Anime Review: Hinomaru Sumo

Die geschätzte Lesezeit für diesen Beitrag beträgt 4 Minuten.

Schon in frühster Kindheit hatte ich einen Hang zu Sport-Anime, der vielleicht auch daher rührte, das vor dem Kindergarten/der Grundschule Serien wie Mila Superstar und Kickers das Früh-Programm dominierten. Im Vergleich zu den Serien die ein Paar Jahre später liefen, bin ich über solche Qualität durchaus dankbar, auch wenn man bedingt in Frage stellen sollte, warum Kinder vor der Schule/dem Kindergarten TV gucken… aber das ist ein anderes Thema.

Dank meines bis dato Lieblings-Sport-Anime Hajime no Ippo, dank dem ich gelernt habe das auch Serien zu Sportarten die ich so gar nicht mag großartig sein können, bin ich seit dem für so ziemlich alles offen. So auch für den vor einem halben Jahr angelaufenen Sumo-Anime Hinomaru Sumo, über den ich nun meine Gedanken etwas zusammen fasse, viel Spaß. Ich möchten mich an dieser Stelle ganz herzlich bei Crunchyroll bedanken, dass Sie mir einen Premium Account zur Verfügung gestellt haben, um euch diese Review zu präsentieren.

Der kleine Hinomaru Ushio ist seit frühster Kindheit begeistert vom japanischen Kampfsport Sumo. Doch leider hat ihm die Natur im laufe der Jahre nicht so gut zugespielt und er ist für sein Alter außergewöhnlich klein. Das wäre grundsätzlich kein Problem, da Sumo eine Sportart ohne Gewichtsklassen ist, allerdings gibt es eine Mindestgröße die voraus gesetzt wird um in Profiwelt antreten zu dürfen.

Somit ist Hinomaru´s einzige Chance dort Fuß zu fassen sich als stärkster Oberschüler einen Namen zu machen, denn nur dieser Titel gibt ihm die Möglichkeit diese Hürde zu umgehen. Zusammen mit seinen Freunden aus der Odachi-Oberschule nimmt er am großen Landesturnier Teil und gibt alles um seinen Traum doch noch zu erfüllen.

   

Ich glaube einer der Gründe das mir Hinomaru Sumo so sher zusagt, dürfte wohl auf der Tatsache beruhen, dass mich die Serie unglaublich an Hajime no Ippo erinnert. Auch wenn die beiden Serien an sich nicht unterschiedlicher sein könnten. Denn bei Ippo haben wir die gute altmodische „From Zero to Hero“-Story, während Hinomaru eher eine „Underdog“-Story ist. Dazu kommt natürlich der Unterschied das Hinomaru einen Grundfokus auf das ganze Odachi-Team mit Uchio als Zentrum ist und Ippo hingegen den Hauptfokus auf den namensgebenen Hauptcharaktere legt.

Der Vergleich ist aber gerade in den Kämpfen gar nicht mal so weit her geholt, da Hinomaru eine ähnliche Spannungskurve aufbaut. So will min unbedingt wissen wie es den weiter geht und da die Odachi als Team bereits als „Underdog“ ins Rennen geht, will man sie natürlich siegen sehen und gerade mit diesem mit fiebern weiß die Serie den Zuschauer perfekt abzuholen.

Was die Story angeht, wäre vielleicht noch etwas mehr Charakteraufbau möglich und vorteilhaft gewesen, da sich die Serie doch sehr stark auf die Turniere und Kämpfe dreht. Auf Basis des Endes, war dies aber vielleicht nicht die schlechteste Entscheidung, da ich zwar gerne mehr über die Charaktere erfahren hätte, aber die Kämpfe letztendlich das waren, was mir Lust auf mehr gemacht hat. Dazu kommt das ich die Serie gerade hier an der Story-Front auch noch mal loben will, denn im Vergleich zu manch anderen Serien beendet die Serie den ersten größeren Handlungsbogen des Manga (denke ich?) und schließt sie so funktional ab, das eine zweite Staffel möglich, aber an sich nicht nötig wäre. So kann man die Serie auch als abgeschlossenes Erlebnis sehen und sie ohne ein allzu offenes Ende genießen.

Was die Charaktere angeht, habe ich ja oben bereits geschrieben, dass ich durchaus gerne mehr erfahren oder mehr mit ihnen erlebt hätte, dennoch wurden sie soweit recht gelungen umgesetzt und fast jeder etwas wichtigere Charakter bekommt seine 5 Sekunden im Scheinwerferlicht. Dabei ist es auch egal ob diese zu Hinomaru´s Odachi gehören oder doch dessen Gegner sind. Gerade mit Tennoji, einem von Ushio´s stärksten Gegnern habe ich einen Charakter gefunden, dem ich fast etwas mehr die Daumen gedrückt habe als es beim Main der Fall war. Hatte er doch so gesehen die gleiche Hintergrundgeschichte wie Ushio, nur das er halt im Teenager Alter noch mal nen Wachstumsschub hatte.

Aber auch das Team rund um Ushio gefiel mir ziemlich gut, wobei ich mir immer noch unsicher bin, ob mir der Ex-Rowdie Yuuma oder doch eher der MMA-Kämpfer Chihiro besser gefallen wollen. Aber ich glaube meine Tendenz geht in Richtung Chihiro. Sein unbändiger Kampfwille hat mich einfach etwas mehr befeuert. Wobei ich den kleinen Mitsuhashi mit seinem Körperbau immer noch ein Stück weit bewundere. Sich freiwillig dem Kampf als David gegen die Sumo Goliath´s zu stellen ist schon beeindruckend.

Was die Animationen angeht, will ich vielleicht noch eine Sache ansprechen, die mich stellenweise doch etwas gestört hat. Wenn Ushio in seiner Schuluniform rumlief wirkte er immer irgendwie… klein oder deformiert, liegt vielleicht auch daran, das er wie ein kleiner Schrank aussieht, wenn er die Uniform mal nicht trägt. Ansonsten habe ich da echt wenig zu beklagen. Die Kämpfe waren absolut imposant in Szene gesetzt und gerade die Darstellung des Kampfeswillen der den Kämpfern als Flammen aus den Augen schlug, war an imposanten Stellen, die richtige Würze um die Szenen ab zu runden.

Auch Soundtechnisch konnte sich die Serie absolut sehen lassen, denn sowohl die musikalische Untermalung während den Kämpfen, wie auch während den Trainingspassagen rundete das Erlebnis hervorragend ab. Dazu kommt das die Serie mit ihren beiden Openings großartig ausgestattet ist und für mich in beiden Seasons zu den Top Kandidaten zählt. Sowohl was den Ton angeht, wie auch der zusammen schnitt aus Bild und Ton und einen damit direkt für sie Serie anfeuert!

Hinomaru Sumo ist eine absolut spannende Serie die mal wieder zeigt, das auch eine Sportart mit der man für gewöhnlich nicht so viel anfangen kann, im Anime spannend umgesetzt werden kann. Da die Serie mit einem gelungenen Abschluss aufwartet, wäre ich wie oben geschrieben nicht mal traurig darum wenn es keine fortsetzende Staffel geben würde.

Ich wurde jedenfalls bestens unterhalten und kann die Serie nur jedem empfehlen der ohnehin schon Spaß an Sport-Anime hat. Aber auch all jene die für gewöhnlich nichts mit Sumo oder Sport-Anime anfangen können, sollten vielleicht mal einen Blick rein werfen um ein ähnliches Erlebnis wie ich damals mit Ippo zu haben. Von mir bekommt die Serie an dieser Stelle 8 von 10 Nationalschätze.

Euer


 

Crunchyroll

 


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