Film Review: First Love

Die geschätzte Lesezeit für diesen Beitrag beträgt 4 Minuten.

Da ich ja ein sehr breit gefächertes Interesse für jegliche Genre habe und mir vor allem eine gute und interessante Story wichtig ist, bin ich natürlich immer offen für neues. Aufgrund des hier im Westen sehr präsenten Auswahl an amerikanischen und europäischen Filmen und Serien, habe ich leider noch nicht allzu viele asiatische Produktionen verfolgt. Abgesehen natürlich von einer Hand voll Jackie Chan Filme und der ein oder anderen Live Action Adaption bekannter Anime- und Manga- Vorlagen.

Somit kam es mir recht gelegen als ich die Chance bekam die japanische Gängster-Komödie „First Love“ zu sehen. Und gerade dank meiner Leidenschaft für die Yakuza-Spiele-Reihe habe ich mich hier auch direkt wohl gefühlt. Somit als ein großes Danke schön an EuroVideo Medien für das bereitstellen dieses mehr als ungewöhnlichen Streifens.

Als der junge Boxer Leo Katsurai bei einem Kampf nach einem unglücklichen Treffen K.O. zu Boden geht, erhält er von seinem Arzt die Fatale Diagnose eines Hirntumors. Da seine einzigen Talente im Boxen liegen, steht der Junge vor dem größten Abgrund seines Lebens.

Durch die großen Wettschulden ihres Vaters, wurde Yuri an die Yakuza verkauft um diese durch Prostitution abzuarbeiten. Um sie gefügig zu machen, wurde sie unter Drogen gesetzt und hat dadurch eine Abhängigkeit entwickelt die ihre Schulden konstant erhöhen.

Durch den Komplett des korrupten Cop´s Otomo und des Yakuza Kase, werden Leo und Yuri in einen blutigen Strudel zwischen Überlebenskampf und Gefühlen gesaugt der das Leben und das Schicksal der beiden für immer verändern sollte.

   

Zu Anfang muss ich wohl auch dazu sagen, dass ich etwas verwirrt von den vielen Handlungssträngen war. Denn zu Beginn, gab es (verhältnismäßig) viele Szenenwechseln mit neuen Charakteren, die auf den ersten Blick keinen wirklichen Zusammenhang zueinander hatten. Da ich vorher auch keinen Trailer zum Film gesehen hatte, wusste ich auch nicht so recht, um was es denn letztendlich nun gehen würde.

Den nachdem der Film mit einem Boxkampf von Leo anfängt, nur um dann zur in Gefangenschaft und Protitution gezwungenen Yuri über zu springen und dann in einem Gespräch zwischen dem korrupten Cop Otomo und dem Yakuza Kase über zu gehen, erklärt sich nicht so recht was den nun eigentlich der Rote Faden des ganzen sein soll.

Grundsätzlich bin ich ja ein Freund von vielen Parallel laufenden Plotlines, aber hier wirkt das ganze irgendwie viel zu zusammenhanglos. Während wir den 3 Lines folgen tauchen auch immer mehr wichtige Charaktere auf, nur um damit weitere Plotlines anzustoßen und die Story damit noch weiter zu fächern. Da sich aber beireits kurz darauf die meisten Stränge immer wieder kreuzen, nur um sich dann wieder zu verzweigen, wird es nicht allzu unübersichtlich.

Wie oben schon geschrieben musste ich an vielen Stellen innerhalb des Filmes, gerade was die Szenen der Yakuza und der Triade anging an die Yakuza Reihe denken. Gerade auch der Konflikt zwischen den beiden Organisationen der mehr als blutig ausgetragen wurde, hat viel zur Unterhaltung des Filmes beigetragen.

Und obwohl ich sagen muss das die Story soweit interessant war, fand ich nicht alle Plotlines gleich interessant. Gerade die Flucht von Leo und Yuri die von beiden Organisationen, sowie von Otomo und Kase gejagd wurden, war für mich leider eine der schwächsten des Filmes. Für mich fühlte es sich ein wenig wie die Storyline von Kara im Spiel Detroit an. Die beiden (Leo und Yuri) wurden da in einen Konflikt geworfen, mit dem sie beide an sich nichts zu tun hatten und sie versuchten einfach nur zu überleben. Hätte wenigstens einer der beiden etwas mit dem Konflikt zu tun gehabt, wäre das in meinen Augen auch besser für den Film gewesen.

Eine weitere kleine Schwäche innerhalb des Filmes war der Charakteraufbau und die Entwicklung innerhalb des Filmes. Klar ist das hier ein actionlastiger und schnelllebiger Film, aber gerade was die beiden Hauptcharaktere Leo und Yuri angeht war mir die Charakter-Entwicklung zu gering.

Leo bleibt von Anfang bis Ende der verstörte Jüngling der in einen Strudel von Ereignissen geworfen wird, mit denen er nichts zu tun hat und dessen einziges Ziel es ist vor seinem Ableben noch etwas sinnvolles gemacht zu haben. Selbiges gilt leider für Yuri, die als gebrochener Junkie zwar versucht ihre Fesseln hinter sich zu lassen, aber gerade auch durch den Entzug den halben Film über nicht nur vor Realen sondern auch vor eingebildeten Feinden davon läuft.

Auch die Motivation von Otomo und Kase kann ich nicht so 100% nachvollziehen. Warum ist Otomo korrupt und was verspricht er sich vom schnellen Geld? Auch Kase der innerhalb seiner Organisation kein No-Name aber auch keine große Nummer ist. Ambition ist ja schön und gut, aber innerhalb eines größeren Konfliktes (zwischen Yakuza und Triaden) zu versuchen ein krummes Ding durch zu ziehen und die eigene „Familie“ zu hintergehen, zeugt schon von großer Dummheit.

Aber das ist nur mein persönlicher Geschmack, an sowas stören sich die meisten ja nicht. Davon abgesehen ist der Film durchaus unterhaltsam und auch herrlich blutig und brutal. Nebencharaktere sterben reihenweise und auch was die Inszenierung angeht kann sich so manch ein westlicher Streifen noch ne große Scheibe von abschneiden.

Auch wenn der Film in meinen Augen ein paar gravierende Schwächen hat was die Charaktere und deren Motivation angeht, finde ich ist der Film dennoch ein gelungenes Actionfeuerwerk, mit einer unterhaltsamen Yakuza Story.

Der japnaische Spitzen Regisseut Takashi Mike (Ichi- the Killer, 13 Assassins) hat hier auf jeden Fall mal wieder ein äußerst gutes Händschen bewiesen und uns einen unterhaltsamen Abendfüller geboten. Von mit gibt’s für den Film verdiente 7 von 10 Yakuza Abenteuer.

Euer


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