Anime Review: Anti-Magic Academy Test-Trupp 35

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Da ich schon immer eine kleine Affinität für das fantastische hatte und mir nichts mehr wünschte als selbst ein wenig zaubern zu können, war Magie immer eine interessante Sache. Im Laufe der Jahre wie es nun mal so ist, wird man erwachsen und abgebrühter. Magie wird durch Filme und Videospiele „normalisiert“ und verliert ihren „Zauber“. Somit werden Reihen oder Settings in denen es genau um das Gegenteil geht, auf gewisse Weise gleich ein wenig ansprechender.

So weckte natürlich auch Mitte 2015 eine Anime-Adaption mit dem viel versprechenden Titel „Anti-Magic Academy Test-Trupp 35“ durchaus mein Interesse. Ein Setting in dem es darum ging Magie zu bekämpfen und das auch noch mit leicht militärischem Ansatz, was will man da mehr? Damals hatten wir lediglich die erste Folge gesehen, doch jetzt, ein paar Jahre später hat sich KSM die Lizenz gesichert und wir konnten die Serie nun auch endlich komplett ansehen. Hiermit bedanke ich mich also bei KSM für das Bereitstellen der Serie und wünsche euch viel Spaß mit meiner Review.

In einer Welt in der durch Magie großes Chaos herrschte, wurde mit der Inquisition ein Organ geschaffen, mit dem die Menschheit versuchte erneut Ordnung zu schaffen. Im Zuge dessen werden an der Anti-Magie Akademie die nächste Generation an Inquisitoren herangezogen. Dabei werden die Schüler in kleine Trupps unterteilt und werden neben der schulischen Leistung immer wieder auf Missionen geschickt, die sich mit magischen Verbrechen beschäftigten.

Unter den vielen Einheiten der Akademie befindet sich auch der 35. Zug, angeführt vom charismatischen Takeru Kusanagi. Die restlichen Mitglieder des Zuges sind ausschließlich weiblich. Doch da der Trupp auch als Problem-Einheit angesehen wird, befinden sich neben Takeru die unterschiedlichsten Sonderlinge in der Einheit. Doch wenn der Anführer bereits mit dem Schwert zur Schießerei kommt, was will man von den restlichen Mitgliedern groß erwarten…?

 

   

So lustig das Setting grundsätzlich daher kommt, so unlustig ist es dann wiederum. Denn was eigentlich ein recht cooles Setting ist, verrennt sich der Anime leider mit Fanservice und Ecchi Elementen. Nicht das ich das persönlich schlimm finden würde. Es gibt durchaus gute Beispiele wie man Ecchi sinnvoll oder eher passend in eine Story einbinden kann. Siehe da als bestes Beispiel Trinity Seven. Aber in diesem Anime hat es sich leider äußerst künstlich angefühlt. Da ich die Vorlage leider auch nicht wirklich kenne, kann ich nicht mal sagen, ob das jetzt ein Anime-only Ding ist und nur dazu dienen sollte Merchandise zu verkaufen?

Denn wie schon geschrieben, ist Ecchi das Haupt-Element des Animes. Die Story ist zwar vorhanden, allerdings äußerst dünn und ich würde nicht mal sagen, das sie wirklich zusammenhängend ist. Viele Episoden sind so alleinstehend und zusammenhanglos das es mich leider ziemlich gelangweilt hat. Die meiste Zeit befasste sich die Serie 1 oder 2 Folgen lang mit einem der Mädels und dann war das nächste dran, während eine übergeordnete Story eigentlich nicht wirklich vorhanden war.

Jetzt würde ich gerne schreiben, das wenigstens die Action die man pro Folge gefühlt 2 Minuten genießen konnte gut war. Allerdings war diese meist kaum vorhanden, oder aber wurde von schrecklichem CGI gefüllt. Denn eine Handvoll der Inquisitions-Anwärter, wie auch unser Main Takeru, hatte die Fähigkeit sich mit Hilfe eines Paktes den er geschlossen hatte, eine Art Ritterrüstung zu beschwören. Das diese natürlich reinstes CGI war, brauche ich glaube ich gar nicht zu erwähnen. Die Kämpfe selbst waren dann zwar recht effektvoll in Szene gesetzt, doch leider muss ich zugeben, das selbst die Kämpfe in PSO2 – The Animation besser aus sahen und da hatte ich schon über das CGI gemeckert.

Auch mit den Charakteren kann der Anime leider keine wirkliche Schlacht gewinnen. Von dem Test-Trupp dürfte wohl Takeru noch der interessanteste Charakter sein und das ist irgendwie schon fast traurig. Denn obwohl ich eigentlich einen Faible für Professorinnen haben, doch die hiesige Ikaruga hat mich mit ihrer leicht gezwungenen direkten Art leider eher genervt als mir gefallen. Von den Mädels dürfte vielleicht das „gefallene Genie“ Ouka noch mein Favorit sein, doch leider hat auch sie mich eher genervt als mir tatsächlich gefallen. Von Takeru´s Waffe und dem Gruppen Loli Lapis will ich gar nicht anfangen und mein größter Problemfaktor in der Einheit dürfte wohl die nervig tollpatschige Usagi sein.

Um vielleicht abschließend noch was gutes zu sagen, mochte ich das Charakterdesign und das Setting ziemlich gerne, auch wenn die Umsetzung dem ganzen in meinen Augen leider nicht gerecht werden konnte.

Es tut mir so unglaublich Leid, hier so eine böse Review zu einer Serie zu schreiben, auf die ich mich so sehr gefreut habe. Doch was soll ich machen, wenn ich letztendlich mehr als ernüchtert raus gegangen bin? Die Serie hatte mit ihrem Setting so unglaublich viel Potenzial und verschießt es förmlich. Gerade der Anfang hatte mir noch verhältnismäßig gefallen.

Somit fällt es mir schwer dem Anime ein Publikum zu zuordnen. Ich selbst könnte ihn wohl nicht bedenkenlos empfehlen, kann aber im Umkehrschluss auch nicht davon abraten, denn schlecht ist er nicht. Er macht vieles Richtig, aber eben nicht gut. Wer also Lust auf ein wenig Anti-Magie mit Ecchi Action hat, dürfte hier genau richtig sein. Da man mir aber nachsagt, zu viel über Sachen nach zu denken, könnte der Anime für jemand anderen genau das Ding sein? Als akzeptabler Nachmittagsfüller bekommt der Anime von mir somit 6 von 10 Anti-magischen Waffen.

Euer


*

Anti-Magic Academy Vol. 1

Anti-Magic Academy Vol. 2

Anti-Magic Academy Vol. 3

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