Anime Review: Two Car Volume 2

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Letzte Woche habe ich mich mal mit der ersten Disk des ungewöhnlichen Sport-Anime Two Car beschäftigt und muss sagen, ich wahr durchaus überrascht von der Story die mir dort geboten wurde. Denn gerade der Hype um den Rennsport entzieht sich mir hier im Realen Leben vollkommen, das kann auch mein absoluter Lieblings-Anime-Movie „Redline“ nicht gut machen.

Allerdings bietet Two Car schon mit der ersten Volume eine unerwartete Charakterpräsentation die etwas an sich hat, was mir wirklich ziemlich gut gefallen hat. Somit habe ich mich gestern dann auch mal hingesetzt und mir die 2. Volume und damit die nächsten 3 Folgen der Serie reingezogen. Ein großes Danke also an Anime House die mir auch die 2. Volume zur Verfügung gestellt haben und viel Spaß mit meiner Meinung zur 2. Volume von Two Car.

Die kleine Insel Miyakejima ist unter Racingliebhabern äußert beliebt, da es dort keine Geschwindigkeits-Einschränkungen gibt. Gerade die Sidecar-Fangemeinde hat an dem Eiland so viel Freude gefunden, das dort jährlich ein Turnier, das Miyakejima Tourist Trophy abgehalten wird.

Die beiden Schülerinnen Yuri und Megumi sind bereits seit ihrer Kindheit die besten Freunde, doch da sie sich unglaublich ähneln geraten sie ständig aneinander. Dennoch bilden sie zusammen ein unglaublich starkes Fahrerteam, das es sich zum Ziel gemacht hat, die Nationale Meisterschaft beim Sidecar-Rennen zu gewinnen, um letztendlich ihrem Coach und Schwarm zur Isle of Men Tourist Trophy zu folgen…

   

Auch in dieser Volume bildet der Sport, also das Seitenwagen-Rennen, eher ein Mittel um die Charakter-Konstellationen zu erklären, als die tatsächliche Grundlage der Serie. Denn wie es scheint werden wir wohl bis zum Ende der Serie warten müssen bis der Miyakejima TT tatsächlich stattfinden wird. Denn auch dieses mal widmen wir uns den Fahrerinnen der anderen Teams.

Wie bereits in Volume 1 geschrieben finde ich das gar nicht mal so schlimm und es gefällt mir sogar ziemlich gut, da wir so einen Blick hinter die Kulissen erhalten. So wird es später beim Cup schon fast schwer sich als Zuschauer für eins der Teams zu entscheiden, wobei gleichzeitig das „Haupt-Team“ etwas in den Hintergrund rückt. Denn obwohl sie auch in dieser Volume als gewisse Nebenerzählung weiterhin vorhanden sind und Erwähnung finden, sind sie ganz klar keineswegs im Fokus.

Dieses mal ging es Hauptsächlich um das Team der Tsukuba Mädchenschule welches sich aus der sehr dominanten Izumi Murata und der sehr devoten Nagisa Suzuki zusammen setzt. Diese doch recht offensichtlichen Rang-Verhältnisse innerhalb der Beziehung der beiden ist auch die Problematik um die sich die Doppelfolge dann dreht. Denn obwohl sie für die außen stehenden anderen Teams sehr einseitig herüber kommt, sind die beiden eigentlich ziemlich zufrieden mit der Art und Weise wie es zwischen ihnen läuft….

Wären da nicht die Traumsequenzen die das ganze Machtverhältnis in Frage stellen. Denn amüsanter weise haben beide auch den gleichen Traum was man da ja durchaus als unterdrückte Wünsche auslegen könnte. Das die Story dann etwas vorhersehbar ist und es auch hier zum Zerwürfnis kommt ist zwar etwas vorhersehbar, allerdings bin ich mir bei der „Auflösung“ der Situation auch etwas uneins was ich davon halten soll. Aber wenigstens sind die beiden glücklich am Ende?

Die 3. Folge der Volume und damit die 6. Folge der Serie bildet den ersten Teil einer Doppelfolge (?) rund um das Zwillingspärchen der Motegi Mädchenschule. Diese Folge fand ich persönlich unheimlich interessant und bin auch jetzt schon auf die nächste Folge gespannt, da sie eine Thematik anspricht, die ich mir als Außenstehender auch schon wiederholt bei Zwillingen gestellt habe.

Denn obwohl die Folge mit einer recht oberflächlichen Stimmung beginnt und einen der beiden Zwillinge damit herum spaßen zeigt, wer er denn nun wirklich ist, nimmt das ganze im laufe der Story auch eine recht komplizierte Stimmung an. Denn nachdem wir etwas mehr als die halbe Folge immer wieder gesagt bekommen wie ähnlich sich die beiden sind und wie sehr die beiden das auch so wollten, kommt es dann durch einen Flashback zu einer mehr als unangenehmen Szene, die für immer einen Keil zwischen die beiden treiben sollte.

Denn obwohl sie immer das gleiche gemacht haben und immer die gleichen Interessen und Vorlieben hatten, kam es eben zu einer Sache die man nicht teilen kann…. der Liebe. Das spätestens hier mal ein Cut passieren musste war irgendwie klar. Ich persönlich stelle es mir auch schwer vor, ein „anderes Ich“, wie die beiden in der Serie immer wieder so schön sagen, zu haben. Denn obwohl das ja Vorteile haben kann, jemand zu haben der einen besser versteht als man selbst, so bedrückend kann das auch sein, denn jeder hat so seine Geheimnisse. Wie man dann ja auch an den beiden sehen konnte.

Was mir ziemlich gut an den Zwillingen gefallen hat, war aber auch die deutsche Synchronsprecherin, die ab dem „Cut“ ihre Stimme für die beiden Mädels auch etwas verstellt hat um den nun auch vorhandenen visuellen Unterschied noch mal weiter zu unterstreichen. Wobei ich es etwas absurd fand, das die beiden gefühlt ab dem Moment 2 verschiedene Menschen waren, obwohl sie sich vorher wie ein Ei dem anderen glichen. Gutes Stilmittel, seltsame Umsetzung.

Da die Folge dann noch mit einem (für ihre Verhältnisse) großen Cliffhanger endete lässt mich nun natürlich gespannt zur nächsten Volume schielen und ich freue mich jetzt schon darauf wie die beiden ihre „Problem“ wohl lösen werden.

Auch die 2. Disk kommt in einer schicken Collectors Edition daher und bringt wieder ein paar Extras mit sich. Das „Haupt-Goodie“ dieses mal ist eine schicke Handytasche mit einem Aufdruck der beiden „Protagonistinnen“. Ich selbst war nun nie wirklich der Handytaschen-Typ, habe sie aber aktuell noch in Benutzung, da ich mir bisher für mein neues Handy noch keine Hülle zugelegt habe.

Zusammen gefasst muss ich also sagen, das mir der Fokus aufs Charakter-Drama im Vergleich zum Sport eigentlich ziemlich gut gefällt. Ich mag es wenn sich Serien Zeit nehmen ihre Charaktere vorzustellen, selbst wenn es die „Gegner“ sind. Denn eine Serie lebt durch ihre Charaktere und Two Car gewinnt hier in meinen Augen auch ziemlich viel Boden. Auch wenn das Drama recht Klischeehaft ist und damit sicherlich keinen Oscar gewinnt, weiß es doch ganz gut damit zu unterhalten.

Ich hatte jedenfalls meinen Spaß und freue mich jetzt schon ziemlich auf die 3. Volume. Mal sehen welche Hintergrund-Geschichte denn die anderen Teams so mit sich bringen und vor allem ob wir den Miyakejima TT überhaupt noch zu Gesicht bekommen werden xD

Euer


*

Two Car Volume 1 – Limitierte Collectors Edition (BD)

Two Car Volume 2 – Limitierte Collectors Edition (BD)

Two Car Volume 3 – Limitierte Collectors Edition (BD)

Two Car Volume 4 – Limitierte Collectors Edition (BD)

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