Light Novel Review: Konosuba: God´s Blessing on this wonderful World Band 1

Die geschätzte Lesezeit für diesen Beitrag beträgt 4 Minuten.

Im Zuge meiner LN-Aktivitäten, haben sich eine ganze Menge Isekai hier angehäuft. Darunter sind einige „normale“ mit der Standard Formel (Held wird Wieder geboren und ist Superstark, wie etwa Shield Hero oder auch Killing Slimes for 300 Years), eine Hand voll mit der „absurden“ Formel (Kandidaten wären hier Reborn as a Vending Maschine oder auch So I´m a Spider, so what?!) und dann natürlich auch ein paar ohne Fähigkeiten (bestes Beispiel wäre so etwas wie No Game No Life oder auch How a Realist Hero rebuild the Kingdom).

Zur letzten Kategorie gehört auch eine Reihe, deren Anime Adaption recht populär war, die ich aber so komplett übersprungen habe. Den ersten Band schenkte mir mein guter Freund Michael ich glaube zum Geburtstag(?) und seit dem Stand er bei mir im Schrank. Die Rede ist natürlich von Konosuba. Da mein Humor häufig von dem vom lieben Michael abweicht, war ich natürlich etwas skeptisch, ob die Serie denn tatsächlich etwas für mich ist. Schließlich war es vorrangig die Comedy zu der ich etwas gehört habe. Viel Spaß also mit meiner Meinung zum ersten Band der Light Novel.

Der Schüler Kazuma Satou ist ein Hikikomori wie er im Buche steht. Er verlässt kaum sein Zimmer und war schon lange nicht mehr in der Schule. Als er eines Tages wieder erwarten doch seine Vier Wände verlässt, gerät er in einen Unfall und stirbt. Doch so heldenhaft der Tod hätte sein können, so lächerlich war er. Beim Versuch ein Mädchen vor dem sicheren tot durch einen nahenden LKW zu retten, stößt er sie beiseite und stirbt. Im Jenseits wird er von der Göttin Aqua erst mal gehörig dafür ausgelacht, denn bei dem LKW handelte es sich in Wirklichkeit um einen Traktor und er wurde nicht überfahren, sondern ist an dem Schock überfahren zu werden krepiert.

Unter dem schallenden Gelächter der Göttin, offeriert sie ihm eine zweite Chance in einer anderen Welt. Um ihm das Leben einfacher zu machen, bekommt er die Option sich eine Sache zu wünschen die er mitnehmen darf. Vom abgefahrenen Skill Set bis hin zur besten Rüstung ist alles möglich. Doch da Kazuma ein schlechter Verlierer ist und ihn das Gelächter der Göttin nervt, wählt er sie aus. Zusammen werden die beiden in ein Chaotisches Abenteuer voller Siege und Misserfolge geworfen….

   

Bis auf die Tatsache über Kazuma´s Todesart bin ich ziemlich unbeeinflusst in die LN gestartet. Was so gesehen vielleicht auch nicht die schlechteste Entscheidung war. Vor allem da ich es interessant finde, das wir mit Kazuma nun wirklich keinen Standard-Helden haben. Seine Werte sind im besten Fall leicht über Durchschnitt, er besitzt keine Fähigkeiten und auch keine großartigen Tools. Er hat lediglich etwas mehr Glück als alle anderen, was so gesehen ein echt schlechter Start in eine neue Welt und ein neues Setting ist. Aber gerade dahingehend finde ich Konosuba eine unglaublich interessante Light Novel. Denn auf gewisse Weise zeigt sie mal wie unser eins, wenn er denn jetzt transferiert werden würde, mit solch einem Szenario klar kommen müsste.

Vor allem da er ja auch „nur“ als ganz normaler Abenteuer startet. Klar er hat eine (theoretische) Mission und soll den Dämonen König killen, aber dafür gibt es ja noch zig andere wie ihn, die sich das ganze besser überlegt haben und sinnvolles Zeug mit genommen haben. Keine Dumme Göttin, die nichts auf die Reihe bekommt und ihm nur noch mehr Arbeit macht. Schließlich muss er ganze 2 Mäuler stopfen…. zumindest zu Beginn, bevor die Gruppe größer wurde.

Mit den Neuzugängen zur Gruppe hat sich Kazuma aber selbst keinen wirklichen Gefallen getan. Allen voran natürlich Megumin, der Erz-Margierin, die lediglich den Explosionszauber kann und diesen auch nur einmal am Tag. Mit der Kreuzritterin Darkness, die eigentlich was taugen könnte, ist die Runde dann auch komplett. Wie gesagt, sie könnte was taugen, wenn sie kein Masochist sondergleichen wäre und mit ihrem Breitschwert nicht mal den Gegner der direkt vor ihr steht treffen würde.

Bei dieser Konstellation, kann ich ja durchaus verstehen, das viele Leute sich über die Situationen, die diese Chaotische Bande ergibt, belustigen. Bei mir fruchtet das leider nicht, da ich einen großteil der Zeit Kazuma bewundere und bemitleide mit solch einem Haufen gesegnet, oder doch eher gestraft(?) zu sein. Genau darin liegt für mich auch der Reiz in der Geschichte. Einen normalen Kerl oder eher noch Gamer zu sehen, der mit einem riesigen Haufen Ballast versucht über die Runden zu kommen und dabei so seine Probleme hat.

Auch das die Abenteuer die sie erleben so Bodenständig sind, wie etwa die gute alte Low Level-Mob Jagd im Startgebiet finde ich erfrischend. Vor allem auch weil sie ernsthafte Probleme damit haben xD Das natürlich am Ende des Bandes der erste größere Gegner auf sie wartet war da fast unvermeidlich. Schließlich wäre die Gruppe rund um Kazuma im Optimalfall mehr als prädestiniert als Heldengruppe da zu stehen…. also wenn sie nicht so kaputt wären.

Was den Lesefluss angeht kann ich mich auch nicht wirklich beschweren. Die Thematik blieb stets so locker und doch so fesselnd, das es mir ziemlich leicht viel voran zu kommen. Auch strukturell finde ich den weitest gehend Episodischen Erzählstil ganz angebracht und gelungen und auch wenn mir wie oben beschrieben die Comedy nicht immer, oder sagen wir eher mal seltenst zusagt, war ich dennoch recht gut unterhalten von dem Start dieser Reihe.

Da der erste Band mit seinen etwas über 150 Seiten recht dünn ist, kann man ihn bei bedarf auch gut an einem Tag verschlingen, ich denke die Story gibt das her, dass sie lange genug unterhält. Ich war recht gut unterhalten und hatte meinen Spaß mit der Story und werde hier auch sicherlich dran bleiben. Da auch die Folgebände jeweils um die 150 Seiten haben, dient die Reihe gut um sie zwischen zwei größeren Serien rein zu werfen.

Wer also Lust auf eine relativ lockere und unterhaltsame Story mit Isekai Setting hat, der wird sich hier sicherlich hervorragend aufgehoben fühlen. Ich kann den ersten Band durchaus empfehlen und bin schon gespannt welch wundersame Abenteuer die Gruppe wohl noch so erleben wird.

Euer


*

Konosuba LN Band 1

Konosuba Manga Band 1

*Diese Links führt direkt zu Amazon. Wir nehmen am Amazon Partnerprogramm teil. Für dich bedeutet das, wir erhalten für über diesen Link gekaufte Produkte eine Provision, es entstehen aber keine Mehrkosten für dich.


 

Unterstütze uns durch das Teilen dieses Beitrags.
Loading Likes...

1 Antwort

  1. hellspawn2501 sagt:

    Kannte ja bisher nur die Animeumsetzung, weshalb ich ja auch nun gespannt war, wie der Humor in der Light Novel zünden würde. Erstmal muß ich sagen, das die schriftliche Umsetzung der lustigen Szenen, im Gegensatz zu “Do You Love Your Mom and Her Two-Hit Multi-Target Attacks?” bei weiten besser gelungen ist. Hier wirken die witzigen Szenen auch richtig witzig, sofern man die Form des Humors mag. Humor ist ja immer sehr sehr geschmacksabhängig. Also vom schreibstil her ist die LN schonmal sehr gut. Trotzdem muß ich sagen das der optische Aspekt natürlich den Humor im Anime nochmals etwas gelungener macht. Aber das ist nun mediumbedingt und kann deer Light Novel nicht als Minuspunkt angekreidet werden.
    Auch die Leiden des jungen Kazuma und seine Persönlichkeit und die der anderen Charaktere wurde sehr gut vermittelt. Ich denke mit Kazuma hat man auch wirklich einen Char mit dem man sich noch am ehesten identifizieren kann und sagt “Ja, so würde ich auch wohl in einer mir fremden Welt handeln.”
    Fand auch den ersten Band der Light Novel von Konosuba sehr gut und hab mir bereits alle weiteren erhältlichen Bände auf Kindle geholt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere