Manga Review: Sexy Puzzle

Die geschätzte Lesezeit für diesen Beitrag beträgt 5 Minuten.

Wie schon in meinem Beitrag zu „We never learn“ geschrieben bin ich ein großer Fan von Romantic Comedy Serien. Somit habe ich natürlich immer in offenes Ohr für eine neue Geschichten und da es schon etwas länger her ist, das ich mich einer längeren Reihe gewidmet habe, war ich natürlich begierig auf Nachschub.

Dieser kam dann auch recht unerwartet, als ich Ende letzten Jahres bei den gebrauchten Manga in meinem Comicbuchladen die komplette Reihe Sexy Puzzle fand. Den ersten Band hatte ich damals zwar bei Veröffentlichung bereits gekauft, aber nie gelesen. Umso mehr spielte mir das Glück in die Karten, als ich die ganze Reihe zum Schnäppchenpreis ergatterte.

Als mich die liebe Janny dann noch fragte ob wir die Reihe nicht zusammen lesen wollen, war der Groschen endgültig gefallen und so las ich jede Woche, meist Sonntags frühs im Bett, einige Bände. Eine sehr angenehme Tradition, die ich nun auch erst mal bei behalten werde. Nach 4 Wochen war ich dann auch durch und wünsche euch nun viel Spaß mit meiner Meinung zu Sexy Puzzle.

Das Landei Hachibe Maeda ist ein Teilefetischist. Doch in der Provinz in der er lebt, gibt es für ihn natürlich nicht allzu viele Mädels mit den „Perfekten Teilen“. Somit beschließt er kurzerhand das er für sein erstes Highschool-Jahr an eine Schule in Tokyo wechseln möchte. Dort hofft er irgendwann noch auf seine Perfekten Teile zu treffen.

Doch das Glück ist dem Dorfkind hold, als er bei Ankunft in Tokyo feststellen muss, dass das Jungen-Wohnheim abgebrannt war und er vorerst im Mädchen-Wohnheim unter kommen würde. Als wäre das nicht schon genug, besitzen alle vier Bewohnerinnen jeweils eins der von ihm so heiß begehrten „Perfekten Teile“. Ehe sich Hachibe versieht, befindet er sich in einem irrwitzigen Liebeskarusselle zwischen seiner Teileliebe und echten Beziehungen…

   

Zu Beginn war ich ja eigentlich eher skeptisch was die Reihe anging. Die ersten 3 Bände wussten mich kaum zu überzeugen und ich fürchtete mich zu Beginn fast etwas davor, dass das ganze vielleicht etwas zu repetitiv wird. Glücklicherweise lösten sich meine Bedenken dann aber doch recht schnell in Luft auf. Denn obwohl sich Hachibe´s Teileliebe immer wiederholte, trug die Episodische Struktur des ganzen und die Anzahl der Teileträgerinnen eine gewisse Vielfalt bei. So gab es selten aufeinanderfolgende Kapitel mit den gleichen Heroinen, außer diese brachen leicht aus dem Episoden-Format heraus und es gab Doppel-Kapitel.

Wie es bei längeren Reihen und gerade auch bei Harem-Serien häufig der Fall ist, sollte es ja auch nicht bei den 4 Heroinen bleiben. Nach und nach findet Hachibe weitere Trägerinnen der „Perfekten Teile“ und schreckt dabei nicht mal vorm Geschlecht des Trägers zurück, ganz zu seinem eigenen Schrecken. Im Laufe der Reihe kam ich zwar dann auch irgendwann zu dem Punkt an dem ich mich gefragt habe, welche Teile den wohl noch so kommen würden, kurz darauf schlug die Reihe dann aber auch eine unerwartete Wende, was mir dann auch ziemlich gut gefiel.

Denn gegen Mitte der Reihe, kam dann erstmals die große Frage zum Thema wahre Liebe vs. Fetisch Liebe auf und Hachibe stand damit auch an einem Scheideweg für sein weiteres Leben, da in dem Jungen zum ersten mal richtige Gefühle für eine der Teileträgerin erwuchsen. Das Gefühlschaos war zwar der Rote Faden, der eine gewisse Kontinuität in die Story einbrachte, aber das auch meist eher im Hintergrund. Erst gegen Ende wurde dieser Strang deutlich dicker und peilte damit schon ein gewisses Finale an. Für mich ist sowas ja immer recht wichtig und ich fand es auch hier ziemlich gut, das man ein gewisses Ziel hatte, auf das man hin arbeitet.

Allgemein fand ich das ganze „Fetisch“-Konzept sehr interessant umgesetzt, da ich persönlich damit eigentlich recht wenig anfangen kann. Aber wie heißt es so schön, jedem Tierchen sein Pläsierchen und zum Glück ist ja auch Hachibe nicht alleine mit seiner Vorliebe. Immer wieder tauchen gleichgesinnte auf und erweitern den recht großen Cast an Charakteren.

Die Charaktere sind allgemein der starke Punkt der Serie. Hachibe ist mit seiner leicht verquerten Art zwar ein typischer Romcom-Protagonist, der sowohl mit glorreichen Heldentaten glänzt, wie auch in jedes noch so kleine Fettnäpfchen tritt. Allerdings halte ich es ihm auch zugute, dass er nicht ganz so „planlos“ von seinem Umfeld ist und durchaus versteht, wenn jemand Gefühle für ihn hegt. Mit den 4 Mädels im Mädchenwohnheim hat Hachibe auch gute Gesellschaft die allesamt irgendwo zwischen Liebe und persönlicher Erfüllung rumdümpeln.

Mein persönlicher Favorit war wohl die Haupt-Heroine Sakurako. Zu viele Reihen wie Love Hina, Nisekoi oder Toradora haben mich auf die dunkle Seite der Heroinen gezogen und mir unterschwellig eine Vorliebe für Tsundere verpasst. Sakurako ist hier aber auch das Bilderbuchbeispiel des ganzen! Was sie natürlich irgendwie umso sympatischer macht!

Nr. 2 und mein heimlicher Favorit ist da wohl Yukari, die mit ihrer Art wohl vielen Leuten aus der Seele spricht. Diese Bedingungslose Liebe und der Kampfeswille den sie für Hachibe an den Tag macht, lies mich insgeheim für sie hoffen.

Mit Kirino darf natürlich auch die notrische Kampfsportexpertin, die in diesem Fall ein ausgebildeter Ninja ist, auch nicht fehlen. Wenn sie mal gerade nicht singt, versucht sie meist gerade Hachibe für irgendwas zu töten.

Das einzige was mir beim Manga so gar nicht gefallen hat, ist der Zeichenstil. Klar habe ich mich relativ schnell daran gewöhnt, ich musste mich aber jede Woche wieder ein kleines Stück daran gewöhnen. Was jetzt wiederum ganz persönliche Präferenz ist. Zu beginn fand ich das Charakterdesign besonders 08/15, was die Serie auch noch etwas abgewertet hat.

Zusammenfassend muss ich sagen, das Sexy Puzzle eine sehr unterhaltsame Reihe mit vielen lustigen und teils auch ungewohnten Szenarien (Ich sag da nur Brüste-Quiz) ist. Ich hatte mit den Charakteren ziemlich viel Spaß und bin auch mit dem Ende soweit ganz zufrieden. Lediglich die Tatsache das einem der Charaktere auf gewisse Art und Weise das Happy End verwehrt bleibt ist mir ein wenig bitter aufgestoßen.

Wer also mal wieder Lust auf eine romantische Komödie im Stiel von Love Hina oder dem deutlich aktuelleren Yuna´s Geisterhaus hat, kann hier beherzt zugreifen. Ich kann den Manga jedenfalls empfehlen und wundere mich fast ein Stück weit, warum er nie einen Anime erhalten hat (heutzutage hat doch gefühlt alles nen Anime). Von mir gibt es an dieser Stelle 8 von 10 perfekten Teilen.

Euer


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