[Gastbeitrag] Manga Review: Broken Girl

Die geschätzte Lesezeit für diesen Beitrag beträgt 4 Minuten.

Broken Girl

Guten Tag, guten Abend oder wann auch immer ihr das hier lest. Mein Name ist Mellando, oder kurz Mel und ich bin… alt… Meines Zeichens bin ich passionierter LARPer und Pen and Paper Rollenspieler, sowie Gelegenheitsblogger… sehr gelegentlich. Wenn ich blogge dann über diverse Nerd Themen oder wirren Gedanken dir mir so in den Sinn kommen. Sollte euch diese Review gefallen so schaut doch auf meinem Blog oder Twitter vorbei.

Ich möchte euch den Manga „Broken Girl“ von Autor NisiOisiN, hier zu lande wohl vor allem durch seine Monogatari Serie bekannt ist und Mangaka Mitsuru Hattori, bei uns bekannt durch seine Manga Serie Sankarea, vorstellen. Dieser ist bei uns zu Lande bei Egmont erschienen und mit drei Bänden abgeschlossen.

Ich versuche natürlich das ganze so Spoilerfrei wie möglich zuhalten kann aber nichts Versprechen, zumal die Schwelle ab wann etwas ein Spoiler ist von Person zu Person variiert. Aber nun in medias res.

Der Manga erzählt die Geschichte eines jungen Studenten und Möchtegern Roman Autor der von der Grundschülerin U. entführt wird, nach dem er mit angesehen hatte. Wie U nach dem ihre Schaufreundin von einem Lastwagen erfasst wurde erst ihr Game Boy Spiel ausschaltete und in der Tasche verstaute bevor sie zu der Leiche ihrer Freundin rannte.

Tage später wurde er dann von besagter Schülerin, die sich in seine Wohnung geschlichen hatte mit vorgehaltenem Messer entführt und bei sich zu Hause in in einen Schrank gesperrt. Schnell stellt er fest das Us Eltern nicht da waren und wohl auch als zu bald nicht wieder kommen würden. Selbst nach dem er sich aus dem Schrank befreien konnte blieb er in Us Haus.

Nach und nach erfährt er so was es mit U und ihrem seltsamen Verhalten auf sich hat und was hinter Us Aussage “Mama und Papa sind nicht mehr da” auf sich hat.

Leider kann ich nicht diesen Teil nicht spoilerfrei halten. Wer diese vermeiden möchte, springt bitte direkt zum Punkt Fazit.

Ich finde diesen Manga großartig, zum einem weil ich verquere Charaktere wie den Protagonisten und U mag zum mich ein wenig in beiden wieder finde. Zum anderen weil, er mich die Geschichte absolut in ihren Bann gezogen hat. Ich wollte einfach wissen was es mit diesem Mädchen auf sich hat das im wahrsten Sinne des Wortes nach einem Regelkatalog lebt ohne den sie und den sie nicht zu wissen scheint wie und (so zumindest ihre eigene Interpretation) in welcher Reihenfolge sie zu handeln hat. Denn ihre Reaktion das sie erst den Game Boy aus gestellt hat und dann zu ihrer toten Freundin rannte resultierte daraus, das die Regel „Man lässt kein Videospiel eingeschaltet“ vor der Regel „Man behandelt seine Freunde gut“ in ihrem Regelheft stand. Jedoch weiß sie nicht mit Situationen umzugehen die nicht in ihren Regeln geregelt waren und alles was in ihnen nicht verboten ist, ist ihrer Meinung nach erlaubt. So sieht si in der Entführung kein Problem, denn sie darf nur nicht zulassen, das jemand erfährt wie sie wirklich ist.

Us Eltern tuen mir ein wenig leid denn sie waren mit der Krankheit ihrer Tochter vollkommen über fordert waren, weshalb sie all die Regeln aufstellten nach denen U leben solle. Jedoch habe ich keinerlei Verständnis für ihren Selbstmord wodurch sie ihre Tochter die allein und trotz oder grade wegen den von ihnen aufgestellten Regeln nicht in der Lage ist für sich selbst zu sorgen. Denn diese Regeln sind viel zu spezifisch und bieten zu wenig Interpretationsfreiraum.

Auch finde ich die Moral der Geschichten interessant die der Protagonist der kranken U erzählt. Nebenbei bemerkt finde ich es faszinierend wie sich U hier Hilfe suchend an ihr Entführungsopfer wendet und diese auch bekommt. All diesen Geschichten lag zu Grunde das auch Menschen die vom Weg abgekommen sein, Fehler gemacht, sich von der Gesellschaft abgewandt haben in der Lage sein vielleicht kein normales aber zumindest ein glückliches oder interessantes Leben zu führen. Er macht es in der Hoffnung, das U realisiert das dies auch auf sie zu treffe und das obwohl ihr Leben bereits ein einziges Chaos sei und sind wir mal ehrlich das ist in Us Fall noch nett formuliert.

Das die zwei sich am Ende noch mal wieder sehen und U die neue Redakteurin des nun erfolgreichen Roman Autors ist, fand ich dann doch etwas arg kitschig.

Zum Schluss noch etwas das ich sehr witzig fand, war das eine der Geschichten die der Protagonist der kranken U erzählt von einem Heuchler handelt der aus versehen ein sterbendes Monster rettet und einer Vampirin die ihn liebte. Nennt mich verrückt, aber das klingt doch stark nach NisiOisiNs Monogatari Serie. Ob dies nun ein Hinweis darauf ist das der Protagonist eine Karikierte Version des Autors selbst ist oder ob es lediglich ein witziges Easteregg ist weiß ich nicht aber amüsant ist es alle mal.

Ich bin kein Experte im Bereich Mystery aber ich finde das hier in drei Bänden eine sehr intensive Geschichte erzählt wird. Ich Persönlich würde diesen Manga jedoch eher im Drama Segment ansiedeln.

Fans von NisiOisiN, so sie es noch nicht getan haben, unbedingt lesen sollten. Für alle die Geschichten dieses Autor kennen lernen wollen, ist diese Geschichte ein fantastischer Einstieg. Aber auch die Zeichnungen von Mitsuru Hattori lassen sich sehen, vor allem Us leerer und abwesender Blick ging mir in Mark und Bein. Einziges und größtes Manko, die Geschichte ist an einigen Stellen doch sehr vorhersehbar. 8 von 10 Schulheften.


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Diese Rezension spiegelt lediglich die persönliche Meinung des Autors wider und nicht die von House of Animanga.

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