[Gastbeitrag] Anime Review: Hakuôki Season 1

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Hakuouki

Hey, ich bin Brianna und einige von euch dürften mich eventuell schon kennen, da ich seit einigen Monaten bereits im Team von House of Animanga mithelfen darf. Hier bin ich insbesondere für die Koordination des #HouseOfAnimeWE und des #Animebattle zuständig und greife Mia ansonsten auch bei organisatorischen Aufgaben unter die Arme, ab 2019 insbesondere bei der Planung und Umsetzung der #HouseOffline-Treffen. Auf den sozialen Netzwerken findet ihr mich auf Twitter und Instagram jeweils als BriannaInkheart, nähere Infos zu mir gibt es außerdem hier auf der Team-Seite. Da ich mich hier auf dem Blog vor allem mit dem Thema Anime beschäftige, möchte ich euch heute gerne einen vorstellen, den ich zwar selbst erst vor relativ kurzer Zeit entdeckt habe, der mich aber von Anfang an in seinen Bann gezogen hat – Hakuôki.

Hakuôki startete im September 2008 als Otome-Game in Japan für die PS2 als Hakuôki: Shinsengumi Kitan. Im Laufe der Jahre wuchs das Franchise immer weiter an, so dass bereits im April 2010 die erste Folge des Anime  in Japan ausgestrahlt wurde.

Inzwischen (Stand: Dezember 2018) gibt es drei Staffeln, 6 OVAs, 2 Filme, 2 Manga-Adaptionen und an die 20 (!!!) verschiedenen Varianten des Spiels, hauptsächlich für die PS Vita und PS Portable. In Deutschland direkt gibt es leider nur die beiden Filme Hakuôki – The Movie 1: Wild Dance of Kyoto und Hakuôki – The Movie 2: Warrior Spirit of the Blue Sky und die jeweiligen Spiele zur Hauptstory.

Heute möchte ich euch jedoch die erste Staffel des Anime vorstellen, welche man auch hierzulande als Japan-Import genießen kann, und euch somit einen Einblick in die wunderbare Welt von Hakuôki geben!

Während Yukimura Chizuru sich als Junge verkleidet nach Kyoto begibt, um dort nach ihrem Vater zu suchen, wird sie von einigen Mitgliedern der Shinsengumi (einer privaten, shogunatstreuen Schutztruppe) gerettet, als sie von einigen Männern angegriffen wird, welche nicht ganz Herr ihrer Sinne zu sein scheinen. Bevor sie sich jedoch hiervon erholen kann, wird sie bereits zum Hauptquartier der Shinsengumi gebracht, um dort befragt zu werden. Es stellt sich dabei heraus, dass es zwischen den Shogunatstreuen und Chizurus Vater eine Verbindung zu geben scheint und aus diesem Grund bleibt das Mädchen bei den Samurai und erlebt dort in den folgenden Monaten und Jahren die Wirren des politischen Umbruchs, den Kampf um Respekt, Ehre und Wahrhaftigkeit, wahre Kameradschaft und Zusammenhalt. Und während die Suche nach ihrem Vater weiter läuft, findet das Mädchen immer mehr über sich selbst und ihre eigene Vergangenheit heraus.

Eigentlich war der Grund, mir diesen Anime anzuschauen: ein paar hübsche Kerle (basiert schließlich auf einem Otoge) anschmachten und dies im historischen Setting – Brianna glücklich.

Dass es hier allerdings so viel mehr gibt, hätte ich nicht erwartet! Kurze Info vorab: Ich habe alle drei Staffeln inclusive der sechs OVA’s innerhalb von drei Tagen durchgesuchtet und dass mich ein Anime so sehr gepackt hat, ist echt lange her!

Der Anime orientiert sich historisch gesehen sehr genau an tatsächlich geschehenen Ereignissen, wenn es um die Schlachten und politischen Irrungen und Wirrungen geht. Außerdem sind auch die sonstigen Lebensumstände – so weit ein Laie das bewerten kann – sehr realistisch gehalten, was die Kleidung, Umgangsformen, das Zusammenleben und die Wertevorstellungen angeht.

Und hier kommen wir auch direkt zu dem Thema, was mich so ungemein eingenommen hat: Obwohl ich eine sehr flache Geschichte erwartet hatte, die man einfach nebenbei laufen lassen kann, ist dieser Anime wirklich tiefgründig. Er setzt sich mit den verschiedenen Motiven der Krieger auseinander, mit deren Bedenken und Zweifeln. Die Frage, ob man tatsächlich den richtigen Weg geht, wird immer wieder aufgeworfen und in verschiedenen Thematiken betrachtet.

Dazu hat natürlich jeder der Charaktere seinen ganz eigenen Weg, die Dinge zu betrachten und seine ganz eigenen Wertevorstellungen. Hier wirklich in gut und böse zu unterteilen fällt manchmal sehr schwer und diese Ambivalenz macht das Gesamtkonstrukt unglaublich spannend und die Charaktere nachvollziehbar, greifbar und echt.

Außerdem  sind hier wunderbare Synchronsprecher zum Einsatz gekommen und auch die Grafik ist größtenteils gut anzuschauen! Insgesamt ist die Stimmung des Anime eher ruhig, bis auf die gut animierten Kampfszenen.

Die Rasetsu (aus Spoilergründen gehe ich hier nicht näher auf den Begriff ein) hätte es für mich in der Story nicht gebraucht. Natürlich bringt das nochmal einen anderen Wind rein, aber dieser war meiner Meinung nach überflüssig. Schwierig finde ich außerdem die zeitliche Darstellung. Zwar wird immer wieder darauf hingewiesen, zu welchem Zeitpunkt man sich gerade befindet, aber da die Charaktere sich rein äußerlich überhaupt nicht verändern (insbesondere Chizuru, die ja doch die jüngste der Anwesenden ist), gibt dem Ganzen einen kleinen Dämpfer.

Ist vermutlich sehr vorhersehbar:

Ich liebe den Anime und zwar die gesamte Reihe! Außerdem kann man sich diesen auch getrost mehrfach ansehen, denn sicherlich gibt es hier das ein oder andere Detail, welches einem beim ersten Mal noch nicht aufgefallen ist! Auf Grund der oben genannten Kritikpunkte (insbesondere die Rasetsu betreffend) vergebe ich absolut verdiente 9 von 10 Katanas!


Diese Rezension spiegelt lediglich die persönliche Meinung des Autors wider und nicht die von House of Animanga.

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Brianna

Seit Juni 2018 im Team von House of Animanga, zuerst nur zur Organisation und Hosting des #HouseOfAnimeWE. Inzwischen allgemeine Unterstützung und Zuarbeit für Mia, Organisation des #Animebattle und Mitorga für zukünftige #HouseOffline-Treffen. Seit Januar 2019 auch zuständig für das #HouseOfLeseWE und den #Mangabattle von Anihabara.de

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