Film Review: Godzilla: King of Monsters

Die geschätzte Lesezeit für diesen Beitrag beträgt 5 Minuten.

Ich erinnere mich auch heute noch gerne an die Sonntag-Nachmittage in meiner Kindheit. Denn diese waren auch in düstersten Zeiten, ein Lichtschimmer. Doch es geht mir nicht um die Sonntage per se, sondern viel mehr um das Fernsehprogramm und um noch etwas mehr ins Detail zu gehen, die Godzilla und Mothra Filme die damals immer liefen. Dabei machte es mir nicht mal etwas aus, die Filme zum x-ten mal zu sehen und die riesigen Monster bei ihren coolen Kämpfen anzufeuern.

So war ich natürlich auch damals unglaublich auf den Roland Emmerich Godzilla gespannt, der mich mehr als enttäuscht zurück lies und eher an Jurassic Park als an die Riesenmonster erinnerte. Dennoch verlor ich nicht die Hoffnung und war unglaublich gespannt auf den 2014er Godzilla und damit den 2. Versuch der Ami´s meine Lieblingsmonster zu neuem Leben zu erwecken und diesmal gelang das sogar recht akzeptabel. Umso gespannter war ich dann natürlich als ich zum ersten mal den Trailer zu Godzilla 2 gesehen habe und schon damals voller Vorfreude auf das Monster Battle Royal war. Bereits einen Tag nach Release war ich dann mit meinem besten Kumpel und seiner Freundin drin und bin hellauf begeistert. Viel Spaß also mit meiner Meinung zum neusten Monsterkampf-Streifen der Godzilla-Reihe.

Durch die erschütternden Ereignisse des Jahres 2014 und dem damit verbundenen Auftauchen der Muto´s und Godzilla wurde der Menschheit bewusst, das sie wohl doch nicht das oberste Glied der Nahrungskette sind. Riesige Titanen bevölkerten schon lange vor der Menschheit die Erde und befanden sich seit dem, vor dem menschlichen Auge verborgen in einer Art Winterschlaf. Die geheime Organisation Monarch hatte seit den frühen 40ern bereits Informationen über die Titanen gesammelt und sich Pläne zurecht gelegt, wie sie mit der Bedrohung am besten umgehen sollten.

Die Monarch Wissenschaftlerin Dr. Emma Russel befasste sich seit dem Tod ihres Sohnes mit einer Methode Kontakt zu den Riesen auf zu nehmen und gerade als ihr der Durchbruch mit ihrem Kommunikator gelingt, wird der Monarch Außenposten in dem sie stationiert ist, von einer Gruppe Bio-Terroristen überfallen und sie wird zusammen mit ihrer Tochter entführt. Mit der Bestrebung sie zurück zu holen und den Einsatz des Kommunikators zu verhindern macht sich ihr Mann und ehemaliges Monarch Mitglied in Zusammenarbeit mit Monarch auf den Weg sie zu retten.

   

Über den 2014er Godzilla kann man eigentlich halten was man will, aber an sich war es kein schlechter Film. Selbstverständlich gibt es da nichts zu bestreiten, das er viel zu wenig Godzilla Action hatte und viel zu viel Charakter-Drama beinhaltet hatte. Ich hatte zwar durchaus Gänsehaut, als Godzilla am Ende dem Muto seinen Strahl in den Rachen gekotzt hat, allerdings war das trotzdem irgendwie zu wenig. Klar es war besser als der Roland Emmerich Godzilla, aber da war die Latte nun auch nicht so extrem hoch und neue Filme aus dem fernen Osten ließen auch auf sich warten. Aber genau diesen Fehler, merzte der 2. Teil schon von Anfang an aus, indem er bereits im Trailer das Versprechen auf viele, viele Kämpfe machte.

Dieses Versprechen wurde auch definitiv gehalten, denn die Monsteraction ist hier wirklich so gar nicht zu kurz gekommen und das hat mich auch wirklich unheimlich gefreut! Vor allem natürlich weil ich Mothra noch ein wenig lieber mag als Godzilla. Sie nun also auch auf der großen Leinwand und in voller Pracht zu erleben war ein ganz persönliches Highlight. Gerade auch weil sie hier in diesem Film eine so wichtige Rolle inne hat. Ihre Szenen haben mir regelmäßig Gänsehaut serviert und mich in größter Verzückung breit grinsen lassen. Für alle Mothra-Fans also definitiv ein Must-see-it!

Aber auch Godzilla, Rodan und Gídorah hatten hier mehr als genug Screentime um jedes Kaiju-Liebhaberherz höher schlagen zu lassen. Gerade mit Gidorah haben sie einen großartigen Job gemacht und ihn als nahezu unbesiegbaren Bösewicht gut etabliert. Seine Lore sogar noch etwas erweitert und ihm auch eine Verbindung zu einer altbekannten Sagengestalt gegeben. Bei Rodan musste ich an einer Stelle die man ja auch schon im Trailer sieht unweigerlich denken „Do the Barrelroll!“ und auch ansonsten war er als Naturgewalt vorzüglich in Szene gesetzt. Aber vor allem der Held unserer Geschichte Godzilla hatte mehr als eine echt coole Szene und hat seine mangelnde Screentime im ersten Teil hier tapfer ausgeglichen.

Dabei muss ich aber vor allem auch die Liebe zum Detail und zur Vorlage Loben. Hätte man anhand des ersten Teils noch lediglich über Godzilla bzw. dessen Namen die Verbindung zu der japanischen Reihe nennen können, geht dieser Film hier in die vollen. Denn nicht nur die Ikonische Godzilla-Melodie ist zurück, auch viele der Hintergründe und Gegebenheiten der alten Filme sind wieder da. So hat man sich zum Glück doch noch entschieden die original Herkunft von Gidorah mit ein zu bauen und seine Rolle zu festigen und auch die beiden Zwillingspriesterinnen von Mothra haben in etwas anderer Form ihren Auftritt. Die kleinen Details machen es eben aus und hier als naja sagen wir mal sehr milder Spoiler, schaut euch die Credits genau an, dort gibt es in Form von Zeitungsartikeln eine Menge Anspielungen, was den nach dem Höhepunkt des Filmes so alles passiert ist. Wer hier auf die Details achtet, wird sicherlich auch noch den ein oder anderen Wink entdecken.

Nach all dem Lob, ist aber auch dieser Film keineswegs perfekt und Fehlerfrei. Es gibt viele Punkte auf die ich hier nicht näher Spoilerfrei eingehen kann, aber das vorhandene Charakter-Drama ist einfach nur nervig. Mein Favorit war hier wohl Ken Watanabe in seiner Rolle als Dr. Ishiro Serizawa. Ein guter Mann, der für Monarch wirklich wichtig war und trotzt relativ wenig Screentime diese vollends ausgenutzt hat und das Drama wenigstens ein wenig verbessert hat. Klar Millie Bobby Brown in ihrer Rolle als Madison war auch noch ganz erträglich, aber der Rest des „Haupt“-Castes war wirklich nervig oder überflüssig.

Allen voran Kyle Chandler in seiner Rolle als Mark Russel, der mich mit seinen Handlungen im Film einfach nur abgefucked hat. Es ist nicht so als würde ich ihn nicht verstehen, aber man kann seine Ziele auch anders angehen. Noch schlimmer oder sagen wir sinnloser und überflüssiger war wohl nur O’Shea Jackson Jr. In seiner Rolle als Chief Warrent Officer Barnes. Seine Storyline war sooooo überflüssig, langweilig und uninteressant das ich wirklich nicht verstehe warum die Rolle Teil des Filmes war. Vor allem weil ein Großteil der Logiklücken und Absurditäten in seiner Storyline vorkommen.

Wo wir beim nächsten Punkt sind, über Logik darfst du dir als Zuschauer hier echt keinen Kopf machen. Da sind ein paar Sachen dabei, wie Explosionen, radioaktive Verseuchung und andere Dinge, die unmöglich zu überleben waren. Aber sind wir mal ganz ehrlich, wer geht in einen Godzilla Film und erwartet Logik? Wir wollen Action und Monsterkämpfe und das bietet der Film in großer Menge.

Zusammengefasst bleibt wohl nur zu sagen, das der Film noch weit weg von einer Perfektion ist. Sich aber als moderner Godzilla-Film zu 100% sehen lassen kann. Denn er bietet alles was das Kaiju-Herz begehrt. Kämpfe, zerstörte Städte und cooole große Monster. Wer also schon immer ein Fan der Riesen-Eidechse war, wird hier wohl kaum enttäuscht werden.

Ich kann den Film bedingungslos weiterempfehlen und freue mich schon jetzt riesig auf den nächsten Teil der Reihe: „Godzilla Vs. Kong“ der uns bereits nächstes Jahr in den Kino´s erwartet 😉 Der Film wird definitiv seinen Platz in meiner Sammlung finden und bekommt von mir 8 von 10 Battle Royals.

Euer


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Godzilla (2014)

Godzilla 2:King of Monsters

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