Anime Review: Wise Man´s Grandchild

Die geschätzte Lesezeit für diesen Beitrag beträgt 5 Minuten.

Da ich die Frühlings-Season als relativ schwach empfunden habe, waren auch die Serien die ich aktiv verfolgte recht überschaubar. Unter anderem hielt ich natürlich am großartigen Shield Hero fest und wurde Woche um Woche sehr gut unterhalten. Daneben verfolge ich seit der Frühlings-Season auch den One Piece Anime und an Demon Slayer, dessen Manga ich schon von ner Weile angelesen hatte, kam ich natürlich auch nicht vorbei.

Leider hört da schon wieder fast mein Interesse auf, ich verfolge zwar auch We never Learn, aber das eher sporadisch, die einzige andere Serie war Wise Man´s Grandchild. Eine weitere Isekai Serie, die mir schon mit der ersten Folge ziemlich gut gefiel und mein Interesse geweckt hatte. Da es eine der wenigen Serien ist, die ich tatsächlich durchgezogen habe, zeigt wohl auf, dass ich sie ziemlich unterhaltsam fand. Danke also an peppermint anime, die mir den wakanim Account zur Verfügung gestellt haben um die Serie auch bis zum Ende fleißig zu verfolgen und viel Spaß mit meiner Meinung.

 

Als Shin unverhofft stirbt wird er in einer neuen Welt voller Magie wieder geboren. Da die Kutsche seiner leiblichen Eltern unverhofft bei dem Angriff eines Teufels zerstört wird, bei dem diese Sterben, wird er von einem vorbeiziehenden alten Mann aufgelesen und Adoptiert. Da der alte Mann in dem Kind ein unglaubliches Potenzial sieht, unterrichtet er ihn in allerhand Magischen Praktiken, bis er ihn im Alter von 10 zur ersten Teufelsjagd begleitet.

Bereits 5 Jahre später ist der Junge zu einem ansehnlichen Jüngling heran gewachsen und bei seiner Geburtstagsfeier erfährt er nicht nur, das sein Retter und vermeintlicher Opa der große Held des Landes ist, sondern das auch der vermeintliche Onkel dessen König ist. Da die Fähigkeiten und Talente von Shin alle Erwartungen überflügeln, beschließt man in versammeltem Kreis ihn an die Magieschule zu schicken um ihn weiter zu fördern.

Doch kaum ist er in der Hauptstadt angekommen, wird auch seinen Klassenkameraden schnell klar, das er keineswegs ein normaler Schüler ist. Durch seine Charmante Art und seine Freundschaft zu August, dem Prinzen des Landes hat er schnell eine Gruppe um sich versammelt und gründet eine eigene Magie-Lerngruppe. Zusammen lernen sie den Umgang mit der Magie und das Kämpfen um sich letztendlich den gefährlichen Teufeln, die das ruhige Alltagsleben bedrohen stellen zu können.

   

Bereits mit der ersten Folge hatte ich ziemlich großen Spaß an der Serie. Klar erfindet sie definitiv das Rad nicht neu und sticht auch unter anderen Genre-Vertretern nicht sonderlich hervor. Letztendlich harkt sie sogar ziemlich viele Standard Klischees für Isekai ab, vom OP Hauptcharakter bis hin zum halben Harem den er um sich versammelt. Was mir persönlich den Anime dann so unterhaltsam gemacht hat, sind einige kleine Details, die mir häufig auch bei anderen Serien helfen.

Allen voran natürlich sein bester Freund Prinz August. Denn was mich mittlerweile bei Isekai doch etwas stört, oder lassen wir mal das Iskekai selbst weg, was mich bei vielen Serien mit OP Main stört, ist das fehlen eines besten Freundes. Am besten natürlich so ein Matt aus Digimon, der es mit dem Main aufnehmen kann und auf Augenhöhe steht. Warum gibt es davon eigentlich so wenige? Klar kann ich die Frage schon halb beantworten, da jener beste Freund, natürlich ein potenzieller Gegner oder Konkurrent für den Harem ist. Was für mich eigentlich ein ziemlich beschissener Grund ist.

Klar kann auch August dem Main nicht das Wasser reichen, dafür kommt bei ihm als Puffer aber hinzu, das er der Prinz des Landes ist. Damit wird er durch den Titel bereits künstlich auf ein ähnliches Niveau gehoben. Aber auch die Tatsache, das sowohl August wie auch Shin bereits eine der Damen auserkoren hat, stört die gewöhnliche Harem Dynamik nicht sonderlich. Wo ich auch schon beim nächsten Punkt bin, der mir Positiv aufgefallen ist, die Liebesbeziehung von Shin und Sicilia.

Denn bereits in der ersten Folge legt er sich bereits fest, für welche der Damen sein Herz schlägt. Auch das wäre so gesehen noch nichts besonderes, wenn nicht innerhalb der nächsten Folgen, die Beziehung der beiden intensiviert wird, inkl. der Verlobung. Wenn ich da mal an andere Serien denke, wo die Charaktere zwar aufeinander stehen und es einfach nicht schaffen, den Sack zu zu machen…. hust Ranma ½ hust.

Aber auch die Sache, das sich Shin darum bemüht, seine Klassenkameraden bzw. Klubkameraden heranzuziehen und zu trainieren finde ich gut. Klar sind die Jungs und Mädels bei weitem nicht auf seinem Niveau, aber mit genug Übung und Training werden sie später mal gute Generäle und Mitstreiter darstellen, auf die er sich als neuer Held blind verlassen kann.

Vom Storytelling oder den Geschehnissen her, ist der Anime leider nichts besonderes. Eine Mischung aus standart Fantasy-Elementen und School-Life Anime. Allerdings muss ich schon tatsächlich sagen, das ich den Anime dafür bewundere, bisher keine der typischen Ecchi-Harem Klischees erfüllt zu haben. Somit gab es keine notorische Schwimmbad Folge, in der wir die weiblichen Charaktere bewundern durften. Die Darstellung der Magie mit magischen Zirkeln ist auch relativ schick und die Kämpfe sind relativ überschaubar und wissen dadurch auch ziemlich gut zu unterhalten.

Was die Charaktere selbst angeht, weiß der Anime aber auch nicht so 100% zu überzeugen. Das recht kleine Zeitfenster von nur 12 Folgen lässt nicht gerade viel Raum für charakterliche Tiefe, da es recht stark versucht die Story voran zu treiben. Lediglich Shin und der Bösewicht mit dem verkackten deutschen Namen „Schtrom“ bekommen etwas mehr Tiefgang, während die restlichen Mitglieder des Main(Side)Cast da relativ leer ausgehen.

Schade eigentlich, da mir die Truppe so gesehen mit den unterschiedlichen Charakteren eigentlich ziemlich sympathisch war. Auch die Welt selbst fand ich eigentlich ziemlich interessant und das Konzept der Vorstellung um Magie zu wirken finde ich auch ziemlich cool und interessant, gerade auch weil es für unsereins ziemlich OP ist. Zumindest wenn man ein grundlegenes Verständnis für die Dinge und eine gute Vorstellungskraft hat.

Wiseman´s Grandson ist einer von vielen Isekai Anime, der sich von der breiten Masse zwar nicht wirklich abhebt, durch einige sehr interessante Entscheidungen aber eine gewisse Abwechslung in das ganze bringt und somit ziemlich gut zu unterhalten weiß. Wer also Lust auf eine gute Fantasy Story mit nem recht soliden Main-Charakter hat und eine der wenigen Serien mit nem soliden Best Friend sehen will, ist hier genau richtig.

Ich hatte meinen Spaß und hoffe schon darauf das hier noch eine zweite Staffel kommt, auch wenn ich es für fast unmöglich halte. Ich denke ich würde mir sogar die LN zulegen, wenn sie in einer Sprache erscheint deren ich mächtig bin. Von mir bekommt die Serie 7 von 10 besiegten Teufeln.

Euer


*

 

*Diese Links führt direkt zu Amazon. Wir nehmen am Amazon Partnerprogramm teil. Für dich bedeutet das, wir erhalten für über diesen Link gekaufte Produkte eine Provision, es entstehen aber keine Mehrkosten für dich.

 

Wakanim

Unterstütze uns durch das Teilen dieses Beitrags.
Loading Likes...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere