ich will nicht zu weit vorgreifen. Für eine gute Unterhaltung an einem schönen Samstag Abend ist der Film wirklich toll. Mehr dazu in meiner Review. Und an dieser Stelle vielen Dank an Universum Anime für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Die Schüler Norimichi, Yuusuke und Junichi diskutieren darüber, ob Feuerwerksblumen von der Seite aus betrachtet ebenfalls rund sind. Deshalb verabreden sich die drei, bei dem großen Feuerwerksfest dieser Frage auf den Grund zu gehen. Sie wollen sich an einem Leuchtturm in der Nähe treffen, da sie von diesem aus von der Seite auf das Feuerwerk sehen sollten. Jeder hat seine eigene Meinung zu dieser Frage, daher muss dieser Beweis also her. Parallel dazu sehen wir die Probleme von der Schülerin Nazuna, die nicht umziehen möchte. Sie findet außerdem eine seltsame Kugel, die ihres und Norimichis Leben so richtig auf den Kopf stellen. Es beginnt ein Spiel mit der Zeit.

   

Der Film hat ein sehr langsames pacing und hinterlässt in meinen Augen keinen großen Eindruck nach dem Film. Dennoch war es gute Unterhaltung an diesem Abend während dem Film. Der Film fängt sehr langsam an. Am Anfang weiß man noch gar nicht so richtig, worum es hier überhaupt geht. Allerdings verrät der deutsche Untertitel ja schon, worum es geht. “Alles eine Frage der Zeit” lässt darauf schließen, dass in dem Film mit der Zeit gespielt wird. Der Englische Titel verrät da schon anderes. “Fireworks, Should We See It from the Side or the Bottom?”. Den Titel mag ich eigentlich viel lieber, wobei er auch schon viel verrät. Es geht wirklich in dem Film darum, ob das Feuerwerk von der Seite flach oder rund ist. Somit setzt sich der Film mit einer Frage der Optik auseinander, die sich vielleicht manche sogar schon gestellt haben. Eine interessante Frage, über die man eventuell sogar streiten kann. Und genau das tun die Charaktere in dem Film auch. Und darum dreht sich die Geschichte.

Fuma hat mir da einen interessanten Denkanstoß gegeben. Er sagte, dass der Film von verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Genau so, wie man auch das Feuerwerk von verschiedenen Blickwinkeln betrachten kann. Auf dieser philosophischen Ebene habe ich das noch gar nicht betrachtet aber es ist ein wahrer und guter Aspekt, der den Film ausmacht. Es ist nicht immer so wie es scheint. Manch einer weiß, dass das Feuerwerk rund ist, manch einer weiß, dass es flach ist. Ganz so, wie man selbst die Welt wahrnimmt. Und genau dieses Thema hat der Film als interessanten Aufhänger.

Allerdings sollte man bei dem Film wirklich von Anfang an gut zuschauen. Dann fallen einem auch die Unterschiede auf, die den Film ausmachen. Ich war am Anfang noch etwas unaufmerksam, weil ich eben nicht wusste, worum es eigentlich geht. Aber rückblickend betrachtet macht es doch alles Sinn und das ist für den Film definitiv ein Pluspunkt. Die Unterschiede machen auch den Reiz und den Witz des Films aus, ich musste oft mal schmunzeln.

Ich muss aber ganz ehrlich sagen, dass mir die Charaktere nicht so zusagen. Mir sind die Charaktere nicht tiefgründig genug. Klar, es ist ein Film, aber da habe ich schon ganz andere Filme gesehen wie Your Name oder Summer Wars, wo man trotz Filmlänge so richtig in die Charaktere eintauchen kann. Das hat mir bei dem Film einfach so richtig gefehlt und daher konnte ich ihn leider auch nicht so genießen. Ich konnte oft die Handlungen der beiden Hauptcharaktere nicht richtig nachvollziehen. An manchen Stellen hat mir da auch etwas Hintergrundwissen gefehlt. Es ist auf jeden Fall eine schöne Liebesgeschichte und die Liebe der beiden kann ich durchaus nachvollziehen und verstehen. Sie wachsen im Film zusammen und da sind wir von Anfang an dabei, was ich sehr gut fand. Alles andere um die beiden herum finden wir erst nach und nach im Film heraus.

Die Zeichnungen waren wirklich toll. Die Charaktere sind wirklich gut gezeichnet und das Auge hat definitiv viel zu lachen bei diesem Film. Ich muss aber ehrlich gestehen, dass mir die Spezialeffekte hier und da nicht gefallen haben. Das liegt allerdings am Studio. Ich mag leider das Studio Shaft einfach überhaupt nicht! Sonst gibt es keine Studios bei denen ich das so sehe, aber das hier ist definitiv eine Ausnahme. Mir gefallen die Effekte einfach nicht und das kommt dem Film leider nicht zugute. Wobei ich hier dem Film auch lassen muss, dass alle Effekte in Verbindung mit der Kugel echt schön waren. insgesamt hat mich da mein Verhältnis zu dem Studio also nicht soo negativ beeinflussen können, weil sie hier eben auch vieles richtig gemacht haben.

Die Musik ist wirklich super. Besonders das Lied “Uchiage Hanabi (打上花火)” by DAOKO x Kenshi Yonezu ist SO wunderschön! Ich könnte mir das wirklich ewig anhören. Die deutsche Synchronisation ist auch echt gut, wie man es von Universum Anime Filmen gewohnt ist. Was die Ohren betrifft habe ich also keinerlei Beschwerden.

An einigen Stellen ist der Film ziemlich bekloppt, das fand ich aber sogar positiv. Insgesamt muss ich aber doch gestehen, dass ich den Film als langweilig bezeichnen würde. Die vier, mit denen ich den Film geschaut habe, haben mir da zugestimmt. Das Setting und die Charaktere haben einfach nicht den nötigen Tiefgang um davon richtig mitgenommen zu werden und da habe ich mir mehr erhofft. Ich wusste eben nicht, was mich in dem Film erwartet, aber ich hatte dennoch bisher nur gutes darüber gehört und hatte hohe Erwartungen. Von daher war es auch mein Fehler, dass ich zu hohe Erwartungen in den Film hatte.

Eure


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Mia

Hallo ihr lieben. Mein Name ist Mia und ich bin 25 Jahre alt. Ich liebe Animes und Mangas über alles, bin aber auch ein absoluter Film- und Serienjunkie oder lasse meinen Abend auch gerne mit zocken ausklingen und habe auch nichts gegen ein gutes Buch am Wochenende.

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