Manga Review: Dragons Rioting

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Vor gut 3 Jahren kam der erste Band von Dragons Rioting hierzulande raus und ging damals ziemlich an mir vorbei. Etwa 1 Jahr später wurde uns der erste Band von Kazé zur Verfügung gestellt und ich hatte damals zwar meinen Spaß, war aber nicht sonderlich begeistert davon. Was ich damals vom 1. Band gehalten habe, könnt ihr gerne hier in meiner Review zum 1. Band nachlesen.

Nun 2 Jahre später, habe ich die Serie schon eine ganze weile komplett im Schrank stehen und hatte mehr aus Langeweile, als aus Lust, vor ein paar Tagen mal wieder den ersten Band gelesen. Da ich die Serie nun ja ohnehin hier komplett steht, habe ich sie jetzt dann auch mal komplett und am Stück gelesen. An dieser Stelle noch mal ein Danke an Kazé Deutschland für das bereitstellen der ersten beiden Bände und viel Spaß mit meiner Meinung zu Dragons Rioting.

In frühster Kindheit erfährt Rintaro, dass er an einer sehr seltenen Krankheit leidet, am Hentai-Syndrom. Diese Krankheit kann für ihn fatale Folgen haben, denn wenn er erregt wird, konzentriert sich sein Blutfluss so weit unten, das sein Herz nicht mehr ausreichend versorgt werden kann und er daran sterben könnte. Um seinem Sohn zu helfen und ihn bestmöglich auf die „Gefahren“ der Welt vorzubereiten beschließt sein Vater mit ihm in die Abgeschiedenheit der Berge zu fliehen und ihn zu trainieren.

10 Jahre später ist aus dem schwachen Rintaro ein trainierter, junger Mann mit gestähltem Körper und Geist geworden, der es erneut versuchen will in der normalen Welt Fuß zu fassen. Um seinem Ziel ein normales Leben zu führen einen Schritt näher zu kommen, hat er sich an der Nangokuren-Oberschule eingeschrieben. Da die Schule so einen unglaublich männlichen Namen hat, ging er von einer Jungenschule aus, auf der ihm keine Gefahr durch das andere Geschlecht droht, doch schnell muss er feststellen das er sich getäuscht hat.

Es handelt sich hier um eine ehemalige Mädchen-Schule die erst in diesem Jahr zu einer gemischten Schule geändert wurde und somit einen verschwindend geringen Anteil männlicher Schüler besitzt. Doch auf dem Schulhof herrschen Sengoku-ähnliche Verhältnisse und die 3 stärksten Mädels der Schule kämpfen um die Vorherrschaft über die Schule. Wie wird es Rintaro im Kampf der streitenden Drachen ergehen und wird er seine Schulzeit überleben können?

   

Da mein Ersteindruck damals nicht ganz so gut war, hatte sich das ganze auch so in meiner Erinnerung an den ersten Band fest gefressen, sodass mir der Anfang der Serie ziemlich schwer fiel. Doch kaum hatte ich mich an die Thematik gewöhnt, fiel es mir erstaunlich einfach der Story zu folgen und mich einfach nur berieseln zu lassen. Da es das Erstlingswerk des Mangaka ist, denke ich ist das auch durchaus okay.

Denn obwohl der Manga unglaublich viel Ecchi hat, (ich kann hier durchaus verstehen wenn das einem zu viel ist), hält er sich mit den Kämpfen und den lustigen Szenen rund um Rintaro selbst eigentlich ziemlich gut über Wasser. Mein Highlight des Manga waren aber definitiv die ganzen Anspielungen. Von der Naruto bis hin zu Frozen, gibt es soooooo unglaublich viele Anspielungen, die einen beim lesen fast schon mein lesen in freudige Erwartung bringen um raus zu finden, was wohl als nächstes ansteht. Natürlich haben die Übersetzer hierzulande, sich auch ein paar Freiheiten raus genommen, die es so im japanischen sicherlich nicht gab. Ich bezweifle leicht, das die drei ??? und Tatort dort drüben nun wirklich so bekannt sind.

Das ist aber nichts schlechtes, da auch die alternativen ziemlich gut zu den Szenen gepasst haben. Somit bietet der Manga hier einen ziemlich unterhaltsamen Mix aus Ecci, Fighting-action und natürlich dazu passenden Comedy Einlagen. Dabei ist die Story relativ oberflächlich und dient lediglich als roten Faden, um das ganze irgendwie zu verbinden. Drei mächtige Kämpferinnen wollen die Schule an sich reißen und zerfetzen dabei regelmäßig ihre Klamotten.

Der Haupt-Erzähl-Fokus lag natürlich auf Rintaro und den 3 Drachen, wobei jeder seine eigene kleine Arc serviert bekommen hat um ihn uns als Charakter vorzustellen. Mein Favorit darunter dürfte wohl Kyoka sein. Ich mag ihr verschmitztes lächeln. Ihre Ark dürfte eigentlich auch einer der größten innerhalb des Manga gewesen sein. Oder vielleicht kommt es mir auch nur so vor, weil ich sie so mag. Ayane hat mich fast schon ein wenig genervt und Rino´s Ark kommt in meinen Augen viel zu spät, so kurz vor Ende. Fand ich etwas schade.

Allgemein fand ich die Charaktere eigentlich ziemlich okay und einladend. Klar hat mich Rintaro hin und wieder mit seinen seltsamen Slapstick-Einlagen um erotischen Szenen auszuweichen etwas genervt, aber je öfter das kam, desto abgestumpfter wurde ich. Dabei muss ich aber auch sagen, dass es mir irgendwann schon fast zu viele Charaktere wurden. Ständig sind irgendwelche neuen Mädels aufgetaucht, die superstark waren und sich dann stellenweise auch so ähnlich sahen… Irgendwann habe ich es einfach nur hin genommen.

Auch das System der Schule rund um die Drachen, die Kaiserinnen und die Samurai wurde mir etwas zu spät erklärt. Ist ja schön, das es 3 Drachen, 5 Kaiser und 10 Samurai gibt. Aber warum erfahre ich das erst kurz vor Ende der Serie? Sowas sollte in meinen Augen eigentlich ziemlich zu Beginn einer Manga-Reihe erklärt werden um ein Szenario zu erschaffen. So wurden mir die Charaktere alle nach und nach mit ihren Titeln vorgestellt und ich dachte mir so … hmm naja okay?

Dafür waren die Kampfszenen umso besser in Szene gesetzt und konnten sich wirklich sehen lassen. Rintaro beim Einsatz der mächtigen Attaken des Blauen Schattenmondes zu beobachten machte Spaß und war stellenweise herrlich absurd. Gerade auch die ultimativen Formen der einzelnen Fähigkeiten waren eine schöne Hommage an Serien wie Dragon Ball und Co, Vor allem gegen Ende wurde das ganze zunehmend anschaulicher und effektreicher. (Und absurder wenn man da an die “Magie” denkt xD)

Zusammengefasst ist Dragons Rioting eine interessante und unterhaltsame Prügelorgie die mit einer gewaltigen Portion Ecchi und Witz sehr gut zu unterhalten weiß. Der Manga erfindet das Rad keineswegs neu und unbedingt gelesen haben muss man ihn auch nicht, als unterhaltsamer Zeitvertrieb dient die Story aber alle mal!

Wer also an ähnlichen Serien wie etwa Sekirei oder andere Kampfserien mochte, wird sich hier sicherlich gut aufgehoben fühlen. Ich hatten jedenfalls meinen Spaß und kann die Reihe guten Gewissens weiterempfehlen. Von mir gibt es an dieser Stelle 7 von 10 um die Macht kämpfenden Drachen.

Euer


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Dragons Rioting Band 1

Dragons Rioting Band 2

Dragons Rioting Band 3

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