Anime Review: Legend of the Galactic Heroes – Die Neue These Volume 1

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Legend of the Galactic Heroes

Vom Weltall war ich schon immer fasziniert. Gerade die Romantik, welche mit dem Genre der Space Opera daher kommt, hatte mich schon immer in seinen Bann gezogen. Somit habe ich eine leichte Affinität was Serien zu diesem Thema angeht. Als großer Fan der älteren Werke, bin ich natürlich auch ein Fan der Leji Matsumoto Serien (Yamato, Harlock usw.) und freue mich schon, wenn ich bald die abschließende 5. Volume der neuen Space Battleship Yamato Reihe mein eigen nenne um sie endlich am Stück gucken zu können.

Um mich bis dahin zu vertrösten, kam vor kurzem die Meldung seitens Universum dass sie sich die Neuauflage von „Ginga Eiyuu Densetsu“ oder wie wohl geläufiger ist „The Legend of the Galactic Heroes“ gesichert haben. Da ich von der alten Serie nur gutes gehört, sie selbst aber nie gesehen habe, war ich natürlich unglaublich gespannt darauf. Freundlicherweise wurde uns von Universum Anime die erste Volume zur Verfügung gestellt und wir haben sie am Neujahrstag auch fix angesehen. Viel Spaß mit meiner Meinung zur 1. Volume zur spannenden Space Opera.

Legend of the Galactic Heroes

©Yoshiki Tanaka/Shochiku·Production I.G
Der ambitionierte Adlige Reinhard von Lohengramm (deutsche Stimme: Raúl Richter, u. a. Dende in Dragonball Z: Kampf der Götter) steigt schnell in den Rängen des Militärs des Galaktischen Imperiums auf

Nachdem die Menschheit endlich in der Lage war ihre Streitigkeiten bei zulegen und gemeinsam der Erde den Rücken gekehrt hat, schlugen sie ihr Lager in einer weit entfernten Galaxie auf. Doch die Einheit hielt nicht lange, als einer intelligenter Politiker sich nach und nach mehr Macht verschaffte und letztendlich das Galaktische Imperium ausrief. Da ihm nicht alle bedingungslos folgen wollten, entstanden schon bald Splitterfraktionen, die sich nach einer Flucht aus dem Einflussbereich des neuen Kaisers zur „Allianz der freien Planeten“ zusammen schlossen.

Seit dem sind 150 Jahre vergangen und die beiden Parteien befinden sich in einem unerbittlichen und Ressourcen fressenden Krieg. Erst das Auftauchen zweier junger Anführer in den verfeindeten Parteien, könnte den Konflikt ein für alle mal entschieden. Eine spannende Space Opera die parallel von zwei Seiten erzählt wird, findet hier seinen Anfang…

Legend of the Galactic Heroes

©Yoshiki Tanaka/Shochiku·Production I.G
Reinhards strategischer Gegenspieler bei der Allianz der freien Planeten ist Yang Wen-li (deutsche Stimme: Tim Kreuer, u. a. Brian Brandon in B: The Beginning), dem sein militärischer Ruhm aber eher unangenehm ist

   

Wow die Serie hatte mich bereits nach wenigen Sekunden absolut für sich gewonnen. Dabei weiß ich nicht mal ob die Space Opera sich altmodisch anfühlt oder eine zeitlose klassische Zukunftsstimmung verbreitet. Eigentlich ist mir das auch ziemlich egal, da es mich einfach super unterhalten hat und das dürfte doch hier eigentlich der Hauptpunkt sein oder?

Nun bin ich ganz schön mit der Tür ins Haus gefallen und habe schon direkt meine Meinung abgegeben. Aber nun will ich doch auch mal erklären warum ich so begeistert davon bin. Zu aller erst finde ich sowohl die Charaktere wie auch die Darstellung des Konfliktes sowohl interessant, wie auch absolut unterhaltsam. Das die Serie bereits mitten in einer Zwickmühle für das Imperium startet war in meinen Augen der bestmögliche Einstieg um die Vorzüge von dem imperialen Hauptcharakter Reinhard zu präsentieren.

Ebenso cool fand ich dann wiederum die Tatsache, das die zweite Folge (mehr oder weniger) den selben Konflikt beschreibt, aber aus Sicht der Allianz und dem dortigen Hauptcharakter Wen-li. Ich würde jetzt zwar gerne sagen, das man so als Zuschauer seine Seite frei wählen kann, und auf manch einen wird das auch sicherlich zutreffen. Schließlich ist dies nicht das einzige mal, das wir beide Seiten vorgestellt bekommen. Auch in Episode 3 und 4 widmet sich die Story je der Vergangenheit des jeweiligen Anführers (Episode 3 Reinhard von Lohengram und Episode 4 Wen-li Yang).

Für mich persönlich (vielleicht auch ein wenig durch die offensichtliche Ähnlichkeit zum Preußentum) stand die Wahl der Seite bereits nach der ersten Folge fest. Dem Imperium gehört meine Unterstützung in diesem Konflikt. Vielleicht liegt das auch am (in meinen Augen) deutlich Charismatischeren Reinhard im Vergleich zum unscheinbaren Wen-li. Oder aber es liegt schlicht weg daran, das wir diese Seite des Konflikts zuerst erzählt bekommen haben. Ich denke aber es liegt eindeutig an Reinhardt.

Die Schlacht im Sternensystem Astate konnte ich aber auch wirklich sehen lassen. So erkenne und akzeptiere ich CGI-Animationen gerne an und freue mich quasi über jede Action- und Effekt-reiche Schlacht. Auch die Darstellung der Strategie-Simulation war sehr schön in Szene gesetzt und man konnte direkt verstehen, was eigentlich abgeht. In meinen Augen eine sehr gute Lösung um die riesigen Schlachten überschaubar zu halten. Gerade bei dem seltsamen Manöver mit welchem die Schlacht letztendlich entschieden wurde.

Die größte Stärke der Serie liegt aber eindeutig in seinen Charakteren. Mit Reinhard haben sie in meinen Augen aber auch genau den richtigen Mann an der Spitze des Imperiums. Auch wenn dieser NOCH kein Kaiser ist, bin ich guter Dinge, das er mit seinem Charakter und seinen Fähigkeiten dafür prädestiniert ist. Ein Charismatischer Jüngling der mit seinem taktischen Verständnis, Leistungen erbringt und damit seinen Stand kontinuierlich festigt. Dazu natürlich auch eine Treue seinen Leuten oder eher seiner Rechten Hand hält, wie sie in seiner Position eher selten zu sehen ist. Ihm zur Seite steht sein Kindheitsfreund Siegfried Kircheis, der auf gewisse weise als Anker für Reinhard fungiert. Auch wenn er eher ruhig und besonnen agiert und Reinhard so ziemlich alles machen lässt, glaube ich ist er allein durch seine Anwesenheit der perfekte Support für Reinhard.

Auf der anderen Seite des Konflikts haben wir den unscheinbaren Wen-li Yang. Würde man ihm auf der Straße begegnen würde er wohl von niemandem erkannt werden. Allerdings hat ihm sein Talent den Beinahmen „Der Geborenen Stratege“ eingebracht und diesem wird er auch absolut gerecht. Außer ihm wäre es wohl niemandem gelungen den Konflikt im Astate System so glimpflich zuende zu bringen. Nichts desto trotzt muss ich leider auch sagen, das die 4. Folge und damit die Vergangenheits-Folge von ihm, die schwächste der ersten Volume war. Schade eigentlich, da ich wirklich vor hatte etwas unvoreingenommener heran zu gehen.

Zeichnerisch bzw. Animationstechnisch kann sich die Serie absolut sehen lassen. Sowohl das Charakterdesign wurde in der Neuauflage etwas an den modernen Standard angepasst, wie auch die Raumschiffe und die Space-Duelle haben eine CGI-Überarbeitung bekommen. Ob das nun wirklich das „richtige“ ist, bleibt mal dahin gestellt (ich bin nämlich ein Fan der guten alten Explosionen), es ist aber tatsächlich eine Augenweide das ganze zu beobachten. Diese Serie ist tatsächlich einer der wenigen Kandidaten bei denen die CGI-Animationen sowohl gut aussehen, wie auch passend zum Setting da stehen.

Legend of the Galactic Heroes

©Yoshiki Tanaka/Shochiku·Production I.G
Production I.G (u. a. Ghost in the Shell: ARISE) adaptiert die preisgekrönte Kult-Roman-Reihe von Yoshiki Tanaka (u. a. Arslan Senki) mit modernster Animationstechnik

   

Mir hat der Anime soo viel Spaß gemacht, das hätte ich niemals gedacht. Ich war super skeptisch, diese verflog aber direkt in der wahnsinnig guten ersten Episode! Ich bin super froh, dass wir den Anime angefagen haben und ich freue mich sehr auf die weiteren Folgen und das, was noch auf uns zukommt. Es ist doch weit mehr als nur Schlachten im Weltraum, sondern eher eine Geschichte zwischen zwei Menschen, die eigentlich die Besten Freunde sein könnten, wenn sie nicht auf verschiedenen Seiten stehen würden. Sehr zu empfehlen für Fans von Medien wie Star Wars, Star Trek, usw.

Legend of the Galactic Heroes

©Yoshiki Tanaka/Shochiku·Production I.G
Bildgewaltige Weltraum-Saga: Die künstlerische Leitung übernahm der erfahrene Yusuke Takeda, der bereits Sci-Fi-Animes wie 009 RE:CYBORG, Ghost in the Shell: ARISE und Ghost in the Shell: The New Movie betreute

Das Spannende Duell zweier verfeindeter Parteien, das auf dem Rücken von zwei talentierten Strategen ausgetragen wird, die unter anderen Umständen vielleicht sogar die besten Freunde geworden wären, weiß bereits mit seiner ersten Volume absolut in den Bann zu ziehen. Der Duale Blickwinkel, der die Geschichte aus beiden Seiten erzählt und damit keine standardmäßiges „Gut“ und „Böse“ zulässt, ist in der heutigen Zeit durchaus erfrischend und gibt der Serie damit eine Stärke, die viele Serien vergeblich suchen.

Für alle Fans von Science Fiction bzw. Space Opera´s aber auch für all jene, die mal etwas neues Probieren wollen, dürfte „The Legend of the Galactic Heros“ genau das richtige sein. Ich von meiner Seite bin hellauf begeistert und kann die Serie jedem nur wärmstens empfehlen und kann es gar nicht erwarten wie die Story wohl auf den kommenden 2 Volumes fortgesetzt wird. Ich hoffe ich muss nicht allzu lange auf die 2. Volume warten 😉

Euer


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