[Gastbeitrag] Serien Review: A Korean Odyssey

Die geschätzte Lesezeit für diesen Beitrag beträgt 4 Minuten.

Hallo, mein Name ist Tachi! Für gewöhnlich bin ich für die ganzen Titelbilder für den Blog, Instagram und Pinterest zuständig, aber heute möchte ich euch mal eine koreanische Netflix Serie vorstellen, die mir sehr ans Herz gewachsen ist.

Früher habe ich immer in sämtliche Serien reingeschaut, rein aus Neugier. Allerdings war koreanisch oder chinesisch so garnichts für mich. Daher habe ich sie relativ schnell wieder abgebrochen oder für sehr lange Zeit pausiert. Damals war ich einfach zu sehr ans japanische gewöhnt, durch die Animes und Dramen, die ich so geschaut hatte. Die Namen aus koreanischen Serien waren mir einfach zu viel. Mit gut Glück hatte man sich die Hälfte davon nach der halben Serie mal merken oder aussprechen können.
Allerdings ist das jetzt schon sehr lange her und als ich diese Serie bei Netflix entdeckt habe, dachte ich mir so: Warum nicht?
Es ist schon Jahre her, dass ich mich daran versucht hatte, also warum dem Ganzen nicht noch eine Chance geben? Und ich bin froh über diesen Gedanken, denn ich habe A Korean Odyssey nicht nur geschaut, sondern regelrecht verschlungen.

Alles fängt damit an, dass wir die kleine Seon-Mi kennenlernen, die ein wenig anders ist, als die restlichen Kinder. Sie kann „Monster“, also Geister und Untote sehen. Oft wird sie von ihnen schikaniert oder angegriffen, aber Seon-Mi besitzt einen gelben Schirm mit einer Art Talisman und versucht sich damit zu schützen. Dass sie dadurch von den anderen Kindern als Hexe betitelt und gehänselt wird, ist leider unumgänglich.

Eines Tages trifft sie auf ihrem nach Hause Weg auf einen Mann mit Hut, Höllenfürst Woo, welcher sie vor einem dieser Monster beschützt.
Er bietet ihr seinen magischen Gehstock an, damit sie sich gegen weitere Angriffe wehren kann. Allerdings muss sie ihm dafür erst einen Fächer bringen, der sich in einem verwunschenen Haus befinden soll, welches der Höllenfürst selbst nicht betreten kann.

Doch Seon-Mi ist nicht alleine dort in diesem Haus. Sie wurde gewarnt, sie solle der Person, die sich dort aufhielt, unter gar keinen Umständen antworten oder ihm in die Augen blicken.

Son Oh-Gong, der seit mehreren hunderten Jahren dort gefangen war, schafft es das kleine Mädchen auszutricksen und sie befreit ihn unabsichtlich. Die beiden sind einen Pakt miteinander eingegangen und Son Oh-Gong war gezwungen zu erscheinen und sie zu beschützen, wann immer das Mädchen seinen Namen rufen würde.

Jedoch lässt er Seon-Mi seinen Namen vergessen, nachdem er endlich frei war und verschwand spurlos.

Wie bereits in meiner Einleitung erwähnt, habe ich die Folgen relativ in mich hinein geschlungen, trotz der Länge von anderthalb Stunden pro Folge.
Normalerweise schrecken mich so lange Zeiten ab. Wahrscheinlich, weil ich es durch Animes nicht anders gewohnt bin, aber man sollte eben nicht zu vorschnell urteilen und sich erst eine Meinung bilden.
Ich bereue, dass ich diese Serie nicht schon viel eher angefangen habe!
Man sollte jeder Serie eine Chance geben, selbst wenn man sich zuerst denkt “Oh Gott, so lange? Nee, lass mal!” – Glaubt mir, ihr werdet überrascht sein, wie schnell diese Zeit vorbei sein kann!

Wie auch bei den japanischen Drama Serien, wird der Comedy wegen oft mit CGI Effekten herum gespielt, wobei “gespielt” in dem Fall wohl nicht ganz so stimmt.
A Korean Odyssey spielt in einer Welt, in der Seon-Mi Geister und Monster wahrnehmen kann. Wie stellt man diese also besser dar, als mit CGI? Egal ob plötzliches Verschwinden durch Auflösen, böse Auren von Geistern, magische Fähigkeiten wie Feuer – mit CGI ist eigentlich alles möglich.
Bleibt bloß noch die Frage: Sieht das denn gut aus? Zum Teil.

Ehrlich gesagt wirkt es oft nicht “real” und eher komisch. Nehmen wir zum Beispiel eine sehr emotionale Szene, in der ein Charakter vielleicht sterben könnte, man aber nichts ernst nehmen kann, wegen schlecht umgesetzter Effekte.
Aber ich muss die Serie dennoch in Schutz nehmen, was das betrifft! Ich finde es gibt weitaus schlimmeres und bisher gab es nur einen solchen Fall in der ganzen Serie, bei der ich so hart lachen musste, dass die gewünschte Emotion nicht vorhanden war.
Natürlich ist der ein oder andere Moment komisch und wirkt nicht wirklich normal, aber was sind Geister sonst, wenn nicht normal?
Ich denke mal, sobald man sich daran gewöhnt, dass es gar nicht mehr so schlimm ist. Sie gehören eben dazu und machen die Serie zu dem, was sie ist.
Diese Momente der Zweisamkeit zwischen Seon-Mi und Son Oh-gong sind teils so herzerwärmend, dass man zudem darüber hinwegsehen konnte, wie schlecht oder gut die Effekte nun waren.

Zuerst war die Beziehung der beiden eher fragwürdig, man hat sich immer gewünscht, dass die beiden endlich zueinander finden würden und nach und nach, während sich jeder in der Serie weiterentwickelt hat, wurden auch solche kleinen Momente einfach so schön in Szene gesetzt, mit passender Musik unterlegt und in richtiger Länge gezeigt. Ein riesiger Pluspunkt meiner Meinung nach und immer wieder ein Grund zum freuen und weiterschauen gewesen.

Von Anfang an gefiel mir die Idee des mystischen, das mit den Geistern und Monstern. Es ist was ganz anderes, als so typische 0815 Romanzen mit ein wenig Comedy vermischt.
Bei A Korean Odyssey gibt es neben den tollen Schauspielern, der atmosphärischen Musik und der meist seltsamen Effekte eine gute Dramenreiche Story mit viel Witz, Leid und eben der Romantik.
Die ganze Serie basiert auf dem chinesischen Klassiker „Die Reise nach Westen“ und obwohl ich mich noch nicht so ausführlich damit befasst habe, finde ich es dennoch gut umgesetzt. Die Geschichte ging gut voran, es wurden viele Fragen gegen Ende hin geklärt und am meisten überrascht hat mich die Entwicklung einzelner Charaktere innerhalb der Serie.
Man merkt bei Seon-Mi zum Beispiel, dass sie „stärker“ wird. Am Anfang noch die eher schwache Frau und am Ende wird sie selbstbewusster und steht zu ihren Gefühlen. Auch bei Son Oh-Gong kann man das gut sehen. Am Anfang ist sein Verhalten ihr gegenüber ziemlich schroff, er will sie loswerden und den Pakt lösen, aber auch er kann sich von der anderen Seite zeigen.

Mir hat die Serie wirklich sehr gut gefallen und die Länge der Folgen haben mich teils schon gar nicht mehr gestört. Wenn man einmal erst drin ist, kann man gar nicht mehr aufhören zu schauen!

Ich gebe der ganzen Serie daher glatte 8 von 10 Odyssey Herzen, da mich das mit den CGI Effekten gegen Ende hin dann doch etwas gestört hat, gerade beim Finalen Kampf haben sie gewaltig nachgelassen.


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