Anime Review: Digimon: Data Squad Volume 1

Die geschätzte Lesezeit für diesen Beitrag beträgt 4 Minuten.

Als großer Digimon-Fan der ersten Stunde, habe ich damals am Anfang des Jahrtausends natürlich fleißig RTL 2 geschaut. Ich weiß gar nicht wie oft ich dadurch Adventure und Adventure 2 rewatched habe, aber da die Story so gut war, hat mich das nicht weiter gestört. Auch die Tamers Serie hat mir unglaublich gut gefallen, allerdings wurde ich nie sie ein großer Fan davon wie es bei Adventure der Fall ist. Mit Frontier konnte ich leider so gar nichts anfangen, nicht nur das ich es absurd fand, das Digiritter und Digimon plötzlich fusionierten, auch das Storytellung der Serie war für die Tonne.

Nach Frontier folgte eine längere Zeit ohne neuen Digimon-Nachschub im deutschen Free-TV. Erst eine ganze Weile später ging es mit Data Squad weiter, doch zu dieser Zeit war ich bereits in der Ausbildung und hatte somit keine Chance mehr die Serie zu sehen. Nun Jahre später hat KSM Anime die Serie hierzulande auch noch mal auf CD´s oder eher DVD´s gepresst und veröffentlicht. Ich bedanke mich riesig bei KSM für das bereitstellen der ersten Volume und wünsche euch viel Spaß mit meiner Review.

Der 14-jährige Marcus Damon liebt es sich zu prügeln. Da er sich selbst für recht stark hält, geht er keiner Konfrontation aus dem Weg, sodass er auch nicht davor zurück steckt als plötzlich ein Digimon vor ihm auftaucht. Nachdem die beiden sich durch ein Kräftemessen angefreundet haben müssen sie sich aber direkt einem anderen Digimon im Kampf stellen.

Doch sie sind nicht alleine, denn kurz darauf werden die beiden von Yoshino zum Beitritt in die DATS eingeladen. Einer geheimen Organisation, die sich um Übergriffe von Digimon in die reale Welt kümmert. Zusammen mit dem talentierten Genie Thomas machen sich die 3 in den Kampf, ihre Welt vor der Korruption durch die digitale Welt zu schützen.

   

Was sich grundsätzlich nach nem echt coolen Konzept anhört, könnte im Vergleich zu Frontier auch durchaus die Zukunft für Digimon sein. Da es aber bereits nach einer Staffel mit 48 Folgen beendet wurde und die Nachfolgeserie Xwars nicht weiter davon abweichen könnte, dürfte schon fast klar sein wo die Reise hingeht. Denn leider reicht ein gutes Konzept nicht aus, wenn die Umsetzung oder eher die Story die darum gestrickt wird nicht passt.

Genau an dieser Stelle versagt Data Squad leider vollkommen, denn die Serie wurde auf schon fast unangenehme weise sowohl Handlungstechnisch wie auch Dialogseitig an ein junges Publikum gerichtet. Ein sehr junges Publikum, sodass ich mir beim schauen schon fast zu alt vorkam und da mache ich wirklich einen großen Unterschied zwischen flachen Witzen und kindgerechtem Humor. Ich habe mir bei den 16 Folgen so häufig geärgert und mich gewundert warum die Charaktere so dämlich handeln.

Davon mal angesehen ist das Storytelling und das Pacing der Serie vollkommen für die Tonne. Die 16 Folgen haben kaum einen vorhandenen Roten Faden und sind alle unglaublich Episodisch gehalten. Was grundsätzlich ja keine schlimme Sache wäre, wenn es denn gut umgesetzt wird. Wenn aber die halbe Folge nur aus kindgerechten Witzen besteht und die andere Hälfte aus dem gezanke der Charaktere untereinander spricht das nicht unbedingt für die Serie.

Kommen wir zum nächsten schlimmen Punkt der Serie, die Charaktere. Mal abgesehen davon das die 3 Protagonisten Marcus, Yoshino und Thomas gleich alt aussehen macht der Altersunterschied keinen Sinn. Denn Marcus und Thomas sollen 14 sein und Yoshino 18 … ja ne ist klar. Macht super Sinn vor allem weil es innerhalb der Serie auch nicht wirklich offensichtlich wird. Thomas ist auch der einzige Charakter zu dem ich dachte ein Beziehung aufbauen zu können… naja beim denken ist es dann auch geblieben. Schade eigentlich. So verrennt sich Marcus kontinuierlich in seinen einfach Denkmustern und zeichnet sich als 08/15 Shounen Protagonist aus. Thomas wird als Eindimensionaler Rivale und Genie etabliert, der sich durchgängig mit Marcus streitet. Um das Trio perfekt zu machen gesellt sich dann noch Yoshino hinzu, die aber in meinen Augen nicht sonderlich viel zur Gruppendynamik und zur Story beiträgt.

Animationstechnisch will ich hier wirklich gar nicht anfangen. Abgesehen von unzähligen Standbildern ist die Serie auch mit super schlechten Animationen übersät. An allen Ecken und Enden wirkt es als wäre das ganze von Azubi-Animateuren fertig gestellt worden oder als hätte man Geld sparen müssen. Selbst die Kämpfe die ja meistens das Herzstück der Digimon-Serien sind, waren so schwach, das es eigentlich eine Schande für das Franchise war. Davon mal abgesehen das die Kämpfe immer nur so 3 Minuten am Ende der Folge einnahmen. Wenigstens war die Synchronisation relativ gelungen, was die Serie etwas besser machte.

Wer es bis hierhin nicht gemerkt hat, Ich war ziemlich enttäuscht von der Serie. Vielleicht hatte ich meine Erwartungen zu hoch gehalten, da man Online eigentlich kaum was darüber hört und wenn überhaupt nur Frontier als Tiefpunkt der Reihe genannt wird. Leider konnte mich das Gesamtpaket also so gar nicht überzeugen und ich denke auch, dass ich es bei der einen Volume belassen werde. Schade eigentlich.

Traurig ist wohl lediglich, dass das Franchise irgendwie nicht so recht weiß wo es hin soll. Über die Tri Filme kann man sich ja streiten, aber gerade was die Serien angeht, folgt eine Serie nach der anderen, die letztendlich im Nirvana verschwindet… Schade eigentlich, sind die Spiele doch so gut und wissen wie man eine Story erzählt, vielleicht sollte man sich hier orientieren wenn man mit der nächsten Serie durchstartet?

Euer


*

Digimon Data Squad Vol 1

Digimon Data Squad Vol 2

Digimon Data Squad Vol 3

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