Spiel Review: Samurai Warriors 5 (PS5)

Die geschätzte Lesezeit für diesen Beitrag beträgt 5 Minuten.

Es war einmal vor langer langer Zeit …. Oder so ähnlich könnte ich hier jetzt anfangen. Denn damals in der PS2 Ära habe ich mein erstes Musou oder auch Warriors Game gespielt. Ich glaube es war der 4. Teil der Reihe, aber ich mag mich täuschen. Schon ne ganze Weile vorher habe ich von der Hack & Slay Reihe gehört und war eigentlich sogar ein wenig abgeschreckt von dem 1 VS. 1000 Spielprinzip, das auf mich unglaublich Monoton wirkte.

Doch bereits nach wenigen Runden war ich absolut Feuer und Flamme für das Spielprinzip. Denn ich glaube es gibt wenige Spielreihen, in denen man sich so herrlich „mächtig“ fühlen kann. Wenn der Kombo-Zähler und der Kill-Count kontinuierlich in die Höhe getrieben wird und man sich von einer Gegnerbasis zur nächsten schnetzelt. Doch die Spielmechanik selbst war nicht zwangsläufig der Grund, warum ich das ganze liebgewonnen habe. Für mich war vor allem die Story, die sich an dem Chinesischen Werk „Romance of the Three Kingdoms“ anlehnte, der Faktor der mich für sich gewann.

Unzählige Spielstunden und Hauptreihen sowie Spin-offs rund um die Chinesische Geschichte später, hatte ich Lust mir auch mal die Historie des Nachbarlandes für dass ich solch eine Zuneigung oder auch Interesse hege zu erleben. Doch die Samurai Warriors Titel fanden entweder nicht den Weg zu uns, oder waren nur auf Konsolen erhältlich zu denen ich keinen Zugang hatte. Erst der 4. Teil schaffte es hierzulande dann auch auf die PS4 und damit auch in mein Regal.

Am 27.07.21 erschien Samurai Warriors 5, der neuste Teil der Reihe, auch hierzulande. Dabei bringt das Spiel nicht nur eine ganze Menge Änderungen mit sich, sondern bildet in sich auch einen kleinen Reboot der Reihe. Dank der freundlichen Unterstützung von Koch Media, die mir das Spiel für die PS5 zur Verfügung gestellt haben konnte ich schon mal in die Wilde Sengoku-Ära eintauchen und wünsche euch hiermit viel Spaß mit meiner Meinung zu Samurai Warriors 5.

Aus den Kriegswirren der Sengoku-Ära erhoben sich viele bekannte Kriegsherren, darunter auch jener der nicht nur für die Vereinigung Japans sorgte, sondern durch seine Taten auch als Dämonenkönig gefürchtet wurde, Oda Nobunaga.

Doch diesen Titel trug er nicht immer, denn in seinen jungen Jahren war er ein ambitionierter und charismatischer Lord, der mit seiner Ideologie eines vereinten Japans viele Menschen um sich scharrte und so Geschichte schrieb. Doch bevor er Japan einigen konnte, war es erst einmal an ihm seine Heimatprovinz Owari zu einen und vor der Bedrohung durch die Nachbarn zu schützen….

   

Das es sich bei Samurai Warrior 5 um einen Reboot der Reihe handelt, hat mir ziemlich gut gefallen und es dürfte es auch für etwaige Neu-Einsteiger durchaus interessant machen. Denn wie in den meisten langlebigen Reihen ist das Charakter-Roster von Teil zu Teil weiter angewachsen und da auch jeder Charakter seine eigene ganz Spezielle Waffe hatte gab es dem entsprechend auch unzählige verschiedene Waffen, die sich letztendlich nur minimal unterschieden. Aber auch die Story, wurde immer weiter ausgebaut, denn der alte Fan, will ja vom bekannten nichts missen. Mit dem Reboot macht die Reihe einen großen Schritt zurück und entwickelt sich dennoch aber auch in sich weiter. Alles wird ein wenig verschlankt und fast alles bekommt in irgendeiner Form ein Level um es zu verstärken, aber eins nach dem anderen.

Fangen wir bei der Story an, denn diese konzentriert sich diesmal sehr stark auf die beiden Akteure Oda Nobunaga und seinen General und späteren Mörder Akechi Mitsuhide. Zu Beginn ist zwar lediglich Nobunaga´s Kampange als „Nobunaga´s Weg“ spielbar aber nach einer Hand voll Schlachten schaltet sich dann auch Akechi´s Kampange als „Akechi´s Weg“ frei. Neben den beiden Hauptstoryslines springen wir auch immer mal in Schlachten der anderen Generäle unter Nobunaga oder dürfen eine bereits geführte Schlacht auch mal aus der Gegnerichen Perspektive betrachten. Dazu gesellen sich nach dem Ende der Story noch sogenannte „Traum-Kapitel“ welche eine paar Was-wäre-wenn Szenarien abdeckt, aber auch ein paar Charaktere die in der Normalen Story durch ihr Ableben oder eben durch die „Lineare“ Erzählung von Nobunagas Schlachtzügen zu kurz gekommen sind. Es gibt also eine ganze Menge zu erleben.

Als nächstes wäre wohl auch die Charakterauswahl ein größeres Thema was wohl auch viele ältere Fans ein wenig stören könnte. Denn während es in Teil 4 noch 55 Charaktere waren, sind es in Teil 5 „nur“ noch 37(39) Stück, was zwar per se nicht die Welt ist, aber durch die Einführung einiger neuer Charaktere und der Tatsache, das eine Hand voll lediglich spielbare Charaktere ohne eigene Moves bzw. ohne Musou Attacke sind, bleiben einige Fanfavoriten hier einfach auf der Strecke. Ich kann den Unmut darüber durchaus nachvollziehen, aber ich verstehe auch den Gedanken dahinter, für die kommenden Spiele dann wieder Platz nach oben zu haben. Ich bin damit jedenfalls absolut zufrieden.

Der nächste große Punkt wären wohl die Waffen, denn wie oben bereits erwähnt hatte jeder Charakter ursprünglich seine eigene Waffe und von dieser Waffe gab es dann ich glaube bis zu 8 Variationen, die Stärkemäßig sich überboten. Die hälfte davon erhielt man auch nur durch das erzielen spezieller meist nicht näher betitelter Herausforderungen. In SW5 gibt es nur noch 15 Übergeordnete Waffen-Gattungen die wiederum lediglich in 3 Variationen auftauchen. Jeder Charakter hat eine bevorzugte Gattung und wenn er diese ausrüstet, macht er eine Spezielle Attacke. Generell, kann aber jeder Charakter jede Waffe ausrüsten und es ist auch möglich, die selbe Waffe mehrfach ausgerüstet (also bei verschieden Chars) zu haben.

Eine weitere Änderung/Neuerung dürfte sein, dass man mittlerweile so ziemlich alles in irgendeiner Form „leveln“ kann. Charaktere, Skills, Freundschaften, Pferde, Waffen(Skills sowie Meisterschaft) und sogar die eigene Burg sowie die dort ansässigen Läden. Während man für die ersteren meist durch reguläres Spielen EP rein bekommen und nebenbei auch eine Menge frei verteilbare „Gruppen-EP“, muss man seine Burg und die Läden durch Sammeln von Ressourcen im alternativen Spielmodus „Zitadellen-Modus“ langsam aufbauen. Verbesserungen selbiger gelten aber für alle Modi.

Zuletzt will ich noch die wohl größte Änderung ansprechen, den diese kommt aber sicherlich mit den neun Art-Style. Das neue Charakter-Design ist nicht mehr im bereits bekannten pseudo-realismus, sondern hüllt sich in ein Comichaften Cell-shading stil. Noch dazu gab es für fast jeden Charakter auch ein neues Design das sich mal mehr, mal weniger vom bisher bekannten Design abhebt. Mir hat das ganze jedenfalls ziemlich gut gefallen und auch die übertriebene Action somit in ein meiner Meinung nach besseres Bild gepackt.

Alles in allem hat man also eine ganze Menge zu tun, wenn man will, oder aber man genießt einfach nur die Episch erzählte Story zweier Kameraden die sich irgendwann auf verschiedenen Seiten des Schlachtfeldes wiederfinden. Mir hat der neuste Teil der Reihe jedenfalls großen Spaß gemacht und ich bin immer noch fleißig dran, jedes Szenario auszukosten.

Die Verschlankung war meiner Meinung nach jedenfalls eine echt gute Idee und wer sich für stilisierte Japanische Geschichte interessiert sollte hier auf jeden Fall mal einen Blick rein werfen. Ich persönlich kann das Spiel absolut empfehlen und freue mich jetzt schon auf den nächsten Spin-off Teil, der hoffentlich genauso gut wird.

Von mir gibt’s an dieser Stelle 7 von 10 dominierten Schlachtfeldern.

Euer


*

Samurai Warriors 5 (Xbox)

Samurai Warriors 5 (Nintendo Switch)

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